Super League

31. August 2009 20:56; Akt: 01.09.2009 13:21 Print

Keine «Geisterspiele» für FCZ, Basel und Luzern

Die Super-League-Vereine Zürich, Basel und Luzern haben einen juristischen «Sieg» errungen. Das Rekursgericht der Swiss Football League (SFL) hiess die Rekurse gut und hob die von der SFL-Disziplinarkommission verhängten Stadionsperren auf.

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Die Klubs hätten keine reglementarischen Pflichten verletzt, die aufgrund des Disziplinarreglements der Swiss Football League eine Stadionsperre erlaubt hätte. Dies hielt das SFL-Rekursgericht in seiner Begründung vom Montagabend fest. Gestützt auf die Statuten des Schweizerischen Fussballverbands (SFV) gegenüber Klubs, denen keine Verletzung reglementarischer Pflichten im Bereich des Sicherheitswesens zur Last gelegt werden kann, können Vereine nicht mit einer Stadionsperre belegt werden, weil die SFV-Statuten dies nicht vorsähen, hiess es in einer Mitteilung.

Stattdessen wurden Basel (30 000 Franken), Zürich und Luzern (je 25 000 Franken) mit Bussen belegt. Dem ursprünglich mit 80 000 Franken gebüssten FCZ, der wie der FC Basel mit dem Gang ans Internationale Sportgericht (CAS) gedroht hatte, wurde «kein relevantes Verschulden» bei der Organisation der Partie gegen Basel vom 17. Mai 2009 nachgewiesen. Der FC Basel habe als Gastklub keine reglementarischen Pflichten verletzt, schrieb die SFL. Das im Vergleich schwerer wiegende Fehlverhalten der FCB-Fans führt dagegen zu der etwas höheren Busse. Das gleiche Urteil wie für den FCZ gilt für den FC Luzern als Veranstalter des Barrage-Rückspiels gegen Lugano vom 13. Juni.

Auslöser der Verfahren waren in beiden Partien teils krasse Fehlverhalten von Fans gewesen. Im Spiel FCZ - FCB waren mehrere Leuchtraketen aus dem Basler Sektor abgeschossen und die Sicherheitsabschrankungen überstiegen worden. Bei der Barrage- Begegnung in Luzern hatte ein Schiedsrichter-Assistent während vier Minuten behandelt werden müssen, weil eine Knallpetarde in unmittelbarer Nähe explodiert war.

(sda)