Europe League

23. Februar 2011 22:45; Akt: 23.02.2011 22:12 Print

Gefrorene Fussbälle und der Traum vom Coup

Heikle Aufgabe für die Young Boys. Die Berner müssen beim russischen Champion Zenit St. Petersburg einen 2:1-Vorsprung verteidigen.

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Erkennbar am Laufstil: Die YB-Spieler im St. Petersburger Petrowski-Stadion. (Keystone)

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Für die Berner heisst es am Donnerstag im Petrowski-Stadion, kühlen Kopf zu bewahren. Bei mindestens -12 Grad in St. Petersburg ist das zumindest klimatisch kein allzu schwieriges Unterfangen.

Das vorherrschende Thema rund um die Partie ist das gewaltige Hoch über Russland, das arktische Temperaturen mit sich bringt. Einen Vorgeschmack auf die eisigen Verhältnisse erhielten die Young Boys in den beiden Trainings vom Dienstag und Mittwoch. «Ich erkenne die Mitspieler an ihrem Laufstil», witzelte Scott Sutter, der wie alle anderen dick eingepackt war und sein Gesicht mit einem Tuch schützte. «Weil auch die Bälle gefroren schienen, tat es ein bisschen weh, einen langen Pass zu schlagen.»

Trainer Vladimir Petkovic fordert von seiner Mannschaft, die vor Wochenfrist vom Anfangstempo des Gegners überrumpelt worden ist, eine um «10 bis 20 Prozent bessere Leistung, taktische Disziplin und mehr Entschlossenheit». Angst vor dem Uefacup-Sieger von 2008 hat Petkovic keine: «Das ist keine Übermannschaft. Wir haben mehrmals gezeigt, dass wir auf internationaler Ebene mithalten können, selbst wenn es uns nicht optimal lief.»

Gegen YB spricht die Auswärtsbilanz in dieser Europacup-Saison. Mit Ausnahme des Coups in der CL-Qualifikation gegen Fenerbahçe (1:0) haben die Berner alle Partien in der Fremde verloren. Sie bewiesen immerhin aufsteigende Tendenz: 0:4 (Tottenham), 0:3 (Stuttgart), 0:2 (Odense) und 0:1 (Getafe) lauteten die Resultate. «Wenn diese Zahlenfolge weitergeht, würde es uns ja zum Weiterkommen reichen», sagte Petkovic lächelnd.

(SCO/sda)