Trikot-Lieferant klagt

29. Februar 2012 18:41; Akt: 29.02.2012 20:11 Print

Konkursantrag gegen Servette gestellt

Nach mehreren leeren Drohungen wird nun doch Antrag auf Konkurseröffnung gegen den FC Servette-Genf gestellt. Präsident Majid Pishyar will den Klub offenbar verkaufen.

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Servette-Präsident Majid Pishyar gerät nun so richtig unter Druck. (Bild: Keystone)

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Zwei Wochen hatte Servette Zeit, sich der Konkurseröffnung zu entziehen. Immer wieder wurden die Gläubiger vertröstet, erst im letzten Moment wurde jeweils Geld überwiesen. Die Hoffnung auf eine einvernehmliche Lösung liess die Gläubiger über die Schmerzgrenze gehen. Nun hat der Trikot-Lieferant aber offenbar die Geduld verloren.

Die Firma «GIB Sportswear», die Servette die Trikots liefert, wird gemäss der «Tribune de Genève» einen Antrag auf Konkurseröffnung ohne vorgängige Betreibung gegen den Super-League-Klub stellen. «GIB hat alles getan, um eine Lösung zu finden und um diesen extremen Schritt zu vermeiden, aber die Firma ist ebenfalls in finanziellen Schwierigkeiten», erklärt Christophe Gal, der Genfer Anwalt von GIB.

Pishyar will Servette verkaufen

Wie wird Servette-Präsident Majid Pishyar auf die neue Hiobsbotschaft reagieren? Der Iraner, der noch immer in New York weilt, spielt offenbar seit längerem mit dem Gedanken, den Super-League-Klub zu verkaufen. «Alle Türen stehen offen, um den Klub zu retten», sagte Servette-Sprecher Shahïn Ammane am Mittwoch. Doch wer kauft schon einen maroden Fussballklub?

Der Verein «Association SFC», der von einigen Mitgliedern des Gönnervereins «Club des 100» ins Leben gerufen wurde, möchte versuchen, Servette zu retten. 2,5 Millionen Franken sollen gesammelt werden, um die Schulden des Klubs zu bezahlen und die aktuelle Saison beenden zu können. Momentan steht Servette mit ungefähr 1,7 Millionen Franken in der Kreide.

Noch vor zwei Wochen hatte Pishyar den Konkursantrag anderer Gläubiger durch eine Teilzahlung abgewendet. Damals hatten unter Führung der Reinigungsfirma «Cleantonic» zehn Gläubiger insgesamt eine Million Franken von Servette verlangt.

(pre)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Miriam Hofstetter am 29.02.2012 18:49 Report Diesen Beitrag melden

    Hoffe es kommt gut

    Einfach schade. Hoffe es kommt gut. Verstehen kann ich die Stadt Genf nicht. Wie kann man tatenlos zusehen, wie ein zwetes mal der Verein, für mich als Servette Fan sehr schlimm, vielleicht bachab geht? In Genf hat es Weltfirmen, die in den Verein investieren könnten und so eine gesunde Basis zu legen. Ist Genf keine Sportstadt mehr? Auch der HC Genf Servette hat immer wieder Konflikte zu bewältigen! Wenn man den Hockeyklub nach Lausanne verlegen könnte und den Fussballverein gesund aufbauen, dann würde Servette innrt kurzer Zeit an der Spitze der ASL mitspielen. Da kommen einem die Tränen!

  • giovanni bernasconi am 29.02.2012 23:01 Report Diesen Beitrag melden

    Quo vadis CH-fussball?

    Es ist Zeit, dass Clubs wie Servette, Sion, Xamax usw endlich verschwinden. Das Gleiche gilt fuer GC, FCZ, St. Gallen, usw alles Vereine wo die Kasse nicht stimmt. Die ganze CH-fussballwelt muss neu geordnet werden und die Meisterschaften ( A + B) wieder attraktiv zu machen. Sonst muss man einfach den Laden schliessen.

  • C. Bosshart am 29.02.2012 21:06 Report Diesen Beitrag melden

    Schade für den Westschweizer Fussball

    Es ist schade, dass der einzige westschweizer Verein der 100% sauber arbeitet (Lausanne) der mit Abstand schlechteste ist und sportlich eigentlich nicht viel in der Super League zu verloren hat. Kann die Romandie nichts besseres zustande bringen? Vielleicht gibt der "geschenkte" Ligaerhalt den Lausannern etwas Auftrieb um rentabel und SL-tauglich zu werden.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Ludwig Büchel am 29.02.2012 23:14 Report Diesen Beitrag melden

    Fussball ade

    Wer wird der nächste Club sein??????

  • giovanni bernasconi am 29.02.2012 23:01 Report Diesen Beitrag melden

    Quo vadis CH-fussball?

    Es ist Zeit, dass Clubs wie Servette, Sion, Xamax usw endlich verschwinden. Das Gleiche gilt fuer GC, FCZ, St. Gallen, usw alles Vereine wo die Kasse nicht stimmt. Die ganze CH-fussballwelt muss neu geordnet werden und die Meisterschaften ( A + B) wieder attraktiv zu machen. Sonst muss man einfach den Laden schliessen.

  • C. Bosshart am 29.02.2012 21:06 Report Diesen Beitrag melden

    Schade für den Westschweizer Fussball

    Es ist schade, dass der einzige westschweizer Verein der 100% sauber arbeitet (Lausanne) der mit Abstand schlechteste ist und sportlich eigentlich nicht viel in der Super League zu verloren hat. Kann die Romandie nichts besseres zustande bringen? Vielleicht gibt der "geschenkte" Ligaerhalt den Lausannern etwas Auftrieb um rentabel und SL-tauglich zu werden.

  • Miriam Hofstetter am 29.02.2012 18:49 Report Diesen Beitrag melden

    Hoffe es kommt gut

    Einfach schade. Hoffe es kommt gut. Verstehen kann ich die Stadt Genf nicht. Wie kann man tatenlos zusehen, wie ein zwetes mal der Verein, für mich als Servette Fan sehr schlimm, vielleicht bachab geht? In Genf hat es Weltfirmen, die in den Verein investieren könnten und so eine gesunde Basis zu legen. Ist Genf keine Sportstadt mehr? Auch der HC Genf Servette hat immer wieder Konflikte zu bewältigen! Wenn man den Hockeyklub nach Lausanne verlegen könnte und den Fussballverein gesund aufbauen, dann würde Servette innrt kurzer Zeit an der Spitze der ASL mitspielen. Da kommen einem die Tränen!

  • ein Arbeiter am 29.02.2012 17:57 Report Diesen Beitrag melden

    unbedingter Konkurs

    Spieler verdienen enorme Summen, diese müssten unbedingt mit solchen Gagen auch Risiken übernehmen, es wäre an der Zeit, aus den Clubs normale Firmen zu machen, mit Lohn Höchstgrenzen.

    • Martin Schiegg am 01.03.2012 07:13 Report Diesen Beitrag melden

      normale Firma????

      Welche normale Firma hat den Lohn Höchstgrenzen??? Novartis? UBS??

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