Wegen falschem T-Shirt?

06. Februar 2019 09:42; Akt: 06.02.2019 12:28 Print

Katar-Fan in Arabischen Emiraten verhaftet

Ein Brite, Fan der katarischen Nationalmannschaft, wurde in den Vereinigten Arabischen Emiraten attackiert. Nun sitzt er selber im Gefängnis.

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Anlässlich des Asien-Cups spielte Katar (in rot) gegen den Irak. (Bild: Keystone)

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Ali Issa Ahmad verbrachte kürzlich seine Ferien in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Da gleichzeitig der Asien-Cup stattfand, entschied sich der Brite, sich das Spiel Katar gegen den Irak anzuschauen. Als er nach der Partie auf dem Nachhauseweg war, er trug ein Katar-T-Shirt und hielt ein weiteres in der Hand, wurde er plötzlich von Unbekannten attackiert. Sie schlugen ihn und rissen ihm das Leibchen aus der Hand.

Ahmad liess sich das nicht bieten und ging auf den Polizeiposten, um die Attacke zu rapportieren. Nun sitzt der 26-Jährige selber in Untersuchungshaft. Grund dafür: In den VAE ist es nicht erlaubt, «Sympathie für Katar zu zeigen», wie es in diversen Medienberichten heisst. Ein offizieller Mediensprecher der VAE dementierte diese Aussage, der Brite sei «nicht verhaftet worden, weil er ein Katar-Shirt getragen hat». Sondern weil er Falschaussagen gemacht und die Zeit der Polizei verschwendet habe.

Warnung vor Katar-Sympathien

Laut dem Sprecher habe Ahmad ausgesagt, er sei bei der Attacke geschlagen worden. Als er von der Polizei zu einem Arzt gebracht wurde, soll dieser festgestellt haben, dass sich der Fan die Verletzungen selber zugefügt haben soll. Ahmad soll in der Folge die Falschaussage gestanden haben. Nun werde ihm in den VAE der Prozess gemacht, so der Sprecher.

Ein Freund des Verhafteten sagte gegenüber BBC, Ahmad sei einfach eine Person, die Sport extrem liebe. «Ich glaube, er wusste nicht, dass er in den VAE Probleme bekommen würde, wenn er ein spezifisches Fan-Shirt tragen würde.»

Die VAE und andere Länder der Region haben Katar mehrfach beschuldigt, radikal-islamische Gruppierungen zu unterstützen. Die Beziehungen zwischen Katar und der VAE stehen seither unter keinem guten Stern. So warnt das auswärtige Amt der VAE auf seiner Website bereits seit Juni 2017, dass «Sympathie für Katar zu zeigen, auf den sozialen Medien oder mit anderen Kommunikationsmitteln, verboten ist». Wer sich nicht daran halte, könne verhaftet und gebüsst werden.

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(hua)

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