Meisterrennen

18. Mai 2019 15:47; Akt: 18.05.2019 22:17 Print

BVB-Traum geplatzt, Bayern mit Gala zum Titel

Dortmund verpasst trotz Sieg den Meistertitel. München fertigt die Frankfurter Eintracht 5:1 ab. Ein Duo feiert glänzenden Abschied.

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Der siebte Meistertitel in Folge: Bayern München krönt sich dank einer Gala gegen Frankfurt zum deutschen Meister. Im Fernduell um den Titel zog Borussia Dortmund den Kürzeren – trotz eines 2:0-Sieges bei Borussia Mönchengladbach. Die Münchner stellten schon früh die Weichen auf Erfolg. Kingsley Coman bracht den Rekordmeister bereits nach vier Minuten in Front. Liessen in der Folge aber unzählige Chancen aus. Es ging mit 1:0 in die Pause. Kurz vor der Pause konnte Jadon Sancho den BVB nach anfänglichen Problemen zur Führung schiessen. Auch hier war das 1:0 der Pausenstand. In Halbzeit 2 drehten die Gäste in München auf. Sebastien Haller brachte die Eintracht kurz nach der Pause zurück ins Spiel – 1:1. Doch nur kurzer Zeit später schlug der Rekordmeister zurück. David Alaba sorgte für das 2:1. Un auch Dortmund legte nach. Marco Reus sorgte für das 2:0 der Gäste. Danach flachte das Spiel in Gladbach ab: Dortmund musste nicht und Gladbach konnte nicht. In München erhöhte Renato Sanches auf 3:1. Den Münchner war der Titel kaum noch zu nehmen. Und dann wurde es in München kitschig: Franck Ribéry wurde unter stehenden Ovationen in der 61. Minute eingewechselt, ehe er in der 72. Minute nach einem tollen Dribbling auf 4:1 erhöhte. Der Franzose verlässt am Saisonende den Club nach zwölf Jahren. Es war sein letztes Bundesliga-Spiel für die Roten. Und auch der zweite langjährige Flügelflitzer der Münchner verabschiedete sich mit einem Tor aus der Bundesliga. Arjen robben traf nach 78 Minuten zum finalen 5:1. Dank der Gala-Vorstellung wurde also in München gejubelt. Auch ein dritter verdienter Spieler wurde verabschiedet: Rafinha (2.v.l.) verlässt den Rekordmeister.

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Bayern München ist zum 7. Mal in Serie deutscher Meister. Die Münchner verteidigen in der 34. und letzten Runde der Bundesliga dank einem 5:1 gegen Eintracht Frankfurt ihren Vorsprung auf den BVB.

Die Chancen auf einen Umschwung an der Spitze am letzten Spieltag waren für Borussia Dortmund schon vor Anpfiff um 15.30 Uhr gering. Die Mannschaft von Lucien Favre hatte auf Unterstützung von Bayern-Gegner Eintracht Frankfurt hoffen müssen, während sie selber zum Härtetest bei Borussia Mönchengladbach antrat. Um 15.34 Uhr liess Kingsley Coman durch das frühe 1:0 in München die Hoffnungen des BVB-Anhangs bereits auf ein Minimum sinken.

Glänzender Abschied für ein Duo

Nur kurzzeitig, von der 50. bis zur 53. Minute, kam am letzten Spieltag nochmals so etwas wie Spannung auf. Sébastien Haller vermochte durch den zwischenzeitlichen und überraschenden Ausgleich für Frankfurt fünf Minuten nach der Pause das Nervenkostüm der Bayern und von Ex-Trainer Niko Kovac zu testen. Die Reaktion der Münchner, die in der ersten Halbzeit eine frühzeitige Entscheidung noch fahrlässig vergeben hatten, fiel allerdings vehement aus. David Alaba (53.) und Renato Sanches (58.) sorgten innerhalb von acht Minuten zur endgültigen Titelentscheidung.

Für ein fast kitschiges Münchner Schlussbouquet sorgten die scheidenden Flügelspieler Franck Ribéry und Arjen Robben. Die in der Bundesliga gefürchtete Flügelzange, die ihre Schicht erst nach einer Stunde antrat, war für die Treffer zum 4:1 respektive 5:1 verantwortlich. Ribéry, der zum 4:1 traf, verlässt den FCB nach zwölf Jahren mit dem 9. Meistertitel. Bei Robben, der zwei Jahre nach Ribéry nach München wechselte, wurde es im zehnten Jahr Meistertitel Nummer 8.

Gladbach und Frankfurt büssen

Der BVB hatte beim 2:0 in Mönchengladbach derweil sein Möglichstes getan, die Titelentscheidung so lange wie möglich offen zu halten. Nach einer knorzigen Startphase fand Gelb-Schwarz kurz vor der Pause durch Youngster Jadon Sancho in die Spur. Der 19-jährige Engländer, der durch seine starken Bundesliga-Auftritte vielerorts Begehrlichkeiten weckte, bezwang den Schweizer Nationaltorhüter Yann Sommer nach einer Hereingabe von Marco Reus per Volley zum 1:0. Beim 1:0 noch Vorbereiter, erzielte Captain in der 54. Minute den zweiten Dortmunder Treffer selber.

Als Kollateralschaden des Titel-Fernduells blieben letztlich die Gegner Borussia Mönchengladbach und die Eintracht Frankfurt zurück. Mönchengladbach, das mit den Schweizern Sommer, Nico Elvedi, Denis Zakaria und Josip Drmic zum Kräftemessen mit dem BVB angetreten war, rutschte durch die Niederlage am letzten Spieltag zu Gunsten von Bayer Leverkusen (5:1 bei Hertha Berlin) aus den Champions-League-Plätzen. Adi Hütters Eintracht Frankfurt muss anstelle von Wolfsburg (8:1 gegen Augsburg) in der Europa-League-Qualifikation antreten.

Verdienter Titel, auch dank 5:0-Gala

Die Münchner verdienten sich den siebten Meistertitel in Folge und den 29. insgesamt, weil sie sich von einer überragenden Vorrunde des BVB nur kurz aus der Ruhe bringen liessen. Favre hatte in seinem ersten halben Jahr in Dortmund in der Meisterschaft nur einmal verloren, der Vorsprung auf Verfolger Bayern betrug im Dezember neun Punkte. In München blieben sie geduldig und waren bereit, als beim BVB mit dem Beginn der Rückrunde eine Schwächephase aufzog.

Wie von den Bayern erhofft, brachte der Ausblick auf den möglichen Meistertitel Unruhe in das junge Dortmunder Kader. Nach zwei Siegen zum Auftakt in die Rückrunde war der BVB in fünf Spielen nur einmal siegreich. Die vorentscheidende Ablösung kam Anfang April mit der Münchner 5:0-Gala gegen den Herausforderer aus Dortmund.

Telegramme:

Bayern München - Eintracht Frankfurt 5:1 (1:0).
75'000 Zuschauer.–Tore: 4. Coman 1:0. 51. Haller 1:1. 53. Alaba 2:1. 58. Sanches 3:1. 72. Ribéry 4:1. 78. Robben 5:1. - Bemerkung: Frankfurt mit Fernandes.

Schalke 04 - Stuttgart 0:0.
61'676 Zuschauer. - Bemerkungen: Schalke bis 63. mit Embolo, Stuttgart ohne Zuber (verletzt).

Borussia Mönchengladbach - Borussia Dortmund 0:2 (0:1).
54'022 Zuschauer.–Tore: 45. Sancho 0:1. 54. Reus 0:2. - Bemerkungen: Mönchengladbach mit Sommer, Elvedi, Zakaria und Drmic, ohne Lang (Ersatz), Dortmund mit Bürki und Akanji, ohne Hitz (Ersatz).

Hertha Berlin - Bayer Leverkusen 1:5 (1:2).
59'287 Zuschauer.–Tor: 28. Havertz 0:1. 34. Lazaro 1:1. 38. Alario 1:2. 54. Brandt 1:3. 72. Alario 1:4. 88. Alario 1:5. - Bemerkung: Hertha mit Lustenberger.

Werder Bremen - RB Leipzig 2:1 (1:0).
42'100 Zuschauer.–Tore: 42. Rashica (Foulpenalty) 1:0. 86. Mukiele 1:1. 88. Pizarro 2:1. - Bemerkung: Leipzig mit Mvogo.

Freiburg - 1. FC Nürnberg 5:1 (2:0).
24'000 Zuschauer.–Tore: 7. Terrazzino 1:0. 34. Waldschmidt 2:0. 54. Petersen 3:0. 56. Petersen 4:0. 61. Grifo 5:0. 69. Löwen 5:1.

Mainz - Hoffenheim 4:2 (0:2).
Zuschauer.–Tore: 12. Belfodil 0:1. 34. Kramaric 0:2. 66. Brosinski (Foulpenalty) 1:2. 83. Boëtius 2:2. 90. Boëtius 3:2. 93. Mateta 4:2. - Bemerkung: 41. Gelb-Rote Karte gegen Baumgartner (Hoffenheim/Unsportlichkeit).

Wolfsburg - Augsburg 8:1 (3:0).
28'000 Zuschauer.–Tore: 21. Weghorst 1:0. 37. Weghorst 2:0. 41. Koche 3:0. 55. Weghorst 4:0. 57. Ginczek 5:0. 60. Rexhbecaj 6:0. 82. Schieber 6:1. 85. Brekalo 7:1. 89. Danso (Eigentor) 8:1. - Bemerkungen: Wolfsburg bis 69. mit Mehmedi, ohne Steffen (verletzt), Augsburg mit Kobel.

Fortuna Düsseldorf - Hannover 96 2:1 (0:0).
48'000 Zuschauer.–Tore: 56. Hennings 1:0. 60. Karaman 2:0. 78. Müller 2:1. - Bemerkung: Hannover mit Schwegler.

Rangliste:1. Bayern München 34/78 (88:32). 2. Borussia Dortmund 34/76 (81:44). 3. RB Leipzig 34/66 (63:29). 4. Bayer Leverkusen 34/58 (69:52). 5. Borussia Mönchengladbach 34/55 (55:42). 6. Wolfsburg 34/55 (62:50). 7. Eintracht Frankfurt 34/54 (60:48). 8. Werder Bremen 34/53 (58:49). 9. Hoffenheim 34/51 (70:52). 10. Fortuna Düsseldorf 34/44 (49:65). 11. Hertha Berlin 34/43 (49:57). 12. Mainz 05 34/43 (46:57). 13. SC Freiburg 34/36 (46:61). 14. Schalke 04 34/33 (37:55). 15. Augsburg 34/32 (51:71). 16. VfB Stuttgart 34/28 (32:70). 17. Hannover 96 34/21 (31:71). 18. 1. FC Nürnberg 34/19 (26:68).

Fussball

(tzi/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • A.S am 18.05.2019 16:43 Report Diesen Beitrag melden

    BVB verdient...

    Nicht Meister geworden! Wenn man 9 Punkte Vorsprung aus der Hand gibt, dann verdient Dortmund auch den Titel nicht.

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  • Drippler am 18.05.2019 18:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Selber Schuld

    Dortmund hat die Meisterschaft in der Rückrunde selber verspielt.

  • Simon am 18.05.2019 17:28 Report Diesen Beitrag melden

    Schade

    Für die Liga wäre es sicher besser, wenn mal jemand anders Meister werden würde. Eine solche Dominanz ist nie gut.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Fc Bayern am 19.05.2019 19:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    MiaSanMia

    Stimmt ja bvb braucht ja immer Schützenhilfe MiaSanMia

  • Peter am 19.05.2019 06:30 Report Diesen Beitrag melden

    Schon wieder nichts

    Wenn der BVB endlich den Watzke entlassen würden, dann geht die Schale sicher wieder einmal nach Dortmund. Wie der den BVB nach aussen darstellt, und mit den Giftpfeilen Richtung Süden, baut er eigentlich mehr Druck auf seinen BVB auf, als auf Bayern. Denn die können besser mit Druck umgehen, auch mit Giftpfeilen Richtung Norden. Mit diesen Finanziellen Mitteln und dem Kader hätte dieses Jahr die Meisterschaft geholt werden müssen. Einfach gesagt, der BVB hat versagt, so einfach ist das!!!

  • PeteW am 19.05.2019 03:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Coach nicht top

    Die Bayern waren schlussendlich einfach besser und haben für meinen Geschmack den besseren und viel konstanteren Trainer. Favre hat mit seiner Unsicherheit die gesamte Mannschaft angesteckt. Schade! Ich würde ihn mit einem Top coach ersetzen. Jose M zum Bespiel !

  • Realo am 18.05.2019 22:59 Report Diesen Beitrag melden

    Kein souveräner Meister

    Nicht die Bayern haben gewonnen, sondern die Dortmunder haben verloren. Gegen Düsseldorf und Bremen hat BVB den Titel unnötig verschenkt - so einfach ist das....

    • Realitätssinn Verloren am 19.05.2019 08:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Realo

      Du lässt außer acht, dass Bayern selbst leichtfertig viele Punkte gegen sogenannte kleine Gegner wie Freiburg, Düsseldorf und Nürnberg liegen gelassen hast. Dann scheinst du auch schon die 5:0-Klatsche der Dortmunder gegen Bayern vergessen zu haben.

    • Balz am 19.05.2019 09:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Realo

      Tja man findet immer was nicht? Nur weil Bayern (dieses Mal) nicht mit 12 pkt Meister wird ist es nicht souverän? Heul doch.

    • gen Pokalfinal am 19.05.2019 09:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Realo

      Ja klar war es kein souveräner Meistertitel. Aber wen man 9.Punkte wetmacht und 2.Punkte vor ist am ende der Saison, ist man denoch verdient Deutscher Meister.MiaSanMia.:-))

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  • Cavi33 am 18.05.2019 22:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Einheitsbrei ist schlecht

    Und die Moral von der Geschicht, keine deutsche Clubmannschaft ist mehr im europäischen Fussball wirklich gut. Das wird sich im nächsten Wettbewerb fortsetzen.