Super League

28. April 2019 18:17; Akt: 29.04.2019 07:33 Print

Odey schiesst Zürich zum Sieg

Dem FCZ gelingt gegen Sion der Befreiungsschlag. Basel bezwingt derweil St. Gallen, YB und Lugano trennen sich unentschieden.

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Der FC Zürich findet in der Super League zum Siegen zurück. Drei Tage nach dem Cup-Aus gegen Basel gelingt ihm zuhause gegen Sion mit einem 1:0 ein Befreiungsschlag. Stephen Odey erzielte den goldenen Treffer in der 69. Minute. Er gewann nach einem Corner von Antonio Marchesano das Kopfballduell gegen Quentin Maceiras.


Odey erzielt den einzigen Treffer der Partie (Quelle: SRF)

Chancen für weitere Tore gab es auf beiden Seiten, vor allem zwischen der 59. Minute und dem 1:0 war viel los. Unter anderem trafen Pajtim Kasami für Sion in dieser Phase den Pfosten und Mirlind Kryeziu für den FCZ die Unterlatte. Zudem streifte ein Schuss von Bastien Toma die Latte des Zürcher Tores.

Dem FCZ gehörte gemessen an den Chancen und Spielanteilen die erste Halbzeit, Sion die zweite. In der Schlussphase wurde Sions Captain Xavier Kouassi zum fünften Mal in der Super League des Feldes verwiesen. Er sah wegen eines Fouls die zweite Gelbe Karte.

Der Sieg kam für den FCZ, bei dem Trainer Ludovic Magnin seine Sperre in der Loge absass, zum richtigen Zeitpunkt. Das zwischenzeitlich auf einen Punkt geschmolzene Polster auf den Barrageplatz beträgt nun wieder vier Punkte.

St. Gallen findet sich im Abstiegskampf wieder

Mit dem 0:3 gegen Basel, der achten Heimniederlage in dieser Saison, rutscht der FC St. Gallen wiederum mitten in den Abstiegskampf. Der in allen Belangen überlegene FCB bleibt in diesem Jahr ungeschlagen. Ricky van Wolfswinkel mit einem Kopfballtor in der 21. Minute nach Massflanke von Blas Riveros, Samuele Campo (65.) nach herrlichem Doppelpass mit Kevin Bua sowie Valentin Stocker (82.) erneut nach einem Assist von Bua markierten die Treffer im einseitigen Kräftemessen. St. Gallen fehlte es weder an Einsatz und Willen, sondern schlicht an Klasse und Qualität, um Basel Paroli bieten zu können. Die Mannschaft von Peter Zeidler wirkt stumpf, ideenlos, verunsichert und unentschlossen. Stets wurde mit dem gleichen System versucht, den Ball ins gegnerische Tor zu kombinieren, statt Spielverlagerungen vorzunehmen oder entschlossen aus der Distanz das Glück zu suchen. Zudem fehlt es an der Passqualität und am Umsetzungsvermögen.

FCB-Trainer Marcel Koller rotierte, was den Spielfluss aber keinesfalls störte. Die Gäste liessen St. Gallen geschickt laufen, machten die Räume eng und konterten, einmal in Ballbesitz, genau, schnell und gekonnt. Das Resultat widerspiegelt die klaren Verhältnisse. Es bestand in diesem Spiel vor 13'755 Besuchern ein Klassenunterschied.

YB mit Remis zum Jubiläum

Im vierten und letzten Saisonspiel gegen Lugano geben die Young Boys erstmals einen Punkt ab. Vier spektakuläre Tore im Stade de Suisse führen zum gerechten 2:2. Am Jahrestag der unvergesslichen Meisternacht von 2018 sahen die über 27'000 Zuschauer über einige Spielphasen Leerlauf, aber auch Spektakel und vor allem wunderschöne Tore. Dazu gehörte nach bereits acht Minuten das Tor von Luganos brasilianischem Stürmer Carlinhos. Er tauchte am näheren Pfosten auf eine Hereingabe von Numa Lavanchy und kam dem ebenfalls tauchenden Sandro Lauper ein paar Zentimeter zuvor. Der Kopfball kam aus spitzem Winkel, dennoch konnte Goalie David von Ballmoos nicht reagieren.

Noch vor der Pause kam die Zeit von Guillaume Hoarau. Zuerst verwertete der Franzose eine genaue Flanke von Christian Fassnacht mit einem unhaltbaren Kopfball, à la «Air France» eben. Das 2:1 dürfte wohl als eines der schönsten Tore der Saison bewertet werden. Hoarau stoppte eine Kreuzflanke von Djibril Sow zuerst mit dem Aussenrist und dann mit der Brust. Im Fallen und fast schon am Boden liegend, schlug er den Ball mit einer Art Sensenschuss in die nähere Torecke. Es waren die Saisontore Nummern 19 und 20 des angehenden Torschützenkönigs.

Auch Carlinhos durfte Tore zählen. Als er zwölf Minuten nach der Pause ein Zuspiel von Alexander Gerndt verwertete, war dies bereits der 13. Treffer in der Meisterschaft. Bis auf eine grosse Chance der Berner wenige Minuten vor Schluss war danach im Stade de Suisse nicht viel los. Nicht viel im Spiel, aber sehr viel mit den Feierlichkeiten. In der 89. Minute, in der Jean-Pierre Nsame vor einem Jahr im Match gegen Luzern den Meistertitel herausgeschossen hatte, begannen die Zuschauer mit eine beeindruckenden Choreographie.

Für die Luganesi ist das Ergebnis sehr positiv. Sie haben keines der letzten neun Meisterschaftsspiele verloren.

Telegramme und Rangliste:

Zürich - Sion 1:0 (0:0) 8904 Zuschauer. - SR San.

Tor: 69. Odey (Corner Marchesano) 1:0.

Zürich: Brecher; Maxsö, Bangura, Mirlind Kryeziu; Untersee (6. Charabadse), Domgjoni, Rüegg, Schönbächler (82. Nef); Marchesano; Odey, Ceesay (69. Kololli).

Sion: Fickentscher; Maceiras, Kouassi, Ndoye, Abdellaoui; Grgic (82. Adryan), Kukeli (74. Djitté); Toma, Kasami, Lenjani; Uldrikis.

St. Gallen - Basel 0:3 (0:1) 13'755 Zuschauer. - SR Erlachner.

Tore: 21. van Wolfswinkel (Riveros) 0:1. 65. Campo (Bua) 0:2. 82. Stocker (Bua) 0:3.

St. Gallen: Stojanovic; Hefti (45. Wittwer), Vilotic, Stergiou (74. Kutesa), Lüchinger; Quintillà (46. Nuhu); Sierro, Ashimeru; Bakayoko, Rapp, Barnetta.

Basel: Omlin; Widmer, Cömert, Suchy, Riveros; Xhaka (61. Frei), Kuzmanovic; Zhegrova (46. Bua), Campo (81. Zuffi), Stocker; Van Wolfswinkel.

Young Boys - Lugano 2:2 (0:1) 27'053 Zuschauer. - SR Bieri.

Tore: 8. Carlinhos (Lavanchy) 0:1. 34. Hoarau (Fassnacht) 1:1. 45. Hoarau (Sow) 2:1. 57. Carlinhos (Gerndt) 2:2.

Young Boys: Von Ballmoos; Mbabu, Lauper, Von Bergen, Garcia (85. Lotomba); Aebischer; Fassnacht, Gaudino (73. Nsame), Sow, Assalé (69. Schick); Hoarau.

Lugano: Baumann; Sulmoni, Maric, Vecsei, Daprelà; Lavanchy, Sabbatini, Vecsei, Crnigoj (52. Bottani); Carlinhos, Sadiku (64. Mihajlovic), Gerndt.

Fussball

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • zesi am 28.04.2019 17:54 Report Diesen Beitrag melden

    Van Eck sei Dank!

    Magnin brauchts nicht mehr an der Linie!

  • Ein Neutraler am 28.04.2019 18:00 Report Diesen Beitrag melden

    Super FCB - Pfui YB

    Als Zürcher muss ich sagen, dass sich der FCB vorbildlich verhält und noch jedes Spiel ernst nimmt und somit die Meisterschaft nicht verfälscht im Gegensatz zu YB.

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  • BENNO am 28.04.2019 18:04 Report Diesen Beitrag melden

    Neue Besen....

    Somit hat sich der Trainer - Wechsel beim FCZ bereits ausgezahlt. Weiter so Rene van Eck!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • gelb-schwarzer am 29.04.2019 09:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    wow

    was heute wieder so alles über den bsc geschrieben wird ob jetzt wahr oder nicht spielt keine rolle, abgedruckt wird es eh!! im gegensatz zu meinen kommentaren die man ja nicht veröffentlichen darf wegen zu wenig gemotz über den bsc.

  • Rene Obfelden am 29.04.2019 08:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    FCSG im Sumpf

    Der FCSG rutscht immer tiefer in den Sumpf. Aber eigentlich ist er dort angelangt, wo er sportlich hingehört. An das Ende der Tabelle. Es tut mir wirklich leid für die Fans, welche wahrscheinlich die treusten und besten der Schweiz sind, aber die Mannschaft ist den Fans nicht würdig. Früher hat man zwar auch ab und zu gegen schwächere Mannschaften verloren, aber dafür auch mal gegen bessere gewonnen. Heute verliert man leider auch gegen die und darum ist der jetzige Platz mehr als gerechtfertigt. Zum Glück gibt es noch andere Mannschaften denen es gleich geht, dass ist die einzige Hoffnung.

  • Patrik am 28.04.2019 23:24 Report Diesen Beitrag melden

    Oh FC St. Gallen

    St. Gallen wird absteigen und den Club interessiert`s nicht einmal. Es wird weiterhin alles schön geredet.

  • Sancho Carlota am 28.04.2019 21:08 Report Diesen Beitrag melden

    SFL

    Wenn Canepa den Magnin behalten will muss ihn eben die SFL weiter sperren. Nur so kann der weiter FCZ Punkte holen.

  • Fred Knall am 28.04.2019 21:06 Report Diesen Beitrag melden

    St.Gallen

    findet sich im Abstiegskampf wieder..das geht runter wie Bratwurst mit Senf. Jenen denen es jetzt den Magen umdreht..ihr könnt dieses Magenbrennen mit eurer städtischen Pfütze spülen.