IFAB-Kongress

06. März 2011 16:41; Akt: 06.03.2011 16:51 Print

Kein Videobeweis aber Schalverbot

Der Chip im Ball kommt frühestens in einem Jahr. Das International Football Association Board will genauere Resultate der Tests. Dafür hat es Schals als Kälteschutz verboten.

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Der Auslöser der Debatte. Das nicht gegebene Tor für England bei der WM 2010 gegen Deutschland. (Bild: Keystone/AP)

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Umstrittene Tore im Fussball können weiter zu reden geben. Das International Football Association Board IFAB hat an seiner zweitägigen Sitzung im walisischen Newport entschieden, dass die Torlinientechnologie noch nicht eingeführt wird. «Keines der im letzten Monat getesteten Systeme hat die Kriterien erfüllt», sagte Fifa-Präsident Sepp Blatter nach seiner Eröffnungsansprache (20 Minuten Online berichtete).

Weitere Tests

Das Board stimmte daher einer Verlängerung des Testzeitraums für die Torlinientechnologie um ein Jahr zu, wie der Fifa-Homepage zu entnehmen ist. Verbessert werden müssen vor allem Genauigkeit und Schnelligkeit der Systeme.

In einem anderen Punkt war sich das IFAB einig. Die Halsschals, die Spieler bei tiefen Temperaturen als Kälteschutz tragen, werden ab Juli 2011 verboten. «Es gab noch nicht einmal eine Diskussion darüber, denn sie gehören nicht zur Ausrüstung und können ausserdem gefährlich sein», sagte Blatter.

Fünf Schiris an EM-Endrunde 2012

Was in der Europa- und Champions League seit längerer Zeit Tatsache ist, wird nun auch an der EM-Endrunde in Polen und der Ukraine eingeführt. Die Spiele werden von fünf Schiedsrichtern geleitet, hat das IFAB entschieden. Die bisherigen Tests haben die Verantwortlichen so überzeugt, dass sie der Änderung zugestimmt haben.

(heg)