Traum verwirklicht

22. Juli 2014 11:25; Akt: 22.07.2014 11:38 Print

Kranker Teenager kickt mit MLS-Profis

Xander Bailey ist ein Fan des Major-League-Soccer-Teams Seattle Sounders. Der 18-Jährige wollte selbst Profi werden, doch eine Krankheit verhindert dies. Bis jetzt.

Der grosse Auftritt von Xander Bailey. (Quelle: Youtube)
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Manchmal werden Träume wahr. Für den 18-jährigen Xander Bailey hat sich sein grösster Wunsch erfüllt, er ist offiziell Fussballprofi bei den Seattle Sounders. Und das ist alles andere als normal, denn der Teenager leidet an der Stoffwechselkrankheit Mukoviszidose. Symptome der Krankheit sind durch Schleimbildung ausgelöste Lungenerkrankungen und mangelnde Gewichtszunahme. Eine Sportlerkarriere ist deshalb unmöglich, auch weil nur die Symptome, nicht aber die Krankheitsursache behandelt werden können.

Dass es mit Baileys Traum vom Profifussball doch geklappt hat, ist der Make A Wish Foundation zu verdanken, die kranken Kindern und Jugendlichen Herzenswünsche erfüllt. Zunächst unterschrieb der Amerikaner einen Kurzvertrag bei seinem Lieblingsklub aus der «Emerald City». In seiner kurzen Profikarriere trainierte Bailey bei den Sounders unter anderem mit dem amerikanischen Nationalmannschaftscaptain Clint Dempsey.

55'000 Fans jubeln Bailey zu

Der Höhepunkt war aber zweifellos das Testspiel gegen den englischen Premier-League-Klub Tottenham Hotspur, zu dem der 18-Jährige auflaufen durfte – ins proppenvolle Century Link Field Stadion. Über 55'000 Fans jubelten ihm zu, als er gemeinsam mit Dempsey das Spiel eröffnete. Die Fans schwenkten Banner mit seinem Namen und seiner Rückennummer 45. Nach einer Offensivaktion und einem Abschluss auf den amerikanischen Tottenham-Goalie Brad Friedel verliess er erneut unter tosendem Jubel das Feld, klatschte mit der gesamten Sounders-Mannschaft ab und schrieb fleissig Autogramme.

Bailey bedankte sich nach seinem grossen Tag auch per Twitter und war vor allem ob der Unterstützung der Fans im Stadion gerührt: «Es war verrückt. Ich hätte nie gedacht, dass sie meinen Namen rufen. Das werde ich definitiv nie vergessen.»


(ofi)