Fan-Hilfsmittel

11. März 2011 14:32; Akt: 11.03.2011 14:47 Print

In der Bundesliga grassiert das Papier-Fieber

Einfach, aber effektiv: Die deutschen Fussball-Fans haben selbstbeschriftetes A4-Papier als originelles Hilfsmittel für eine gelungene Choreographie entdeckt.

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Begonnen hat alles beim DFB-Pokal-Halbfinal zwischen Bayern München und Schalke. Die Fans des Deutschen Rekordmeisters protestierten mit Hunderten von Plakaten aus A4-Papier gegen die geplante Verpflichtung von Nationaltorhüter Manuel Neuer. «Koan Neuer», forderten sie. Schliesslich hätten die Bayern mit Thomas Kraft und Jörg Butt zwei ausgezeichnete Keeper, so die Meinung der Bayern-Anhänger. Uli Hoeness entschuldigte sich nach der Aktion bei Manuel Neuer: «Das war zum ersten Mal seit langen, langen Jahren, dass ein Gast hier so katastrophal behandelt wurde. Das ist nicht mein Bayern München», so der Präsident.

Wie immer werden gute Ideen schnell kopiert. Im Meisterschaftsspiel in Hannover wurde die Papier-Aktion gegen die Bayern gewendet. «Koan Titel» und «Koan Trainer», titelten die 96er-Fans und freuten sich mit der geklauten Choreographie über die Krise der Bayern. Noch grösser war die Freude schliesslich, als das Heimteam den Meister mit 3:1 besiegen konnte.

«Manu bleib» und «Pro Magath»

«Manu bleib»: Mit A4-Papier forderten im Champions-League-Spiel gegen Valencia dann die Schalke-Fans Torhüter Manuel Neuer auf, den Verein nicht zu verlassen. Vereinzelte wurden im Stadion auch selbstgebastelte Plakate mit der Aufschrift «Pro Magath» gesichtet. Diese waren gegenüber den Neuer-Spruchbändern deutlich in der Minderzahl.

Ebenfalls auf Überzeugungsarbeit aus A4-Papier setzten die Leverkusen-Fans in der Europa-League-Partie gegen Villarreal. Sie wollten Arturo Vidal überreden zu bleiben. Die Plakate wurden für den Chilenen sogar in spanischer Sprache verfasst. Der Spielmacher wird wie Neuer von Bayern München heiss umworben.

(pre)