Genugtuung

08. Dezember 2011 18:47; Akt: 08.12.2011 19:46 Print

Kein Punktabzug für Sion

Die Disziplinarkommission der Swiss Football League hat die Proteste von fünf Super-League-Klubs abgewiesen. Somit kommt der FC Sion um einen verheerenden Punkteabzug herum.

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Aufatmen im Wallis, Sion-Präsident Christian Constantin hat eine Baustelle weniger. (Bild: Keystone)

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Christian Constantin und der FC Sion können aufatmen: Die Disziplinarkommission der Swiss Football League (SFL) hat sämtliche Proteste und Einsprachen gegen die Wertung der ASL-Partien mit den sechs neuen Spielern abgewiesen. Die Walliser behalten sämtliche Punkte.

Nachdem das Walliser Kantonsgericht die am 6. August vom Bezirksgericht Martigny ausgesprochene provisorische Spielberechtigung für die sechs Neuzugänge des FC Sion - Pascal Feindouno, Gabri, Stefan Glarner, José Gonçalves, Billy Ketkeophomphone und Mario Mutsch - Mitte November aufgehoben hatte, drohte dem Team von Trainer Laurent Roussey der Abzug von 16 Punkten. Doch nun schmetterte die SFL-Disziplinarkommission die Proteste und Einsprachen von Lausanne, Thun, Basel und Luzern ab. Der Protest der Grasshoppers wurde für unzulässig erklärt. Damit bleibt Sion mit 30 Punkten Tabellendritter.

Rekurs noch möglich

Eine Begründung für diesen Entscheid liegt bislang nicht vor, da die Disziplinarkommission den Parteien die Urteile erst im Dispositiv zugestellt hat. Was sicher zu Gunsten Sions sprach, ist die Tatsache, dass die SFL die sechs Spieler ordentlich lizenziert hat - auch wenn dies aus Versehen geschah. So oder so können die Vereine gegen das Urteil rekurrieren. Ob sie dies tun werden, ist offen. Vielleicht wollen auch sie den leidigen «Fall FC Sion» endlich ad acta legen.

Sicherlich keine Freude am Entscheid der Disziplinarkommission hat die FIFA. Der Weltverband hatte Forfait-Niederlagen gefordert. Denn Constantin bekam praktisch auf der ganzen Linie Recht dafür, dass er sich um die Transfersperre der FIFA foutiert und die nicht lizenzierten Spieler ermutigt hat, mit dem Gang vor das Zivilgericht gegen die Statuten und das Reglement des Schweizerischen Fussballverbands (SFV) zu verstossen. Sion setzte in zehn der bisherigen 17 Saisonspielen in der Axpo Super League mindestens einen der sechs Neuverpflichtungen ein, was nun keine Konsequenzen nach sich ziehen dürfte. Zudem muss das Sextett nur noch einmal pausieren, da es für die zweite Saisonhälfte die Spielbewilligung erhalten wird.

Axpo Super League

Datum Spiel Resultat
11.02.17  Thun - Basel 0:2 (0:0)
11.02.17  Lugano - Grasshoppers 3:0 (2:0)
12.02.17  Sion - Vaduz 4:2 (0:1)
12.02.17  St. Gallen - Lausanne-Sport 2:1 (0:0)
12.02.17  Luzern - Young Boys 4:1 (3:1)
R Mannschaft Sp S U N G : E P
1. Basel 20 17 2 1 55 : 15 53

2. Young Boys 20 11 5 4 46 : 29 38

3. Luzern 20 10 3 7 44 : 38 33
4. Sion 20 10 2 8 43 : 36 32

5. St. Gallen 20 7 4 9 23 : 29 25
6. Grasshoppers 20 6 4 10 26 : 36 22
7. Lugano 20 5 6 9 26 : 39 21
8. Lausanne-Sport 20 5 4 11 35 : 40 19
9. Thun 20 4 7 9 24 : 36 19

10. Vaduz 20 4 5 11 24 : 48 17

(res/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Karl Elsener am 09.12.2011 11:59 Report Diesen Beitrag melden

    Keine Punktabzug

    Wer soll sich im Sport noch an die Statuten und Verträge halten. Der Fussball verkommt.

  • Schwab Manfred am 11.12.2011 12:25 Report Diesen Beitrag melden

    Unglaubwürdige Liga

    Werden in Zukunft die Spiele nur noch durch Juristen und Fehlentscheide der Schiedsrichter entschieden. Es ist unglaublich wie diese Herren vor Herrn Constatin Angst haben. Mit solchen Entscheidungen ermunter sie Ihn auch noch weiter gegen die Reglemente zu verstossen. Es ist nur noch peinlich was da abgeht.

  • Einheimisch am 08.12.2011 22:04 Report Diesen Beitrag melden

    Wer WaKlagt gewinnt

    Juhuiii wir sind wieder im Rennen dank CCs Hartem Wallisergrind.Nomal Jiheeee

Die neusten Leser-Kommentare

  • Schwab Manfred am 11.12.2011 12:25 Report Diesen Beitrag melden

    Unglaubwürdige Liga

    Werden in Zukunft die Spiele nur noch durch Juristen und Fehlentscheide der Schiedsrichter entschieden. Es ist unglaublich wie diese Herren vor Herrn Constatin Angst haben. Mit solchen Entscheidungen ermunter sie Ihn auch noch weiter gegen die Reglemente zu verstossen. Es ist nur noch peinlich was da abgeht.

  • Cupsieger am 09.12.2011 20:26 Report Diesen Beitrag melden

    Europaleague

    Jawoll. Und im Frühling werden wir Manchester aus der Euro-Zone oder Euroleague oder wie das heisst werfen.

  • Karl Elsener am 09.12.2011 11:59 Report Diesen Beitrag melden

    Keine Punktabzug

    Wer soll sich im Sport noch an die Statuten und Verträge halten. Der Fussball verkommt.

  • Bruder Grimm am 09.12.2011 08:32 Report Diesen Beitrag melden

    CC for President

    Nun wird wahrscheinlich ein Geldregen auf Sion und CC niederprasseln - die UEFA wird sich ärgern über dieses demokratisch gefällte Urteil. Bravo CC!

  • Siro Flückiger am 09.12.2011 08:07 Report Diesen Beitrag melden

    Sion hat die Punkte noch nicht definitiv

    Noch ist hier gar nichts entschieden! FIFA und UEFA nehmen diesen Entscheid wohl kaum einfach so hin, und auch die betroffenen Klubs sind gut beraten, wenn sie sich für Ihre Rechte einsetzen. Dass aber der SFV die Sion-Spieler "irrtümlich" doch qualifiziert haben soll, wirft auch ein miserables Licht auf diesen Verband. Kein Wunder, herrscht im Schweizer Fussball das Chaos!

    • Bruder Grimm am 09.12.2011 16:24 Report Diesen Beitrag melden

      FIFA? UEFA?

      Was will die FIFA tun? Die Schweiz ausschliessen? Hat Blatter selber bestätigt, dass dies nicht möglich ist. Die UEFA - Basel aus der CL rausschmeissen? Wohl eher den FC Sion wieder in die EL integrieren....und zahlen.

    • zen-ruffinen...;) am 09.12.2011 23:34 Report Diesen Beitrag melden

      professionalität von fussballverbänden..

      die fifa und die uefa haben im schweizerfussball sicher nichts zu melden!? wo kämen wir da hin wenn ein verein einem landesverband die autorität dermassen untergraben würde? dass es ein völlig lächerlicher, unprofessioneller verband ist isgt eine andere disskusion... und fifa und uefa sind auch nicht besser, ansonsten hätte die fifa ihren irrtum ja merken müssen als sie el-hadary doppelt lizenzierten, und das nachträgliche urteil ist ja auch nicht klar definiert wenn es überhaupt diskusione geben kann wie lange dass diese transversperre gelten soll, so was muss doch eineindeutig beschrieben..

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