Bald im Brügglifeld?

27. Januar 2011 10:52; Akt: 27.01.2011 11:10 Print

GC-Umzug nach Aarau zeichnet sich ab

Die Pläne der Grasshoppers, den Zürcher Letzigrund zum Ende der laufenden Saison zu verlassen, werden konkret. Momentan sind zwei Varianten für einen Umzug nach Aarau denkbar.

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Jubeln die GC-Spieler bald in Aarau? (Bild: Keystone)

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Die Nachricht schlug vor drei Wochen hohe Wellen: Die Grasshoppers haben den Mietvertrag für das Letzigrund-Stadion auf Juni 2011 gekündigt (20 Minuten Online berichtete). Als Grund führte Präsident Urs Linsi damals die zu hohen Kosten von zwei Millionen Franken jährlich an. Nur ein taktischer Poker, um neue Bedingungen auszuhandeln? Mitnichten. Das Schlusslicht der Axpo Super League macht jetzt nämlich Nägel mit Köpfen – und plant nach 125 Jahren tatsächlich den Wegzug aus der Stadt Zürich. Wie der «Blick» vermeldet, hat GC die Swiss Football League über konkrete Exil-Pläne informiert. Zudem sind Vertreter des FC Aarau und der Stadt Emmenbrücke eingeweiht worden. Demnach gibt es zwei Szenarien.

Erstens: Die Grasshoppers teilen sich ab nächster Saison mit dem Challenge-Ligist Aarau das Brügglifeld und ziehen dann mit dem FCA ins neue Aarauer Stadion Torfeld Süd – bis GC's eigenes Stadion in Zürich fertiggestellt sein wird (frühestens 2018). Oder womöglich gar für immer.

Zweitens: GC zieht für zwei bis drei Saisons nach Emmenbrücke und wechselt danach ebenfalls ins neue Aarauer Stadion. Diese Variante steht vor allem deshalb zur Diskussion, weil das altehrwürdige Brügglifeld eigentlich nicht mehr Super-League-tauglich ist. Allenfalls könnten die Grasshoppers für die Saison 2011/12 aber für die Lizenzerteilung von einer Sonderregelung profitieren – was aber nur geht, wenn sich die Zürcher dem Bauprojekt für das neue Aarauer Stadion noch anschliessen.

Nicht alle sind begeistert

Beim FC Aarau ist man grundsätzlich nicht abgeneigt, das Stadion mit den Zürchern zu teilen. «GC im Brüglifeld – das ist ein Szenario, das wir uns sicher vorstellen können», so Geschäftsführer Robert Kamer zum «Blick». Allerdings gebe es noch zwei, drei Knackpunkte. «Etwa das Problem der Sicherheit. Falls zum Beispiel gleichzeitig Züge aus Basel und Zürich in Aarau eintreffen.» Weniger begeistert zeigt sich der Kolumnist der «Aargauer Zeitung» im Bezug auf die Exil-Pläne der GC-Kicker: «Die Zürcher sollen mal schön dort bleiben, wo sie herkommen.»

Was halten Sie vom geplanten Umzug der Grasshoppers nach Aarau? Teilen Sie uns Ihre Meinung im Talkback mit.

(mon)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • gian pelikan am 27.01.2011 16:09 Report Diesen Beitrag melden

    Trauriger Fall

    Der traurige Fall vom ehemals reichsten und besten Verein der Schweiz....ein klassisches Beispiel von schweizerischem Missmanagement, wie man es bisher nur aus der Industrie kannte

  • Karli am 27.01.2011 11:31 Report Diesen Beitrag melden

    Top

    macht Sinn, guter Kontrast zum sonstigen Grössenwahn und den ewigen Ego-Touren im Sport.

  • Alexis am 27.01.2011 22:44 Report Diesen Beitrag melden

    Transport & weitere Gedanken

    Auf Blick.ch ist gestanden, dass man auch schon einen Sponsor für den Transport gefunden hat. Nur wie will man so viele Fans transportieren? (ja ihr dürft gerne die "hahaha ihr habt doch eh keine fans" Kommentare unterlassen.) Auch finde ich sollte die Stadt Zürich für die völlige Unfähigkeit die sie aufzeigte bei der Durchführung einer Volksabstimmung (HARDTURM) ein kleines 12'000 Temporärstadion auf dem Hardturm bezahlen. Für Kunst und Musikprojekte gibt man ja schliesslich JÄHRLICH einiges mehr aus als es (hoffentlich) kosten würde.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Jürg am 29.01.2011 13:48 Report Diesen Beitrag melden

    Hallenstadion?

    Wieso kann man nicht im hallenstadion spielen? mit geschlossenem dach, aber hat ja wohl kein platz für einen fussballrasen.

  • Luzerner am 28.01.2011 19:46 Report Diesen Beitrag melden

    Zürich

    GC soll angeblich auch den FC Luzern angefragt haben bezüglich Benutzung Gersag-Stadion in Emmen. Besitzerin dieses Stadions ist allerdings die Gemeinde Emmen und ab nächster Saison spielt dort gemäss gültigem Vertrag wieder wie gehabt der FC Emmenbrücke. Apropos: Wo ist eigentlich Zürich ganz genau, irgendwo zwischen Bern und St.Gallen?

  • Nic am 28.01.2011 12:41 Report Diesen Beitrag melden

    Provisorisches Stadion wie in Düsseldorf

    Warum wird für GC nicht so ein provisorisches Stadion wie in Düsseldorf gebaut (während des Eurovision Song Contest) für 10000 bis 15000 Zuschauer? Dort wird das Stadion für 3 Spiele (!!) nur genutzt. Peinlich, dass hier keine andere Lösung gefunden werden kann.

    • Sacha am 28.01.2011 15:53 Report Diesen Beitrag melden

      Provisorisches Stadion

      Und wer soll das bezahlen? Träum weiter

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  • Bierkurven-Gast am 28.01.2011 10:25 Report Diesen Beitrag melden

    Herr Linsi macht alles noch schlimmer

    Seit dieser Linsi (Busenfreund von Sepp Blatter) bei GC am Ruder ist wirds langsam peinlich mit dem ehemals so noblen Grasshoppers Club Zürich. Was hat GC in Aarau oder St. Gallen verloren...? Vielleicht hilft nur noch eine Fusion mit dem FC Winterthur, der seit Jahrzehnten vor sich hindarbt und ebenfalls auf keinen grünen Zweig kommt.

  • Ich am 28.01.2011 09:49 Report Diesen Beitrag melden

    ...

    Schade, die Derbies zwischen dem FCZ & den Grasshoppers gehört einfach dazu, zu hoffen ist das der GCZ das nächste Saison als neue Chance sieht wieder in die Axpo SL aufzusteigen. In meinem Herz brennt das FCZ-Feuer jedoch gehört der GCZ definitiv nicht nach Aarau! Der GCZ soll nächstes Jahr absteigen sein können zeigen & dann übernächste Saison in der SL mittspielen! Wir würden doch das Derby zwischen dem FCZ & den Grassgümper vermissen!