Nati-Krise

11. Oktober 2010 17:57; Akt: 11.10.2010 17:57 Print

Kann ein Mentaltrainer die Nati retten?

von Herbie Egli, Feusisberg - Ist man am Boden, braucht man Hilfe. Doch ein Mentaltrainer ist bei der Fussball-Nati nicht angesagt. Zumindest nicht für das ganze Team.

Alex Frei über einen allfälligen Mentaltrainer in der Nati. (Video: 20 Minuten Online)
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Die Nati-Spieler und Ottmar Hitzfeld haben es im Moment nicht einfach. Die Resultate in den ersten zwei EM-Qualifikationsspielen liessen zu wünschen übrig, die Spieler wirken geknickt. Die Kritik liess nicht lange auf sich warten. Mit dieser geht jeder auf seine eigene Art und Weise um. Dass ein Mentaltrainer die Spieler aufrütteln muss, war bei der Nati aber kein Thema. «Ich weiss, dass einzelne Spieler mit einem Mentaltrainer zusammen arbeiten», sagt Alex Frei im Interview mit 20 Minuten Online. «Ob es in der Nati der richtige Weg ist, liegt aber nicht an mir», so der Captain weiter.

Auch Verteidiger Stephan Lichtsteiner, der nach seiner Sperre gegen Wales wohl auf der rechten Seite wieder zum Zug kommt, glaubt nicht, dass ein Mentaltrainer den Nati-Karren aus dem Dreck ziehen kann. «Für ein ganzes Team bringt eine solche Person nichts.»

Gespräch mit Hitzfeld könnte helfen

Dass ein Mentaltrainer den Hebel bei der Nati auf kurze Zeit umlegen könnte, glaubt auch Cristina Baldasarre nicht. Die selbständige Sportpsychologin würde viel mehr den Kontakt mit Hitzfeld suchen. «Ein einstündiger Vortrag vor der Mannschaft würde nichts bringen. Ein Gespräch mit dem Trainer wäre am effizientesten. Er ist die Vertrauensperson und soll das Besprochene den Spielern weiter geben», so Baldasarre zu 20 Minuten Online. Bei dieser Besprechung mit dem Trainer würde die Sportpsychologin darauf eingehen, was für eine Art von Führung am besten ist und wie der Coach vor die Mannschaft stehen soll.

Spieler glauben an Mentaltraining

Auf Klubebene arbeiten einige Spieler mit Mentaltrainern zusammen. So zum Beispiel YB-Goalie Marco Wölfli. Das könne etwas bringen, glaubt Alex Frei. «Ich bin überzeugt, dass man mit Mentaltraining vorwärts kommt.» Auch Stephan Lichtsteiner sieht das so. «Hat ein Spieler Bedarf nach einem Mentaltrainer, bringt er ihm persönlich sicher etwas.» Der eine oder andere Spieler kann von einer solchen Zusammenarbeit vielleicht etwas in die Nati mitnehmen. Hier herrscht aber wieder ein anderes Umfeld und die Mechanismen sind anders.

Dass man sich mehr Gedanken macht, wenn es nicht läuft, ist klar. Genau das müssen die Spieler aber ausblenden. Im Moment wird viel davon gesprochen, dass der Knoten platzen muss. Das soll nun gegen Wales passieren. Nati-Trainer Ottmar Hitzfeld weiss auch, mit welchem Rezept, das der Fall sein soll. «Man muss versuchen, eine gewisse Lockerheit an den Tag zu legen und nicht alles zu dramatisieren. Das kann blockieren und das wollen wir verhindern.»

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • johny gringo am 12.10.2010 07:17 Report Diesen Beitrag melden

    Einfach nur lächerlich........

    Punkt !

  • don jj rolando am 11.10.2010 19:33 Report Diesen Beitrag melden

    theresli-verein

    zum glück hat jeder im land einen menthaltrainer. sonst würden alle vielverdieneden bauleute, gastronomen, detailhändler, bergbauern und andere büetzer auch unmotiviert und erfolglos vor sich hin chrampfen. sorry, aber wie kann man selber zugeben, dass man ein weichei ist? klar, weil man selber zu gut weiss, dass man ein verzogenes theresli ist. erfolglos, ohne eigenen charakter, - aber gut bezahlt! weiterer kommentar schein mir unnötig.

  • Nemo am 12.10.2010 07:24 Report Diesen Beitrag melden

    Geht's noch?

    Legt den Aufwand für diese Spieler mal auf einen normalen Arbeitsplatz um? Keine Leistung, ständig verletzt, hilfsbedrüftig....! Und da muss man sich ständig das gejammer von Frei anhören. Als Motivation würde ich mal vorschlagen: Kein Tor = kein Lohn. Ganz einfach.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Jonas Schneider am 12.10.2010 08:47 Report Diesen Beitrag melden

    Selbstbewusstsein

    Ich stimme dem Mentaltrainer zu, es fehlt einfach an Selbstbewusstsein jedes einzelnen Spielers, man sieht es bei der Ballfuehrung, niemand macht etwas richtiges, einfach den Ball schnell zum anderen spielen, damit ich kein Fehler mache und nicht kritisiert werde, ich weiss nur negative Kommentare bringen auch nichts, aber es muss mehr gehen nach vorne, mehr freilaufen die raeume und den platz nutzen, mehr kondition trainieren wuerde ich sagen, leute die rennen koennen sowie robben...es fehlen leute die sich gut anbieten vorne und laufen, kaempfen um jeden preis...

  • Nemo am 12.10.2010 07:24 Report Diesen Beitrag melden

    Geht's noch?

    Legt den Aufwand für diese Spieler mal auf einen normalen Arbeitsplatz um? Keine Leistung, ständig verletzt, hilfsbedrüftig....! Und da muss man sich ständig das gejammer von Frei anhören. Als Motivation würde ich mal vorschlagen: Kein Tor = kein Lohn. Ganz einfach.

  • johny gringo am 12.10.2010 07:17 Report Diesen Beitrag melden

    Einfach nur lächerlich........

    Punkt !

  • Karl am 12.10.2010 05:26 Report Diesen Beitrag melden

    Neuaufbau

    Meiner Meinung nach sollte ein kompletter Neuaufbau der Nati erfolgen. 2-3 Stammspieler (die stärksten) behalten, den Rest komplett neu aufbauen. Weniger Löhne zahlen, dafür pro Tor 50'000.- CHF aussetzen!! Für den Torschützen etwas mehr. Geld soll ein Anreitz werden damit die Teamarbeit endlich mal gelingt. Grundgehalt CHF 10'000,- für jeden Spieler! Die sollen mal arbeiten und endlich das Vreneli und "Rührmichnichtan" oder Diva verhalten aufgeben. Ohne Leistung kein Geld! Basta!

  • Pavel P. am 12.10.2010 03:00 Report Diesen Beitrag melden

    Mentaltrainer und Hellseher

    Nicht nur der Fussball ist rund, sondern auch die Kristallkugel! Es ist ganz klar, dass ein Hellseher her muss, der den Jungs Erfolge vorhersagt. Nur mit den besten Psychologen und einer Priese Magie kann ein Sieg errungen werden. Besser Fussball spielen? Pah! Was hat denn das damit zu tun?