Remo Freuler

08. November 2016 22:14; Akt: 08.11.2016 22:14 Print

In Italien nennen sie ihn «Iceman»

von E. Tedesco - Innert vier Jahren von der Challenge League zum Stammspieler in der Serie A und seit Montag ist Remo Freuler nun auch Schweizer Nationalspieler.

Das sagt Remo Freuler über seine ersten Stunden bei der Schweizer Nationalmannschaft. (Video: 20 Minuten)
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Der Weg von Bergamo nach Lugano zur Nati war nicht weit. Rund eine Stunde brauchte Remo Freuler für die 120 Kilometer. Flott war der 24-jährige Mittelfeldspieler auch zu seinem ersten Nati-Aufgebot unterwegs.

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Im Februar 2012 musterte ihn GC aus und gab Freuler leihweise nach Winterthur in die Challenge League ab. Zwei Jahre später holte ihn der damalige Sportchef Alex Frei und der damalige Scout und heutige Sportchef Remo Gaugler zum FC Luzern, wo er lediglich 73 Pflichtspiele (9 Tore) brauchte, bis Atalanta Bergamo sich die Dienste des Mittelfeldspielers für geschätzte 1,5 Millionen Euro sicherte. «Es war kein einfacher Weg von der Challenge League in die Serie A», sagt Freuler. Gemeistert hat er ihn dennoch und ist seit der laufenden Saison Stammspieler im jungen Team von Trainer Gian Piero Gasparini.

Sprachkurs und taktische Neuausrichtung

«Es war nicht einfach, weil ich die Sprache nicht gesprochen habe und in der Mannschaft nur zwei oder drei Spieler englisch sprechen. Wenigstens hatte ich Berat Djimsiti, der vom FCZ zu uns kam und mit dem ich sprechen konnte.» Mittlerweile versteht Freuler gut italienisch und gab auch schon Interviews, besucht aber immer noch zwei, drei Mal die Woche einen Sprachkurs.

Grosse Unterschiede machte Freuler auch sportlich zwischen der Super League und der Serie A aus. «Anders, als ich es in der Schweiz gelernt habe», sagt er. Trainer Gasparini lässt im 3-4-3-System viel Mann gegen Mann spielen und die Mittelfeldspieler müssen mehr aus der Viererkette auf den Mann rausgehen. Egal, ob ein Loch entsteht. Das wird wieder zugestellt», erklärt Freuler das «anders». Mit seinen konstanten Leistungen hat er sich beim Tabellen-5. der Serie A zum Stammspieler gemausert und erhielt den Übernamen «Iceman».

«Das hat ein Journalist in Bergamo nach dem 3:3 letzte Saison gegen die Roma über mich geschrieben», erzählt Freuler lachend, «weil ich offenbar so ruhig am Ball war». Der Name «Iceman» ist ihm in Italien geblieben.

Den Traum leben

Die guten Auftritte des Glarners sind auch Nati-Trainer Vladimir Petkovic nicht entgangen. Er hat Freuler nach der Absage des kranken Tarashaj am Montag nachnominiert. Petkovic: «Er hat es nach den guten Resultaten und Leistungen bei Atalanta verdient, eine Chance zu bekommen und zu versuchen, dem einen oder anderen Nationalspieler den Platz streitig zu machen.»

So weit denkt Freuler noch nicht. Er freue sich erstmals, dass er dabei ist und den Traum auch leben kann. Er sei ohne Erwartungen in Lugano eingerückt, aber kann nach wenigen Stunden sagen, dass er sehr gut aufgenommen worden sei.

«Ich hatte ein gutes Gespräch mit Trainer Petkovic und habe einen sehr guten Eindruck erhalten. Ausserdem kenne ich ja viele aus den U-Auswahlen – die 92er- und 93er Jahrgänge - wie Haris Seferovic, Granit Xhaka, Ricardo Rodriguez, Silvan Widmer und auch den verletzten Josip Drmic. Mit Xherdan Shaqiri habe ich ab und an Kontakt, aber er ist ja leider nicht da», sagt Freuler. Des einen Freud, des andern Leid.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Eau Rouge am 08.11.2016 22:43 Report Diesen Beitrag melden

    Ach was...

    Es gibt nur einen Iceman: Kimi Räikkönen

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  • Bergamo BNA am 09.11.2016 14:58 Report Diesen Beitrag melden

    Atalanta Bergamo 1907

    Ob er Iceman, Coolman, was auch immer...er spielt genial:) Solo Berghem il resto avanza !!!

  • chregi f am 10.11.2016 17:37 Report Diesen Beitrag melden

    Gut so

    Ich freue mich für Freuler. Er beisst sich Bergamo durch. Eine weitere gute Alternative für das Mittelfeld, wenn er weiter an sich arbeitet :)

Die neusten Leser-Kommentare

  • chregi f am 10.11.2016 17:37 Report Diesen Beitrag melden

    Gut so

    Ich freue mich für Freuler. Er beisst sich Bergamo durch. Eine weitere gute Alternative für das Mittelfeld, wenn er weiter an sich arbeitet :)

  • Benson am 09.11.2016 16:35 Report Diesen Beitrag melden

    Prügfreuler

    Dieser Typ der im Ausgang mit seinen Kollegen mit Pfefferspray und Fusstritten Kommuniziert gehört nicht auf ein Fussballfeld.

  • Bergamo BNA am 09.11.2016 14:58 Report Diesen Beitrag melden

    Atalanta Bergamo 1907

    Ob er Iceman, Coolman, was auch immer...er spielt genial:) Solo Berghem il resto avanza !!!

  • Gepetriger am 09.11.2016 13:27 Report Diesen Beitrag melden

    Noch nirgends etwas erreicht der Junge

    In der Schweiz nennen wir ihn "Amateurkicker aus dem Dorfe Luzern der noch NIE etwas erreicht hat". Warum spieler wie Ziegler, Schnewly etc. zuhause bleiben aber dieser Hobbykicker dabei ist, weiss auch nur der Vlädu National

    • Herr Masugez am 09.11.2016 23:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Gepetriger

      sie nennen ihn so durch ihren neid. zum glück sind sie anonym, dann müssen sie sich nicht schämen.

    • wasp am 10.11.2016 08:37 Report Diesen Beitrag melden

      Ganz einfach

      Wer in der Serie A im Mittelfeld einen Stammplatz hat, ist im Vergleich zu den Spielern in der Gurkenliga ein Juwel!

    • Lukas am 10.11.2016 09:27 Report Diesen Beitrag melden

      @Gepetriger

      da hat es jemand nicht bis in die Super League geschafft

    • Gepetriger am 10.11.2016 12:46 Report Diesen Beitrag melden

      Oh contraire

      @Herr Masugez Zum Glück sind Sie ja nicht anonym, Intelligenzbestie. Und nein auf einen der sich das Nati Ticket durch Petkovic holt bin ich nicht neidisch. Petkovic überbewertet die Serie A massivst aus dem einfach Grund weil er da seinen einzigen Pokal geholt hat. @wasp ausser den Spitzenteams bewegt sich die Serie A auf Superleague Niveau. Sieht man zur Zeit an den Internationalen Wettbewerben @Lukas Ich habe selber nur eine kurze Zeit Fussball gespielt. Ich wollte nie Profifussballer werden, zu eintönig. Es war mir eine Freude ihnen 3 den Wind aus den Segeln zu nehmen :) gerne wieder

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  • Eau Rouge am 08.11.2016 22:43 Report Diesen Beitrag melden

    Ach was...

    Es gibt nur einen Iceman: Kimi Räikkönen

    • innerschwiizer am 08.11.2016 23:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Eau Rouge

      Im Film Top Gun ist der echte Iceman! Absolut erster Gedanke

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