Schweizer-Nati

22. März 2011 22:03; Akt: 22.03.2011 22:27 Print

Gavranovic meldet seine Ansprüche an

von Andy Huber - Nati-Neuling Mario Gavranovic spricht vier Sprachen – nun will Schalkes Stürmer mit der Schweiz auf dem Spielfeld Antworten folgen lassen.

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Schalke-Jungstar Mario Gavranovic misst zwar nur 1,75 m, doch mit der Nati hat er grosse Ziele. (ap)

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Schalkes Jungstar ist zwar erst 20 Jahre alt, doch der 1,75 m kleine Stürmer meisterte den grossen Ansturm der Fans und der Medien im Teamhotel der Nati in Feusisberg wie ein alter Hase. Hier ein Autogramm, da ein Posieren fürs Fotoalbum der Anhänger – und die vielen Fragen der Journalisten konterte der Stürmer in souveräner Manier. Kein Wunder: Der Tessiner mit kroatischen Wurzeln spricht neben Kroatisch auch Italienisch, Französisch und Deutsch.

Und der Wirbelwind, der beim 3:1-Sieg im Rückspiel des Champions-League-Achtelfinals gegen Valencia vor zwei Wochen das zweite Tor für Schalke erzielte und damit internationale Berühmtheit erlangte, gibt keineswegs nur Allgemeinplätze von sich. Auf die Frage, ob er sich mit ganzem Herzen für die Schweizer Nati und nicht für die kroatische Auswahl entschieden habe, antwortete Gavranovic mit energischem Ton: «Ich hoffe, wir sprechen jetzt nicht mehr darüber. Ich bin diesem Aufgebot mit Freude gefolgt. Ich bin nicht hier, um auf der Bank oder Tribüne zu sitzen. Ich bin da, um zu spielen!»

Dass aber Gavranovic bereits am Samstag in Sofia seine Premiere im Schweizer Dress feiern darf, ist eher unwahrscheinlich. Noch zu gross ist die Konkurrenz in der Offensive mit Alex Frei, Marco Streller, Hakan Yakin und Eren Derdiyok. Sollte er gegen Bulgarien dennoch eingewechselt werden, dann werde er alles geben, versprach Gavranovic, der Schalkes Oldie Raúl (34) als grosses Vorbild hat. «Ich schaue beim Training genau hin, wie er sich bewegt, von ihm kann ich noch eine Menge lernen», schwärmt Raúls «Zauberlehrling» vom spanischen Superstar.

Wer solche Lehrmeister hat, braucht sich um seine Karriere wohl keine Sorgen zu machen – auch in der Nati nicht.