Abramowitsch denkt an Verkauf

01. Dezember 2008 12:42; Akt: 01.12.2008 14:36 Print

Ist Chelsea bald für einen Euro zu haben?

Die Niederlage im Londoner Derby gegen Arsenal hat weh getan. Aber auf den FC Chelsea könnten noch härtere Zeiten kommen. Klubeigner Roman Abramowitsch ist von der Finanzkrise schwer getroffen worden und denkt offenbar daran, die «Blues» zu verkaufen - für einen symbolischen Euro.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Riesige Summen soll der Oligarch Roman Abramowitsch bei der weltweiten Finanzkrise bereits verloren haben und eine Ende der Verluste scheint nicht in Sicht. Deshalb will der russische Klubbesitzer die «Blues» Gerüchten zufolge so schnell wie möglich verkaufen. Für einen symbolischen Euro wäre der Klub zu haben, aber nur, wenn der Käufer auch die Schulden des Klubs übernimmt. Und diese häufen sich ebenfalls unaufhaltbar an - 1,1 Milliarden Euro fehlen laut «Kicker» bereits in der Kasse des Tabellenführers der Premier League. Keine rosigen Aussichten für einen potenziellen neuen Besitzer.

Die Unruhe um die finanzielle Situation von Chelsea hat sich in den letzten Wochen auch auf die sportliche Leistung der Mannschaft ausgewirkt. In der Champions League hat das Team von Trainer Luiz Felipe Scolari die Achtelfinals nach zwei sieglosen Spielen noch nicht erreicht und auch in der Premier League lief es zuletzt nicht mehr nach Wunsch. Nach einem torlosen Unentschieden gegen Newcastle verloren die «Blues» gegen Arsenal bereits zum zweiten Mal in dieser Saison zu Hause. Zudem ist man im Carling Cup am unterklassigen Barnley gescheitert.

Drobga will weg

Frust macht sich breit an der Stamford Bridge. Vor allem Superstar Didier Drogba, der in der Champions League in Bordeaux nur gerade 28 Minuten auf dem Platz stand und gegen die «Gunners» im Derby überhaupt nicht zum Einsatz kam, ist momentan unzufrieden mit seiner Situation und spricht offen von einem möglichen Wechsel: «Die letzten sechs Monate hier waren die grösste Enttäuschung meiner Karriere», so Drogba.

In der letzte Woche soll sich der Ivorer bereits in London mit Inter-Vize Marco Branca getroffen haben. Nur zu gern würde Drogba wieder unter seinem alten Trainer José Mourinho spielen. Geht es nach Inter-Präsident Massimo Morrati, wird die Wiedervereinigung zwischen Drogba und seinem einstigen Mentor aber nicht stattfinden. «Wir brauchen keinen Stürmer mehr», erklärte der Inter-Boss.

(pre)