Super League

08. Dezember 2018 21:58; Akt: 09.12.2018 09:35 Print

Hoarau erlöst die Young Boys

Thun blieb im Berner Derby gegen die Young Boys für einen grossen Effort unbelohnt. Joker Hoarau schos für YB in der Nachspielzeit das 3:2.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Regelmässige Beobachter der Super League dürften sich bei den Spielen der Young Boys zuletzt stark an den Holywood-Film «Und täglich grüsst das Murmeltier» erinnert gefühlt haben. Gegen Thun lieferte der Leader einen weiteren Beweis für die derzeitige Überlegenheit in der hiesigen Meisterschaft.

Zweimal ging Thun in Führung, zweimal schlug YB zurück. Das entscheidende Tor blieb Guillaume Hoarau bei seinem Comeback nach überstandener Knöchelverletzung vorbehalten. Der Franzose traf in der 92. Minute nach einem Freistoss per Kopf.

Thuns spezieller Plan

Thuns Coach Marc Schneider hatte vor dem Derby durchblicken lassen, dass er sich einen speziellen Matchplan für das Spiel gegen die Young Boys ausgedacht hatte. Schneider liess mit einer Dreierabwehr spielen, die bei gegnerischem Ballbesitz zu einer Fünferabwehr umfunktioniert wurde. Es war sein Versuch, die torgefährlichste Super-League-Offensive in Schach zu halten. Schneiders Strategie schien lange Zeit aufzugehen, im Schlussspurt fehlte den Thunern wie zuletzt auch schon dem FC Basel allerdings die Power, um körperlich dagegen zu halten.

In den Startminuten war den Thunern anzumerken, dass sie nicht im gewohnten System agierten. YB brachte sich in den ersten 20 Minuten einige Male in gute Abschlussposition, ohne diese allerdings auszunutzen. Mit Fortdauer der ersten Halbzeit griffen die Rädchen im Thuner Abwehrverbund allerdings immer besser ineinander. Sechs Minuten vor der Pause brachte Marvin Spielmann den Aussenseiter mittels schönem Schlenzschuss aus 20 Metern sogar in Front.

Die Young Boys sparten sich ihre Reaktion einmal mehr für den zweiten Durchgang auf. Miralem Sulejmani glich mit seinem 6. Saisontreffer für YB erstmals aus. Auf die neuerliche Führung Thuns durch Kevin Bigler (69.), der im 58. Super-League-Spiel erstmals traf, fanden die Young Boys vorerst keine Antwort. Es brauchte ein Eigentor von Miguel Rodrigues - der 22-Jährige Verteidiger wollte ein Flanke klären, traf den Ball aber unglücklich mit dem Schienbein, von wo aus der Ball ins eigene Tor sprang -, um erneut auszugleichen. Dann folgten die Nachspielzeit, der Freistoss von Sulejmani und der Kopfball von Hoarau.

Young Boys - Thun 3:2 (0:1)
27'314 Zuschauer. - SR Jaccottet. - Tore: 39. Spielmann 0:1. 56. Sulejmani 1:1. 69. Bigler 1:2. 84. Rodrigues (Eigentor) 2:2. 92. Hoarau 3:2.
Young Boys: Von Ballmoos; Seydoux, Camara, Lauper, Benito; Fassnacht, Sanogo, Aebischer (79. Bertone), Sulejmani; Nsame (70. Hoarau), Assalé (73. Moumi Ngamaleu).
Thun: Faivre; Glarner, Gelmi, Rodrigues; Tosetti, Fatkic (57. Bigler), Hediger, Karlen, Joss (71. Facchinetti); Spielmann (77. Salanovic), Sorgic.
Bemerkungen: Young Boys ohne Mbabu (gesperrt), Von Bergen, Sow, Wüthrich und Lotomba (alle verletzt). Thun ohne Stillhart, Sutter (gesperrt), Costanzo, Hunziker, Righetti (alle verletzt). Verwarnungen: 9. Hediger (Foul). 19. Lauper (Foul). 20. Tosetti (Foul). 23. Spielmann (Foul). 24. Sulejmani (Unsportlichkeit). 67. Karlen (Foul).

Fussball

(sda)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • YB fan am 08.12.2018 22:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bravo

    Bravo YB ... Gruess uss Basel

    einklappen einklappen
  • Don Logan am 08.12.2018 22:59 Report Diesen Beitrag melden

    früher Schweizer Meister

    Wenn das so weitergeht steht YB im April schon als Schweizer Meister da, egal ich gratuliere auch als FCB Fan.

    einklappen einklappen
  • Leon Ramirez am 08.12.2018 23:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Immer dieselbe Leier

    Wenn man diesen Bericht liest, könnte man meinen, Thun hätte das Spiel klar dominiert. Was für ein Schrott hier wieder geschrieben wird. Thun hatte einfach grosses Glück, dass es keine Kanter Niederlage gab. YB War drückend überlegen und konnte dies einfach nicht in Tore umsetzen.

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • socom am 09.12.2018 19:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    eilmeldung

    der berner bär wurde von mir in der basler kurve gesehen. mit basel fanschal.

    • susi am 10.12.2018 06:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @socom

      und sein kolleg war sicher fan(aticer) und mama bär :)

    einklappen einklappen
  • Chlous am 09.12.2018 16:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kantönligeist

    Bin YB fan und musste sagen hätte dem FC Thun die Punkte gegönnt.Ich verliere lieber gegen Thun als gegen die anderen.

  • ...ich träume... am 09.12.2018 14:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    YB spielt nie abseits

    ...und die Eigentore der Gegner sind in Wirklichkeit Tore von YB...und keine geschenkten Tore...

  • Fairer YB Fan am 09.12.2018 14:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Spitzenkampf

    War im Stadion. YB klar dominant aber Thun sehr effizient und ihre Stärken bestmöglich ausgespielt. YB hatte viel Pech und Unvermögen im Abschluss und Thun hat diesem Spitzenkampf des Nens würdig gemacht...In der Rückrunde sollte YB trotz dominanz viel effizienter werden, sonst können solche Spiele in Zukunft wie auch schon in der Vergangenheit andersum kippen.

    • thuner fan am 10.12.2018 06:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Fairer YB Fan

      ja zurzeit sind viele modefans im Stadion von yb

    einklappen einklappen
  • BananeBieger am 09.12.2018 13:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Berner Bär Don Höfi YB Fanaticer

    Ich sass gestern mit meinen Kollegen Berner Bär, Don Höfi und YB Fanaticer im Stadion und verfolgte das packende Spiel zwischen der ersten und zweiten Mannschaft von YB. Heute nehmen wir zusammen mit meinen anderen Kollegen vom FCZ im Joggeli Platz. Ich hoffe, dass niemand provoziert. Ich bin zwar der grösste FCB Fan hierzulande, unterstütze aber aufgrund der aktuellen Tabellensituation auch den FCZ und werde mich nach 80 Minuten definitiv entscheiden, ob ich die FCB oder FCZ-Weihmachtsmütze trage. Hopp FCB und FCZ.

    • DonBärBanana(ticer) am 09.12.2018 13:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @BananeBieger

      und danach gehts ab zum gemütlichen 4er Plausch in der Muttenzer Herrensauna

    einklappen einklappen