DFB-Pokal

05. Februar 2020 09:54; Akt: 05.02.2020 15:02 Print

Hertha-Spieler weint nach Rassismus-Vorfällen

Jordan Torunarigha wurde im Cupspiel zwischen Hertha und Schalke Opfer von rassistischen Beleidigungen. «Das ist menschlich abstossend», sagt Berlin-Captain Stark.

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Ein Rassismus-Skandal im Cup-Achtelfinal zwischen Schalke und Hertha schüttelt den deutschen Fussball durch. «Er hat auf dem Platz geweint und wollte aufhören», sagte Schalkes Benito Raman. Zuvor war Hertha-Verteidiger Jordan Torunarigha offenbar wiederholt rassistisch beleidigt worden. Der DFB-Kontrollausschuss hat am Mittwoch Untersuchungen eingeleitet. Der Verband bittet den Spieler und dessen Verein um eine Stellungnahme.

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Raman, der Schalke in der Verlängerung zum 3:2-Sieg schoss, habe Torunarigha Mut zugesprochen und ihm gesagt, dass er weitermachen solle. Auch Hertha-Captain Niklas Stark habe versucht, den Deutschen mit nigerianischen Wurzeln zu beruhigen. «Der war heulend auf dem Platz. Da fragt man schon mal, was los ist.» Sein Teamkollege habe ihm «von Affenlauten und sonst was» erzählt.

«So was geht überhaupt nicht. Das ist menschlich abstossend», verlieh Stark seinem Ärger Ausdruck. «Wenn das Signal gekommen wäre, wäre ich ganz klar mitmarschiert, und wir hätten das Spielfeld gemeinsam verlassen. Ich weiss nicht, was man dagegen machen soll. Man will ja trotzdem Fussballspielen. Der erste Schritt ist einfach, dass wir als Mannschaft hinter Jordan stehen und die Stimme erheben. So was geht nicht.»

«Da braucht man dann Fingerspitzengefühl»

Auch Trainer Jürgen Klinsmann sprach von «mehrfachen» verbalen rassistischen Verletzungen gegen seinen Spieler. «Der Junge ist beleidigt worden», so Klinsmann. Er ärgerte sich auch über die gelb-rote Karte, die Torunarigha in der Verlängerung noch kassierte. Der 22-Jährige war gefoult worden und warf aus Frust einen Getränkekasten zu Boden. «Er war schon aufgepusht, und in dieser Situation muss man ihm nicht noch die zweite gelbe Karte geben – da braucht man dann Fingerspitzengefühl.»

Torunarigha selbst hat sich noch nicht zum Vorfall und zu seiner emotionalen Reaktion geäussert. Die Verantwortlichen von Schalke meldeten sich aber bereits zu Wort und entschuldigten sich beim jungen Chemnitzer. «Ich möchte mich im Namen des FC Schalke 04 entschuldigen. Wir alle wissen: Das gehört sich nicht», so Coach David Wagner. Sportvorstand Jochen Schneider kündigte zudem an: «Wir werden alles dafür tun, dass wir diejenigen, die dafür verantwortlich sind, ausfindig machen und mit Konsequenzen belegen.»


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(lai)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Urs Meier am 05.02.2020 10:45 Report Diesen Beitrag melden

    Meine Gedanken

    Egal welche Hautfarbe, Rasse oder Herkunft. Wer heute eine rassistische Denkweise hat, ist weit in der Vergangenheit zurückgelblieben und sollte sich ernsthafte Gedanken über der psychischen Zustand machen. Einfach peinlich solche Menschen. Von wo kommt das? Keiner hat sich sein Paket zusammengestellt, ob weiss oder schwarz. Ob Schweizer oder Albaner. Du bist einfach ein Menschen und fertig. Lebe, lass andere in Ruhe, sei nicht neidisch und versuche den Frieden zu bewahren.

  • Rene Hofmann am 05.02.2020 10:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Das geht gar nicht!

    Rassisten gehören ins Gefängnis nicht ins Stadion!

  • Martin Müller am 05.02.2020 12:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden
    Giphy Giphy

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    Egal welche Hautfarbe, Rasse oder Herkunft. Wer heute eine rassistische Denkweise hat, ist weit in der Vergangenheit zurückgelblieben und sollte sich ernsthafte Gedanken über der psychischen Zustand machen. Einfach peinlich solche Menschen. Von wo kommt das? Keiner hat sich sein Paket zusammengestellt, ob weiss oder schwarz. Ob Schweizer oder Albaner. Du bist einfach ein Menschen und fertig. Lebe, lass andere in Ruhe, sei nicht neidisch und versuche den Frieden zu bewahren.

  • Rene Hofmann am 05.02.2020 10:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

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