Keine drei Monate im Amt

11. Februar 2020 11:17; Akt: 11.02.2020 15:44 Print

Klinsmann schmeisst bei Hertha schon wieder hin

Der 55-Jährige gibt seinen Rücktritt auf Facebook bekannt. Erst später bestätigt der Verein den Entscheid.

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Nach nur elf Wochen ist Jürgen Klinsmann völlig überraschend als Chefcoach des Fussball-Bundesligisten Hertha BSC zurückgetreten. Der ehemalige deutsche Nationaltrainer erklärte seinen Entschluss bei Facebook mit fehlendem Vertrauen beim Berliner Club.

«Gerade im Abstiegskampf sind Einheit, Zusammenhalt und Konzentration auf das Wesentliche die wichtigsten Elemente», schrieb der 55-Jährige am Dienstag. «Sind die nicht garantiert, kann ich mein Potenzial als Trainer nicht ausschöpfen und kann meiner Verantwortung somit auch nicht gerecht werden.» Nun wolle er sich auf seine Aufgabe als Aufsichtsratsmitglied zurückziehen.

Und der Verein wusste von nichts

Die Hertha war zunächst völlig überrascht. Die Medienabteilung hatte keine Kenntnis von Klinsmanns Entschluss. «Insbesondere nach der vertrauensvollen Zusammenarbeit hinsichtlich der Personalentscheidungen in der für Hertha BSC intensiven Wintertransferperiode gab es dafür keinerlei Anzeichen», sagte Sport-Geschäftsführer Michael Preetz. Zunächst werde Co-Trainer Alexander Nouri die Mannschaft betreuen.

Am 27. November hatte Klinsmann das Traineramt von Ante Covic übernommen. In seiner Zeit zeigte das Team im Abstiegskampf defensiv orientierten Fussball und stabilisierte sich zumindest. Im Cup-Achtelfinal scheiterten die Berliner vergangene Woche allerdings bei Schalke und verloren auch in der Liga nach schwacher Leistung 1:3 gegen Mainz.

«Wir waren in der relativ kurzen Zeit auf einem sehr guten Weg, haben auch dank der Unterstützung vieler Menschen trotz meist schwieriger Spiele inzwischen sechs Punkte Abstand zum Relegationsplatz», schrieb Klinsmann.

Den Klassenerhalt versprochen

Noch am Montagabend hatte er für sein Projekt bei der Hertha geworben und im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur mindestens Platz 15, also den sicheren Klassenerhalt, am Saisonende versprochen. Am Samstag gastieren die Berliner beim Tabellenletzten Paderborn in einem wegweisenden Spiel für den Abstiegskampf. «Ich bin fest davon überzeugt, dass die Hertha das Ziel schaffen wird», so Klinsmann weiter.

In der Winterpause hatte Hertha dank Geldgeber Lars Windhorst kräftig auf dem Transfermarkt investiert. Für Santiago Ascacibar, Krzysztof Piatek, Matheus Cunha und Lucas Tousart, der allerdings auf Leihbasis noch ein halbes Jahr bei Olympique Lyon bleibt, blätterte der Hauptstadt-Club fast 80 Millionen Euro hin. Es sollte auch eine Investition in das Klinsmann-Projekt sein, das nun abrupt beendet ist.


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(dpa)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Berta am 11.02.2020 11:24 Report Diesen Beitrag melden

    Herta

    Grosse Töne bei Bayern der Nationalmannschaft und Hertha.Der scheinbar immer positivescheitert zum dritten Mal.Hoffentlich trainiert der Klinsmann nie wieder eine Mannschaft.

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  • nino bosch am 11.02.2020 11:33 Report Diesen Beitrag melden

    Hasenfuss Klinsi kein Verlust...

    Mit Klinsi wurde die Hertha nicht besser! Zuerst realitätsfremd, grossspurig von Meister, Championsleague sprechen.., realistischer wäre es den Abstieg zu vermeiden. Es ist kein Verlust wenn sich Hasenfuss Klinsi nun als Trainer verabschiedet!

  • Michi am 11.02.2020 11:40 Report Diesen Beitrag melden

    Völlig überschätzt

    Gegen leichte (ausser Argentinien) Gegner ins WM-Halbfinale gekommen und dann auf dem übertriebenen Hype geritten!

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • P. Scopatore am 12.02.2020 19:51 Report Diesen Beitrag melden

    So ist er..

    Klinsi ist ein charakterlicher Tiefflieger und dazu ein Schaumschläger erster Güte.

  • Danydee am 12.02.2020 15:31 Report Diesen Beitrag melden

    Falsche Kriterien

    Anreissen, aufwühlen und Gross reden könnte ich auch. Durchziehen, durchhalten und zu Ende bringen das ist es, was gute Manager und Trainer mitbringen. Auf solche Menschen sollte man setzen, selbst wenn es zwischendurch mal nicht so läuft.

  • Flor Ierf am 12.02.2020 13:02 Report Diesen Beitrag melden

    Schwach

    Sehr schwache Leistung. Wenn es etwas schwieriger wird, verabschiedet man sich via FB. Das soll ein Trainer sein? Wo bleibt die Vorbildfunktion für eine Mannschaft? Aufhören mit solchen Blendern!

  • Blasius am 12.02.2020 07:14 Report Diesen Beitrag melden

    Schweiz

    Ich glaube der will in die Schweiz. Sein Sohn spielt ja bereits bei uns. Auch die Schweizer Küche soll um einiges besser sein als........

  • DM am 12.02.2020 04:11 Report Diesen Beitrag melden

    FC Aarau

    Herr Burki, gemäss Insiderwissen möchte Klinsi in Aarau Trainer werden.