Keine Rückkehr

16. Juni 2011 11:59; Akt: 16.06.2011 12:31 Print

Jogi Löw will Michael Ballack nicht mehr

Die seit der WM 2010 monatelange Diskussion ist beendet: Bundestrainer Joachim Löw setzt auf junge Wilde statt auf Ex-Captain Michael Ballack.

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Joachim Löw plant die Zukunft der deutschen Nationalmannschaft ohne Michael Ballack.

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Michael Ballacks Karriere in der deutschen Nationalmannschaft ist beendet. Bundestrainer Joachim Löw gab bekannt, dass er ohne den langjährigen Kapitän plant.

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Somit ist die monatelange Diskussion um den 98-maligen Nationalspieler abgeschlossen. Sein bislang letztes Länderspiel hat Ballack am 3. März 2010 (0:1 gegen Argentinien in München) bestritten, die WM verpasste er nach einem schweren Foulspiel von Kevin Boateng im englischen Pokalfinale verletzungsbedingt. Am 10. August gegen Brasilien in Stuttgart kann Ballack die DFB-Auswahl in einem Abschiedsspiel ein letztes Mal als Kapitän anführen - nach SID-Informationen will der Mittelfeldspieler von Bayer Leverkusen darauf aber verzichten.

Ausführliche Begründung

Löw begründete seine Entscheidung ausführlich. «Die vergangenen Monate haben gezeigt, dass viele junge Spieler in den Blickpunkt gerückt sind und gute Perspektiven haben. Mit ihnen ist die Entwicklung der Nationalmannschaft seit der WM 2010 in Südafrika absolut positiv verlaufen», sagte er. «Nachdem ich diese Thematik mit Michael Ballack zuletzt bei unserem Treffen Ende März 2011 in aller Offenheit erörtert habe und wir danach mehrfach telefoniert haben, ist nun vor dem Start in die EM-Saison der Zeitpunkt gekommen, hier klar Position zu beziehen.»

Ballack, so Löw, habe «durchaus Verständnis» für die Sichtweise der Nationalmannschaftsführung gezeigt: «Im Interesse aller ist eine ehrliche und klare Entscheidung angebracht.»

Ballack: Zehn Jahre lang Erfolgsgarant

Es folgten warme Worte für Ballack, der bei der WM von Philipp Lahm als Kapitän vertreten wurde. «Er war ein Jahrzehnt lang ein sehr wichtiger Führungsspieler der Nationalmannschaft und hat enormen Anteil an den grossen Erfolgen des Teams seit der WM 2002. Er hat eine Ära geprägt und sich als Kapitän stets in den Dienst der Mannschaft gestellt, was ich bei der WM 2006 oder der Euro 2008 aus nächster Nähe erleben konnte. Seine spielerische und kämpferische Klasse sprechen ebenso für ihn wie seine Torgefährlichkeit und seine Nervenstärke - gerade in wichtigen Spielen.»

(sda)

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