Giganten-Duell

09. November 2019 18:10; Akt: 09.11.2019 23:08 Print

Bayern zerlegt den BVB

von Thomas Schifferle - Der FC Bayern lässt Dortmund im Spitzenspiel der Bundesliga keine Chance und gewinnt dank einer überragenden Leistung 4:0.

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Hansi Flick hat den FC Bayern München in Rekordzeit wiederbelebt und zu einem grossen Clásico-Sieg gegen Borussia Dortmund geführt. Im zweiten Spiel unter dem Nachfolger von Niko Kovac sorgten Robert Lewandowski mit seinen Saisontoren 15 und 16 (17./76. Minute), Serge Gnabry (49.) und Mats Hummels mit einem Eigentor (79.) beim 4:0 (1:0) für einen dominanten Erfolg des deutschen Fussball-Meisters. Flick empfahl sich mit der Gala gegen den BVB und zwei Zu-Null-Siegen eindrucksvoll für eine längerfristige Trainerlösung in München.

Eine Woche nach der 1:5-Demütigung bei Eintracht Frankfurt erlebten die 75 000 Zuschauer im rasanten 101. Liga-Klassiker einen FC Bayern, der sehr dominant, bestens geordnet und mit hoher Passsicherheit zu Werke ging. Angetrieben von Rekordmann Lewandowski, der als erster Bundesligaakteur an elf Spieltagen nacheinander traf, liessen die Münchner in einem intensiven Spiel den Gästen keinen Raum zur Entfaltung. Defensiv gingen die schon in der Champions League gegen Olympiakos Piräus (2:0) ohne Gegentor gebliebenen Bayern im Vergleich zur Niko-Kovac-Zeit wie verwandelt zu Werke. «Oh wie ist das schön», riefen die Bayern-Fans - die BVB-Anhänger verstummten.

Bayerns Traum-Bilanz gegen Dortmund

Die von Beginn an aggressiven Bayern hätten beinahe einen Blitzstart hingelegt. Nach 40 Sekunden rettete der aufmerksame Gäste-Torhüter Roman Bürki gegen den heranstürmenden Lewandowski. Zwar hatte der BVB angekündigt, nach der von Manager Michael Zorc als «Horrorbilanz» eingestuften Niederlagenserie mit 3:22 Toren dagegen zu halten. Doch früh setzten die Bayern-Stars Zeichen - nur sie spielten den im Vorfeld von beiden Seiten propagierten «Männerfussball».

Das 1:0 durch Lewandowski hinterliess Wirkung bei der Borussia. Nach einem Ballverlust von Achraf Hakimi an Kingsley Coman erzwangen die Bayern das Führungstor, in dem sie energisch nachsetzten. Letztlich fand eine Flanke von Benjamin Pavard den Torgaranten Lewandowski. Der Pole war allen entwischt und köpfte freistehend ein.

Lewandowskis Führungstreffer (Quelle: Sky)

BVB offensiv inexistent

Dass es zur Pause nur 1:0 stand, war vor allem Hummels zu verdanken. Vor den Augen von Bundestrainer Joachim Löw rettete der Kapitän mehrfach in höchster Not. Hummels klopfte sich nach einer Klärungstat kräftig auf die Brust und forderte mehr Mut von den Kollegen.

Von seinem Team kam offensiv nichts. Ein Freistoss von Raphael Guerreiro, der nach 36 Minuten für Jadon Sancho kam und Löcher im Mittelfeld stopfen sollte, war die einzige Möglichkeit. Eingreifen musste Nationaltorwart Manuel Neuer aber auch hier nicht (45.).

«Die erste Halbzeit ging klar an Bayern», sagte Löw im TV-Sender Sky in der Pause. «Die Bayern haben mehr Druck auf das Tor ausgeübt. Dortmund wirkt in der ersten Halbzeit ängstlich.» Sein früherer Assistent Flick könne zu einer Dauerlösung werden, befand Löw.

Bayern auch defensiv top

Für Flick und sein Team ging es perfekt weiter. Einen überragenden Pass von Joshua Kimmich trieb der starke Thomas Müller nach vorne. Die Hereingabe verpasste der hart attackierte Lewandowski, doch Gnabry war zur Stelle. Bis die Bayern-Bosse auf der Tribüne aber wirklich jubeln durfte, dauerte es. Denn der Videoassistent musste erst aufklären, dass Müller nicht im Abseits gestanden hatte.


Gnabrys Tor zum 2:0 (Quelle: Sky)

Viel fehlte nicht, und Gnabry hätte nach Zuspiel von Coman auf 3:0 erhöht. Lewandowski zielte zu genau und verpasste die Entscheidung. Erst nach Doppelpass mit Müller besorgte sie Lewandowski. Dortmund fand offensiv erst spät statt, was vor allem an der mannschaftlich geschlossenen und energischen Münchner Defensivarbeit lag.

Der nach einer Stunde zusammen mit Marco Reus eingewechselte Paco Alcácer hatte plötzlich die Chance zum 2:1 (69.). Doch dem Spanier versprang der Ball. Die Liga-Schreckensbilanz für Schwarz-Gelb in München hält an: Sechs Niederlagen und 3:26 Tore.


Lewandowski zum Zweiten: 3:0. (Quelle: Sky)


Der Schlusspunkt: Hummels lenkt den Ball ins eigene Tor. (Quelle: Sky)

Fussball

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Urnäscher am 09.11.2019 20:11 Report Diesen Beitrag melden

    Schrott

    Bin enttäuscht vom BVB. Sackschwach. Schon 4: 0. Stelle ab. Jetzt brauche ich ein paar Appenzeller mit Eis. Meld mi ab.

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  • Roque am 09.11.2019 19:21 Report Diesen Beitrag melden

    Desolater BVB

    Ein desolater Auftritt des BVB in Halbzeit 1. Freundschaftsspielmässig... wohl eine Quote von unter 10% gewonnener Zweikämpfe.

  • H. P am 09.11.2019 19:22 Report Diesen Beitrag melden

    Schwacher BVB

    Dortmund keine Chance. Der einzige wo seine Leistung bringt ist Hummels und Bürki.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Sulty am 10.11.2019 13:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Neue

    Dortmund kann nur Meister werden wenn sie beiden Vogelkundler Sherdy und Granit verpflichten.

  • Hättrick am 10.11.2019 11:40 Report Diesen Beitrag melden

    Fazit des Spiels, die BVB Spieler

    haben zu 100% den Coach im Stich gelassen. Es würde nicht überraschen wenn Favre nicht mehr lange BVB Coach sein wird. Seit Watzke Zorc Kehl und Co. bereits letzte Saison die Meisterschaft zum Ziel gesetzt haben ist der Wurm drin. Wenn der BVB schon Meister werden möchte dann müssen sie auch mal richtig Kohle für einen top Stürmer und 8er in den Hand nehmen.

    • Swissman73 am 10.11.2019 13:21 Report Diesen Beitrag melden

      @Hättrick

      Aber dann hatte Favre ja recht. Er tippte als Meister die Bayern und als Watzke von Meisterschaft faselte, sagte Favre, dass das ist mit dem BVB Kader nicht möglich sei.

    • KvB am 10.11.2019 15:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Hättrick

      Die Borussen haben ein schlechteres Kader als 3 bis 4 andere Vereine. Einen wirklich guten, wenn nur Einen als Verwerter braucht es einfach. Reuss ist zu Verletzungs anfällig und hat gegen eine kräftige Abwehr im Nahkampf keine Chance. Es nützt nichts, nur bis zum 16-er schnell sein und dann hier und her spielen.Dan fehlt der Über raschungseffekt. Mit dieser Einstellung oder ist es Unvermögen, hat der BVB keine Chance. Favre hat wieder mal den falschen Club zur falschen Zeit gewählt. Der will doch auch einmal Erfolg, nicht nur Ausbilden.

    • KvB am 10.11.2019 15:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Swissman73

      Das stimmt so genau und Favre weiss von was er redet. Er kann die Fehlpässe nicht korrigieren und die Tore nicht schiessen. Sein System ist jedoch topmoderner Fussball, wenn fähige Leute dies auch umsetzen. Reuss ist total überbewertet. Den kann man kaum berühren. Das sind Eigenschaften, die halt einfach fehlen, wie bei kleinen und feineren Spielern wie Neymar oder Messi fehlen. Das bisschen Etwas um sich auch im Getümmel vor dem Tor durchzusetzen.

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  • srf1 am 10.11.2019 11:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    TV Dokumentation

    Am kommenden Donnerstag erscheint eine Dokumentation im Fernseher. Ist die Erde wirklich nur noch zwei Grad von einer Klimakatastrophe entfernt? Was: Dok - Der Klimawandel Wo: SRF 1 Wann: 14. November um 20:05 Uhr +___________+ ::::::::/:/:/:/:::::::::

    • Swissman73 am 10.11.2019 13:22 Report Diesen Beitrag melden

      @srf1

      Auf unserem Propagandasender kommt das. So so. Hör mal auf die anderen Wissenschaftler, die das Gegenteil behaupten. Auf die Wissenschaftler die Du hörst, die sind politisch gesteuert.

    • Ironman am 10.11.2019 13:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Swissman73

      Es hat nicht jeder Kontakte zu Auserirdischen, wie du sie hast!

    • Swissman73 am 10.11.2019 15:20 Report Diesen Beitrag melden

      @Ironman

      Ausserirdische? Ich rede von jenen Wissenschaftlern, die eine andere Ansicht haben als die, die mit politischen Geldern Reden halten können... Aber um das Wissen zu erhalten, reichen Mainstreammedien nicht, da braucht es Fachzeitschriften.

    • Rolf 65 am 10.11.2019 17:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Swissman73

      Auch ihre Wissenschaftler werden von irgendwemm bezahlt aber geht ja hier um fussball und die bulli ist spannend wie lange nicht

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  • Bayernliga am 10.11.2019 11:02 Report Diesen Beitrag melden

    Bayern München- eine Klasse für sich

    Ist in der Bundesliga wohl auch die nächsten Jahrzehnte so: Bayern wird wieder Meister. Ist auch klar, wenn die anderen im Vergleichn so lausig spielen, als wären sie in der 2. Liga. Und so lautet die Frage wieder: wer wird Zweiter hinter den Bayern? Leipzig oder Gladbach?

  • Heiri am 10.11.2019 09:14 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht Hansi was

    Wieso nennen den alle Hansi Flick und nicht Hans Flick? Solche Diskriminierungen sollte es im 21. Jh. nichr mehr geben.

    • zu Null gespielt am 10.11.2019 10:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Heiri

      Er heisst ja auch Hans-Dieter Flick. Das i ist sicher von D(i)eter..;-))

    • KvB am 10.11.2019 15:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Heiri

      Die sagen auch Spätzle, Ulli, Seppl ect..

    • Minnie Mouse am 10.11.2019 15:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @zu Null gespielt

      Als Kind wird man mit dem Namen Hans oft Hansi genannt - im Erwachsenenalter sollte damit irgendwann Schluss sein! Das i kommt sicher nicht von Dieter!

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