Nach langer Krankheit

06. Februar 2019 20:55; Akt: 06.02.2019 21:22 Print

Fussball-Manager Rudi Assauer verstorben

Der frühere Bundesligaprofi und Funktionär Rudi Assauer ist im Alter von 74 Jahren gestorben. In den letzten Jahren litt er an Alzheimer.

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Trotz seiner Tätigkeit für Schalke 04 war Rudi Assauer eingetragenes Mitglied bei Erzrivale Borussia Dortmund. (Bild: Keystone/Guido Kirchner)

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«Wir sind tief betroffen und traurig. Wir wussten alle um seinen Gesundheitszustand. Rudi Asssauer ist der Architekt des modernen Schalke. Er hat unendlich viel für Schalke getan und wir werden sein Andenken immer in Ehren halten», sagte Schalkes Aufsichtsratsvorsitzender Clemens Tönnies.

Assauer starb am Mittwochnachmittag in seiner Wohnung in Herten, in Nordrhein-Westfalen. Sowohl seine Tochter Bettina Michel als auch seine Zwillingsschwester Karin waren bei ihm. 2012 war seine Erkrankung öffentlich geworden.

Als kompromissloser Verteidiger bestritt Assauer für Dortmund und Bremen über 300 Bundesligaspiele und gewann mit dem BVB 1966 als erste deutsche Mannschaft den Europacup. Doch legendär wurde er als Manager mit Macho-Image. Nach Lehrjahren in Bremen und einer ersten Amtszeit bei Schalke kehrte er 1993 nach Gelsenkirchen zurück und blieb bis 2006.

Uefa-Pokal und Goldene Kamera gewonnen

1997 gewann Schalke unter dem niederländischen Trainer Huub Stevens den UEFA-Cup im Final gegen Inter Mailand. 2001 und 2002 gewann das Team den Cup. Der Traum von der Meisterschaft blieb aber unerfüllt. 2001 verpasste Schalke den Titel ganz knapp. Erst in der Nachspielzeit der letzten Runde schnappte Bayern München mit dem 1:1 in Hamburg den Schalkern die Meisterschale noch weg. «Ich glaube nicht mehr an den Fussball-Gott», sagte Assauer anschliessend.

Assauer war ein Lebemann, der nie um einen Spruch verlegen war und sich auch in der Welt der Unterhaltung gut zurecht fand. von 2000 bis 2009 war er mit der Schauspielerin Simone Thomalla liiert. «Vom Fussball hat sie keine Ahnung, aber sonst ist die Alte schwer in Ordnung», sagte der stets Zigarren oder Zigarillos rauchende Manager - was ihm den Spitznamen Stumpen-Rudi einbrachte - in seiner typisch rauen, aber liebenswerten und ehrlichen Art. Für einen Bier-Werbespot wurden er und die spätere Tatort-Kommissarin 2006 mit der Goldenen Kamera ausgezeichnet.

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(sda)