Zu teuer und zu gross

14. Februar 2011 21:41; Akt: 15.02.2011 08:49 Print

GC-Abgang immer wahrscheinlicher

Die Grasshoppers werden die nächste Saison wohl nicht im Letzigrund spielen. Die Verhandlungen konzentrieren sich derzeit auf Aarau und Emmenbrücke.

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GC und der Letzigrund: Irgendwie hat's doch nie gepasst. (Bild: Keystone)

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Im Communiqué der Zürcher heisst es, der «Zentralvorstand des Grasshopper Club Zürich und der Verwaltungsrat der Neue Grasshopper Fussball AG bedauern den negativen Entscheid und die unflexible Haltung der Stadt Zürich». Auch, was eine (abgelehnte) Beteiligung der Stadt am in Dielsdorf-Niederhasli gebauten GC-Campus angeht, zeigte sich GC enttäuscht.

Andres Iten, Präsident des GC-Zentralvorstandes: «Die Stadt lässt uns mit ihrem Entscheid keine Wahl. Der GC gehört zur Stadt Zürich wie das Sechseläuten. Aber die Stadionsituation in der Stadt Zürich ist eine Katastrophe und eine Lösung nach wie vor nicht in Sicht. Aufgrund der unendlichen Verzögerungen beim neuen Stadion Hardturm hätten wir von der Stadt eine flexiblere Haltung erwartet.»

Drei Franken Verlust pro Zuschauer

Der Mietvertrag der Grasshoppers für das Stadion Letzigrund läuft seit 2010 und hätte noch bis im Sommer 2013 Gültigkeit. GC, so die Rechnung, müsste der Stadt Zürich als Betreiberin des Stadions jährlich gegen drei Millionen Franken bezahlen.

Urs Linsi, der Präsident der Neue Grasshopper Fussball AG, rechnete vor, pro Heimspiel-Zuschauer im Letzigrund würden die Grasshoppers drei Franken Verlust machen. Im Communiqué sagte der neue starke Mann beim Rekordmeister: «Offensichtlich ist die Stadt Zürich nicht daran interessiert, dass einer der traditionsreichsten Sportclubs der Schweiz hier weiterhin seine Heimspiele austrägt.»

Wie üblich in solchen Fällen lässt der genaue Wortlaut des GC-Communiqués einigen Interpretationsspielraum. «Die Verhandlungen des Clubs für die Heimspiele in der kommenden Saison konzentrieren sich derzeit auf die Standorte Aarau und Emmenbrücke», heisst es zum Beispiel. Oder: «GC plant ohne Letzigrund.» Das bedeutet, dass weder die Verhandlungen noch der Standort Letzigrund endgültig gestorben sind. Das letzte Wörtchen ist noch nicht gesprochen.

(sda)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • gczüri am 11.02.2011 17:57 Report Diesen Beitrag melden

    ciao ciao

    hurra hurra entlich raus aus dem schlachthof, was gibts schöneres? egal wohin, alles ist besser....

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  • Marc-André am 14.02.2011 22:29 Report Diesen Beitrag melden

    Lachnummer

    Damit verkommt der Zürcher Fussball definitiv zur Lachnummer. Hoffentlich reicht's noch für d'Schnitzelbängg! ;-)

  • Hans Nötig am 11.02.2011 20:08 Report Diesen Beitrag melden

    Stadt Zürich

    - Die Stadt Zürich baut einen Badi Kiosk für 5 Millionen. - Die Stadt Zürich baut die Milchbucktramstation für 2 Millionen um. - Die Stadt Zürich baut eine Verlängerung der Tram Linie 8 für 100 Millionen - Die Stadt Zürich subventioniert jeden Sitz in der Oper mit 300.-(?!) - Die Stadt Zürich stellt dem FC Zürich Bauland für einen eigenen Campus in Schwamendingen zur Vefügung. Als GC den Campus baute, hiess es, dass es in der Stadt keinen geeigneten Standort gäbe, dass man aber Bauland in Niederhasli kauft. 2 Vereine die je 50% bezahlen macht gleich viel Einnahmen wie 1 Verein der 100% zahlt!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • ANTI FUssball am 21.02.2011 11:49 Report Diesen Beitrag melden

    Hools

    Vielleicht gehen beiden Clubs endlich mal der Knopf auf, dass sie ihre Hools loswerden sollten. GC hat bis jetzt nur absagen bekommen wegen ihren randalierenden Fans. Gleich wird es dem FCZ gehen. Also schmeisst diese Hools und Ultras raus...

  • G. Müller am 18.02.2011 11:06 Report Diesen Beitrag melden

    Schlag ins Gesicht

    Liebe Politiker, welche Interesse hier verfolgt werden ist mir als Bürger, Steuerzahler und Fussball-Fan nicht ganz klar: 1. Stadionfrage XY ungelöst?? Dass mit einem Volksentscheid so umgegangen wird ist skandalös und sollte Konseqzenzen haben. Seit Jahren werden Millionen für Kulturbudgets ausgegeben und jeder Zürcher Fussball Fan wird seit Jahren ignoriert. Ihr macht die Stadt Zürich lächerlich! 2. 125 Jahre GCZ für Züri und das ist der Dank? Also: In Sachen Probleme lösen scheint es noch nicht so ganz zu klappen. Aber keine Sorgen, die nächsten Wahlen kommen schon bald!

  • Carlito am 18.02.2011 09:59 Report Diesen Beitrag melden

    Banken in die Pflicht nehmen-

    Wieso machen denn nun die Banken als Mitsponsoren des Vereins nicht mit? schliesslich haben sie nach dem ganzen Finanzdebakel der vergangenen Jahre Millionen von Franken gespart mit Steuergeschenken. und dies ist der Dank dafür! Man investiert in den Traditionsverein keine KOhle, entlöhnt dafür einmal mehr die Kadermitarbeiter besagter Banken mit enormen Boni!!! mit diesen Geldern hätte der GC Club die Gebüren sicherlich auf einige Jahre hinaus seinen Zoll an die Stadt entrichten können!!!

  • Beni Rosenberger am 17.02.2011 11:35 Report Diesen Beitrag melden

    Stadt Zürich in der Pflicht

    Seit der Volksabstimmung 2002, wobei ein neuer Hardturm überwältigend angenommen wurde, ist die Stadt Zürich in der Pflicht, diesen Volksauftrag umzusetzen. Leider war die rot-grüne Stadtregierung nie richtig bereit, diesen Volkswillen zu respektieren. Lieber baut man neue Velowege und Sozialwohnungen. Der 125-jährige Traditionsverein GC hat für die Stadt Zürich in der Vergangenheit viel Gratiswerbung gemacht. Man erinnere sich nur an die legendären Champions-Leage Spiele auf dem Hardturm. GC ist schon lange kein Bonzenklub mehr, sondern ein, in der Schweiz einmaliger Ausbildungsklub für Junge

  • Christian am 15.02.2011 22:33 Report Diesen Beitrag melden

    Stadt Zürich

    Die Stadt Zürich soll die 9 mio locker machen.Ich bin selber kein GCZ-Fan, aber es geht um dem traditionsklub und sind wir mal ehrlich, was sind schon 9 mio für dich angebliche Weltstadt Zürich ;)

    • mike am 16.02.2011 08:24 Report Diesen Beitrag melden

      Herr Linsi??

      Gc hin, GC her. Wenn GC nach Aarau geht ist das der Todesstoss für den Club. Das kann herr Linsi nicht schön Reden wie alles andere. Und der zentralvorstand solte entlich die Augen aufmachen und Reagieren. Herr Linsi ist in 5 Jahren sicherlich nicht mehr bei GC vorhanden, wie allen anderen vor Ihm auch nicht mehr.GC aber auch nicht mehr!! Wacht auf GC Fans...

    • Roger am 16.02.2011 11:13 Report Diesen Beitrag melden

      Nein

      Es sind schlicht 9 Millionen zu viel. Wenn ein Verein den Profi-Betrieb nicht finanzieren kann, weil er weder die Zuschauer noch die Sponsoren hat, dann hat der Verein im Profi-Sport nichts zu suchen.

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