Ballgeschiebe

14. März 2011 10:32; Akt: 14.03.2011 14:47 Print

Keine Lust auf Fussball nach Verletzung

Nach einem Zusammenprall blieb Flamur Kastrati in der 2. Bundesliga regungslos liegen. Das Spiel ging nach einer langen Unterbrechung weiter - was eigentlich niemand wollte.

Kastratis Zusammenprall und das anschliessende Ballgeschiebe. (Quelle: Sky)
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2:0 führte Energie Cottbus gegen Osnabrück als in der 81. Minute Gäste-Stürmer Flamur Kastrati und Markus Brzenska zusammenprallen. Kastrati bleibt regunglos liegen und wird rund 15 Minuten auf dem Feld behandelt, bevor er im Krankenwagen in den Spital gebracht wird.

Der Verdacht auf eine schwere Verletzung der Halswirbelsäule bestätigt sich am Abend glücklicherweise nicht. Der Klub gab bekannt, dass die ersten Untersuchungen «Hoffnung und leichte Entwarnung» gegeben hätten. Alle lebenswichtigen Organe seien intakt. Trotzdem bleibt der Norweger bis auf weiteres auf der Intensivstation des Cottbuser Carl-Thiem-Klinikums. Die genaue Diagnose steht noch aus.

Teams wollten nicht mehr

Das Spiel wird nach dem Zwischenfall unter lauten Protesten der Zuschauer wieder aufgenommen. Aber Fussball spielen will niemand mehr. Beide Teams schieben sich im Mittelfeld die Kugel zu, bis Schiedsrichter Marc Seemann endlich abpfeift. «Ich habe den Spielern mehrfach angeboten, das Spiel zu beenden», erklärt der Unparteiische in der «Bild». Das wollte Cottbus nicht, weil dann wäre die Partie wohl ein Fall fürs Sportgericht geworden und Cottbus hätte womöglich gar verloren. «Das wollten wir – bei aller Dramatik – nicht», so Cottbus-Präsident Ulrich Lepsch.

Der Schiedsrichter handelte fachlich nicht falsch. Aber gemäss Fifa-Regel 7 liegt die «Nachspielzeit im Ermessen des Schiedsrichters». Es wäre wohl niemand böse gewesen, wenn Seemann die zwölf Minuten Nachspielzeit vorher beendet hätte.

(fox)