Bundesliga

18. Dezember 2018 22:48; Akt: 19.12.2018 08:29 Print

Favres erster Fehltritt – gegen den Aufsteiger

Bundesliga-Leader Dortmund kassiert seine erste Niederlage: 1:2 bei Aufsteiger Fortuna Düsseldorf.

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Erste Niederlage für Lucien Favre und Dortmund. (Bild: Keystone/Marcel Kusch)

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Dreimal hatte der BVB zuletzt einen Halbzeitrückstand in einen Sieg gedreht. Ein viertes Mal ging Lucien Favres Pokertaktik nicht auf - obwohl die Joker Jadon Sancho und Paco Alcacer erneut Akzente setzten. Letzterer erzielte in der 81. Minute sein zehntes Tor als Einwechselspieler. Der Kopfballtreffer auf Flanke von Lukasz Piszczek und Vorarbeit von Sancho war indes nur das 1:2.

Ein Traumtor des Düsseldorfer Mittelfeldmanns Jean Zimmer nach einer knappen Stunde erwies sich als Vorentscheidung. Der Vollspannschuss aus gut 20 Metern war für Roman Bürki unhaltbar. Manuel Akanji stand zu diesem Zeitpunkt nicht mehr auf dem Platz. Der Schweizer Nationalverteidiger blieb wegen Adduktorenproblemen in der zweiten Halbzeit draussen. Den Führungstreffer hatte Dodi Lukebakio in der 22. Minute nach einem Konter erzielt.

Für Lucien Favre war es im 16. Spiel die erste Niederlage mit Dortmund in der Meisterschaft. Weil sich der erste Verfolger Borussia Mönchengladbach gegen den anderen Aufsteiger Nürnberg keine Blösse gab, verringerte sich der komfortable Vorsprung des zuvor sechsmal in Folge siegreichen Herbstmeisters auf sechs Punkte. Bayern München kann am Mittwoch mit einem Heimsieg gegen RB Leipzig ebenfalls auf sechs Punkte heranrücken. Am Freitag empfängt der BVB zudem Mönchengladbach.

Makellose Heimbilanz

Die Gladbacher können schon vor dem Jahresabschluss beim BVB eine überaus positive Hinrunden-Bilanz ziehen. Ein Spiel vor der vierwöchigen Pause steht fest, dass die Mannschaft von Trainer Dieter Hecking und dem Schweizer Quintett Yann Sommer, Nico Elvedi, Michael Lang, Denis Zakaria und Josip Drmic auf einem Champions-League-Platz ins neue Jahr rutschen wird. Das ungefährdete 2:0 gegen Nürnberg war der achte Sieg im achten Heimspiel. Besser schnitt Gladbach zuhause noch nie ab.

Gegen die schwächste Defensive der Liga bekundete der Tabellenzweite nur anfänglich Mühe. Nach einem abgelenkten Schuss an die Latte des eigenen Tors in den ersten Minuten übernahm das Heimteam aber zusehends die Kontrolle. Alassane Pléa, zweimal der auffällige Zakaria und Thorgan Hazard mit einem überheblich über das Tor gelupften Foulpenalty vergaben die ersten Möglichkeiten zunächst, ehe Hazard seinen Lapsus zu Beginn der zweiten Halbzeit mit dem Führungstreffer ausbügelte. Für den von Topklubs umworbenen Belgier war es der 9. Treffer und die 15. Torbeteiligung in der Bundesliga-Hinrunde. In den Schlussminuten war Pléa ebenfalls zum 9. Mal erfolgreich.

Für Nico Elvedi endete das letzte Heimspiel des Kalenderjahres mit einem brummenden Schädel. Der Nationalverteidiger zog sich bei einem Luftduell eine Platzwunde zu und musste sich 20 Minuten vor Schluss auswechseln lassen.

Düsseldorf - Dortmund 2:1 (1:0). - 52'000 Zuschauer. - Tore: 22. Lukebakio 1:0. 56. Zimmer 2:0. 81. Alcacer 2:1. - Bemerkungen: Dortmund mit Bürki und Akanji (bis 45.), ohne Hitz (Ersatz).

Mönchengladbach - Nürnberg 2:0 (0:0). - 42'323 Zuschauer. - Tore: 47. Hazard 1:0. 86. Pléa 2:0. - Bemerkungen: Mönchengladbach mit Sommer, Elvedi (bis 73.), Lang (ab 75.) und Zakaria, ohne Drmic (Ersatz). 5. Abgelenkter Schuss von Fuchs (Nürnberg) an die Latte. 45. Hazard (Gladbach) verschiesst Foulpenalty.

Hertha Berlin - Augsburg 2:2 (2:2). - 27'939 Zuschauer. - Tore: 8. Hinteregger 0:1. 28. Leckie 1:1. 31. Duda 2:1. 31. Koo 2:2. - Bemerkungen: Hertha mit Lustenberger.

Wolfsburg - Stuttgart 2:0 (2:0). - 21'780 Zuschauer. - Tore: 24. Guilavogui 1:0. 44. Weghorst 2:0. - Bemerkungen: Wolfsburg mit Mehmedi (bis 85.) und Steffen (ab 85.).

Rangliste: 1. Borussia Dortmund 16/39 (42:17). 2. Borussia Mönchengladbach 16/33 (35:16). 3. Bayern München 15/30 (32:18). 4. RB Leipzig 15/28 (28:14). 5. Eintracht Frankfurt 15/26 (32:18). 6. Wolfsburg 16/25 (24:20). 7. Hertha Berlin 16/24 (25:24). 8. Hoffenheim 15/23 (30:21). 9. Werder Bremen 15/21 (25:25). 10. Mainz 05 15/19 (14:19). 11. Bayer Leverkusen 15/18 (21:27). 12. SC Freiburg 15/17 (19:24). 13. Schalke 04 15/15 (16:21). 14. Augsburg 16/15 (23:26). 15. Fortuna Düsseldorf 16/15 (18:33). 16. VfB Stuttgart 16/14 (11:32). 17. 1. FC Nürnberg 16/11 (14:37). 18. Hannover 96 15/10 (16:33).

Fussball

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Manu-L am 18.12.2018 23:15 Report Diesen Beitrag melden

    Über alle Zweifel erhaben, aber...

    Auch Dortmund ist schlagbar. Das dies durch Düsseldorf geschah, erstaunt mich jedoch. Hätte ich jetzt so nicht erwartet.

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  • ich am 18.12.2018 23:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Macht die Augen auf

    Bin immerwieder froh über solche Ergebnisse, da sieht man mal wieder was Herz und Kampf zu Stande bringt. Für mich persönlich ist die Bundesliga auch die attraktivste Liega Europas. Ich sag nur 50+1.... Keine chinesischen oder Betttuch tragende Milliardäre die Fussball nur als Hobby sehen...

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  • marko 33 am 18.12.2018 22:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Super

    Super

Die neusten Leser-Kommentare

  • Dr.Dusel am 20.12.2018 14:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Okay..

    ..gegen Düsseldorf kann man verlieren. Aber das war nun definitiv Steinzeitfussball vom Trainer Funkel. Manndeckung im Jahre 2018?!? Immer wieder fallen gewisse und vorallem deutsche Trainer, in diese sehr altertümliche, ärgerliche und langweilige Spielweise zurück.

  • T.R. am 19.12.2018 15:16 Report Diesen Beitrag melden

    Punkte

    Wenn nur nicht diese Punkte in der Schlussabrechnung fehlen, das würde besonders weh tun.

  • Leo66 am 19.12.2018 14:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sammer?

    Ich kann es nicht verstehen dass er favre immer diesen Götze aufstellt...dass ging nun total in die hose....oder gibt es da von hinte druck dass er in bringen muss?

    • Kicker am 19.12.2018 16:32 Report Diesen Beitrag melden

      Das Götze Problem könnte dem BVB

      den Titel kosten. Kaum zu glauben mit welchem Zeitlupen speed der unterwegs ist, und wenn er mal zum Abschluss kommt kullert der Ball direkt in die Hände des Goalis.

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  • Ramputan am 19.12.2018 11:24 Report Diesen Beitrag melden

    Finde ich gut

    Wenn alle so spielen würde,wie es auf dem Papier aussieht,wäre es weder interessant noch spannend.Bei den Medien verhält sich das jedoch nicht so,egal wie das Resultat sie wissen immer etwas do.... zu schreiben !

  • Ex-Düsseldorfer. am 19.12.2018 08:41 Report Diesen Beitrag melden

    Die Dortmunder und die Bayern

    haben einfach zu kurze Beine - mit denen könnten sie jedoch prima bowlen!!