Nati-Krise

27. März 2011 16:18; Akt: 27.03.2011 21:40 Print

Hitzfeld schlechter als Hodgson

von Herbie Egli - Ottmar Hitzfelds Bilanz nach eineinhalb Jahren als Nati-Trainer wird immer schlimmer. Sie ist nur noch knapp besser als jene von Vorgänger Köbi Kuhn.

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Ottmar Hitzfeld, Köbi Kuhn und Roy Hodgson: Diese drei Trainer führten die Schweizer Fussball-Nati seit den 90er-Jahren an drei EM- und ebenso viele WM-Endrunden. Das nächste grosse Turnier, die EM 2012 in Polen und der Ukraine, findet nach dem blamablen 0:0 gegen Bulgarien mit grosser Wahrscheinlichkeit ohne die Eidgenossen statt.

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Während Hitzfeld bei seiner Verpflichtung am 1. Juli 2008 wie ein Messias willkommen geheissen wurde, schwindet seine Beliebtheit immer mehr. Viele verstehen seine auf Sicherheit ausgelegte Taktik nicht und wollen mehr Spektakel sehen. Dass der 62-jährige Lörracher seine Akteure eher passiv einstellt, dass sie in erster Linie ein Spiel nicht verlieren, schlägt sich auch buchhalterisch nieder. Von 28 Spielen unter Hitzfeld hat die Nati deren elf gewonnen, spielte zehn Mal Unentschieden und ging sieben Mal als Verlierer vom Platz. Das Torverhältnis münzt sich mit 35:24 auf die Resultate um.

Köbi Kuhn feierte in seinen ersten 28 Spielen ebenfalls elf Siege. Nebst sechs Unentschieden gab es aber elf Niederlagen zu verzeichnen. Das sind vier mehr als unter Hitzfeld. Hier weist «Köbi National» also eine schlechtere Bilanz aus als sein Nachfolger. Dafür waren die Spieler unter Kuhn treffsicherer. 40 Mal trafen sie ins gegnerische Netz. Die Mannschaft erhielt aber auch 37 Gegentreffer, was wiederum eine schlechtere Quote ist als beim aktuellen Nati-Trainer.

Hodgsons Traumzahlen

Unter dem letzten, erfolgreichen Nati-Coach schoss die Schweiz nicht nur am meisten Tore, sie feierte auch mehr Siege. 15 Mal jubelten die Spieler in den ersten 28 Spielen von Roy Hodgson. Mit 50 Treffern wurden sogar fünfzehn Tore mehr erzielt als jetzt bei Hitzfeld. Gegentore waren es mit 24 gleich viele. Wäre Hodgson nach drei Jahren als Nati-Trainer nicht zu Inter Mailand gegangen, hätte es vermutlich keine sechsjährige Durststrecke ohne grosses Turnier gegeben, bis Kuhn die Nati wieder auf Erfolgskurs brachte.

Wann Hitzfeld die Nati wieder auf die Siegerstrasse zurück führt, ist schwer abzuschätzen. Die nächste Chance dazu bietet sich am 4. Juni. Dann sind die Eidgenossen in der EM-Qualifikation in England zu Gast. Ein Sieg beim Tabellenleader wäre aber eine Überraschung. Immerhin würden die drei Punkte dazu führen, dass die Teilnahme an der Endrunde 2012 immer noch nicht definitiv vom Tisch ist.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Alex aus Thalwil am 27.03.2011 18:00 Report Diesen Beitrag melden

    Der Trainer und die Spieler...

    Naja mein lieber Mr. Hitzfeld. Am besten gehst du dort zurück wo du am meisten Erfolg gehabt hast....Bayern München...Dort stimmte wenigstens die Chemie...Die Schweizer Nati braucht nicht nur ein guter Trainer, sondern eine andere Einstellung...und das nicht nur auf dem Spielfeld, sonst bleibt ihr die Ewigen verlierer...

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  • Hopp Schwiiz am 27.03.2011 18:06 Report Diesen Beitrag melden

    Neuanfang

    Mit Lucien Favre als Coach käme Spielkultur plus eine offensive Ausrichtung in die Mannschaft...Das könnte ja leider wohl erst 2014 der Fall sein...

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  • Giovanni Trappatoni am 27.03.2011 21:58 Report Diesen Beitrag melden

    Flasche Leer

    Die Schweizer Nati hat mich noch NIE überzeugt seit Hitzfeld Trianer ist. Die trostlosen Auftritte haben mich sogar geschockt...(Luxemburg, Malta, etc..). Warum Verlängert der Verband mit Hitzfeld?? Hmm..

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Karl Dahlke am 31.03.2011 11:47 Report Diesen Beitrag melden

    Reissleine

    der Trainer sowie einige Spieler haben den Erfolgshunger altershalber verloren.so wird das nichts mit der EM-Quali. Hitzfeld sollte Grösse zeigen und zurücktreten.Frei dasselbe.Und Streller soll seinen Nachwuchs hüten. Auf dem Spielfeld ist das Mittelfeld zu stärken so das neue junge Stürmer auch zu Bällen kommen

  • Andy am 28.03.2011 15:11 Report Diesen Beitrag melden

    Anspruch & Wirklichkeit...

    Hitzfeld versagt ganz klar. Wobei man realistischerweise sehen muss, dass wir in den letzten 10 Jahren NIE grandios Fussball gespielt haben. Ich sehe das gleiche Gekicke wie unter Köbi. Die EM/WM Qualifikationen und die FIFA-Weltrangliste täuschen nunmal über den Fakt hinweg, dass wir eigentlich nicht viel besser sind als Österreich, Malta, Estland, etc... WENN überhaupt.

  • jung am 28.03.2011 13:45 Report Diesen Beitrag melden

    Junge!!

    Hitzfeld kann da auch nichts machen wenn diese Pfeifen einfach nicht treffen!! Unglaublich!! Die alten müssen ausgemustert werden, unser U21 Nati wäre viel besser geeignet!! Nehmt mehr junge und raus mit den alten Hasen! Hitzfeld ist nach wie vor ein top trainer aber er sollte mut beweisen und sich zu den Jungen bekennen!!

    • ..,m, am 28.03.2011 14:42 Report Diesen Beitrag melden

      Hitzfeld

      Hitzfeld ist nicht der richtige Trainer für die Schweiz... Man bräuchte einen Thorsten Fink oder so der jedes Spiel gewinnen will!! Egal gegen England oder gegen Liechtenstein!!

    • thorsten am 30.03.2011 17:35 Report Diesen Beitrag melden

      auf keinen fall!

      ..,m du bist wohl fcb fan, wenn du fink in der nati haben willst... niemals. hitzfeld macht das schon gut. er hat einfach nicht das nötige kader und das sollte man auch nicht von der schweiz erwarten. die erwartungen sind viel zu hoch.

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  • Verärgerter Fan am 28.03.2011 12:21 Report Diesen Beitrag melden

    Neue Fussballer braucht die Nati

    Jetzt ist die Gelegenheit, unsere Fussballnati auf Vordermann zu bringen und die Altlasten (Frei und Co) zu entsorgen. Das muss sofort geschen und für die restlichen, unwichtigen Qualispiele können bereits neue Leute getestet werden. Die U21 hats ja vorgemacht im letzten Jahr.

  • Mario am 28.03.2011 11:20 Report Diesen Beitrag melden

    Auch Messi

    Auch ein Hochgelobter Messi braucht vor allem eines: Nämlich brauchbare Pässe, und davon nicht nur 1 oder 2 während 90 Minuten! Auch ein Messi braucht oft viele Chancen bis der Ball im Tor ist.Also, wie soll ein CH-Stürmer Tore schiessen, wenn er KEINE gelegenheit dazu bekommt?Dort liegt der Hund begraben.

    • Flack am 28.03.2011 11:35 Report Diesen Beitrag melden

      Zurück zu den Basics!

      Nun gut, ich versteh aber auch nicht wieso die Schweizer selbst vor dem Tor noch 23469 hin und her passen. Es wäre doch so einfach - Siehe England. Die brauchen vom Torhüter in's Tor 3 Pässe (!! siehe Wales). mehr nicht! auch andere Topmannschaften spielen einfache Spielzüge, die dafür effizient! Die Schweizer hingegen verrennen sich in kompliziertes gekicke ohne Struktur. Tore sind fast ausschliesslich Zufallsprodukte. Das kanns nicht sein! Das muss doch auch ein Trainer vom Format eines Hitzfeld sehen!

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