Erster Sieg muss her

10. Mai 2012 22:45; Akt: 10.05.2012 22:50 Print

Forte will Meister Basel nicht Spalier stehen

von Andy Huber - GC-Trainer Uli Forte (38) ist immer noch ohne Sieg. Dies will er ausgerechnet gegen den FC Basel ändern.

storybild

Energisch und fordernd: Uli Forte möchte auswärts beim FC Basel seinen ersten Sieg als neuer GC-Trainer holen. (Bild: Keystone)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Es passt zum «neuen GC» unter Forte, dass er sich am Donnerstag im Campus in Niederhasli für ­Teleclub zusammen mit Stürmer Steven Zuber zum Smalltalk neben eine Wiese mit Blumen setzte. Weil Forte bei seinem Amtsantritt seine Mannschaft mit einer Tulpe verglichen hatte, die langsam aufgehe. Dass sich diese so lange Zeit lassen würde, um zu erblühen, hätte Forte aber nicht erwartet: «Um in der Bildsprache zu bleiben: Die Tulpe ist nicht ganz offen. Wir liefern noch nicht die erwünschten Resultate.» Gerade mal zwei Punkte in vier Spielen hat Forte bisher geholt: «Das ist nicht genug.»

Doch der Zürcher betont, die Partie gegen Sion zuletzt sei wieder «ein grosser Schritt» nach vorn gewesen. Zweimal hätten sie geführt und dann unglücklich 2:3 verloren. Den Elan vom Auftritt im Wallis will Forte nun nach Basel mitnehmen: «Wir werden dem Meister sicher nicht Spalier stehen. Wir wollen den Sieg oder zumindest punkten.»

Viele Baustellen

Doch die Ausgangslage ist nicht eben günstig, obwohl die Bilanz gegen die Basler aus den letzten elf Partien – vier Siege, drei Remis, vier Pleiten – ausgeglichen ist: Neben den Langzeitverletzten sind Davide Callà sowie Frank Feltscher angeschlagen und Boris Smiljanic plagt sich weiter mit seinen Knieproblemen herum. Gerade beim Abwehrchef, der einen speziellen Vertrag bis 2019 (!) hat, stellt sich die Frage, wie es weitergeht. «Es ist noch kein Entscheid gefallen», sagt Präsident André Dosé, der am Donnerstag seinen 55. Geburtstag feierte, betont aber: «Hinten müssen wir uns verstärken.»

Selbiges gelte fürs Mittelfeld und den Sturm. Fündig geworden ist Dosé auf der Suche nach einem neuen Hauptsponsor. Man sei sich per Handschlag einig – «nur die Tinte auf dem Papier fehlt.» Unter dem ehemaligen Piloten und Swiss-Chef befindet sich GC offenbar im Steigflug.