Fifa Ballon d'Or

11. Januar 2016 20:19; Akt: 11.01.2016 23:54 Print

Lionel Messi, wer sonst

Der Weltfussballer 2015 heisst Lionel Messi. Der Argentinier gewinnt den Ballon d'Or bereits zum fünften Mal.

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Aller guten Dinge sind ... fünf! wird am 11. Januar im Zürcher Kongresshaus wie schon 2009, 2010, 2011 und 2012 zum Weltfussballer gewählt. Den Preis überreichen Fifa-Interimspräsident . Der Brasilianer war 2007 der letzte Weltfussballer, der nicht Messi oder Ronaldo heisst. 2008, 2013 und 2014 durfte jubeln. Nun gratuliert der Portugiese seinem Rivalen zum erneuten Triumph. Auch Barça-Kollege (l.) kann die Seriensieger nicht stoppen. Die Weltfussballerin 2015 heisst . Die US-Amerikanerin wurde 2015 Weltmeisterin. von CL-Sieger Barcelona wird zum Trainer des Jahres gewählt. Der Spanier ist bei der Preisverleihung in Zürich nicht anwesend. Der Puskás-Award für das schönste Tor des Jahres geht an . Wer fehlt? Beim Teamfoto der begeben sich nur 10 Kicker auf die Bühne. Es sind dies (v.l.): Thiago Silva (PSG), Luka Modric (Real), Marcelo (Real), Paul Pogba (Juve), Sergio Ramos (Real), Neymar (Barcelona), Dani Alves (Barcelona), Lionel Messi (Barcelona), Andres Iniesta (Barcelona), Cristiano Ronaldo (Real). Wir lüften das Geheimnis: Torhüter Manuel Neuer (Bayern). Der Deutsche weilt mit seinem Team im Trainingslager in Katar. : Jill Ellis (US-Nationalteam) Moderator um ein Selfie. und Freundin Antonella Roccuzzo. Der Beziehungsstatus von ist kompliziert. Der Real-Star wird immer wieder mit hübschen Damen in Verbindung gebracht, an der Gala erscheint er aber ohne Begleitung. Der Hingucker auf dem Roten Teppich: Real-Verteidiger und seine Begleitung Pilar Rubio. Hola! Mit dem wohl spektakulärsten Outfit präsentiert sich Juve-Star . Seit 2008 heisst der Weltfussballer entweder Cristiano Ronaldo oder Lionel Messi. Vor den Seriensiegern wurde diesem Kicker die Ehre zuteil: Kaká, der Weltfussballer des Jahres 2007. Auch lässt sich das Spektakel nicht entgehen. Auch diese Dame gefällt: US-Nationaltorhüterin . Die Autogramm- und Selfie-Jäger kommen auf ihre Kosten. Fussball-Legende nimmt sich Zeit für die Fans. Er darf nicht fehlen: . Der Fifa-Interimspräsident ist in Absentia des gesperrten Präsidenten Sepp Blatter der Gastgeber des Abends. Präsidentschaftskandidat schaut auch vorbei. Die Hauptdarsteller treffen am Montagnachmittag in Zürich ein. Vom Flughafen geht es direkt ins Zürcher Kongresshaus, wo ein Medientalk auf dem Programm steht. Vorstellen muss man die Herren zwar niemandem, aber: , seines Zeichens vierfacher Weltfussballer, geht als Favorit ins Rennen. Titelverteidiger ist guter Dinge, seine vierte Trophäe mit nach Hause nehmen zu können. Der Dritte im Bunde: Messis Barça-Kollege . Der Brasilianer träumt vom ersten Ballon d'Or, dürfte aber chancenlos sein. Beim Medientalk am häufigsten ergreift Ronaldo das Wort. Messi bleibt vage, als er gefragt wird, welche Qualität er von Ronaldo am liebsten hätte: «Es gibt vieles, was Ronaldo hervorragend kann.» Der Portugiese ist da schon lockerer: «Mein linker Fuss ist ja nicht schlecht. Aber den linken Fuss von Lionel Messi hätte ich gerne.» Vor der Wahl 2015 einen Blick auf die letzten zehn Weltfussballer. Und hier der Vergleich der drei Finalisten von 2015.

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Lionel Messi wird an der Ballon d'Or-Gala der Fifa im Zürcher Kongresshaus zum Weltfussballer des Jahres 2015 gewählt. Er verweist Cristiano Ronaldo und Teamkollege Neymar auf die Plätze. Für Messi, der von den Nationaltrainern und -Captains aller Fifa-Mitgliederstaaten sowie ausgelesenen Journalisten seit zehn Jahren immer in die Top 3 gewählt wurde, ist es nach 2009 bis 2012 die fünfte Auszeichnung zum Weltfussballer.

Cristiano Ronaldo blieb nach zwei Jahren auf dem Thron wegen der titellosen Saison mit Real Madrid und trotz 48 Meisterschaftstoren 2014/15 diesmal wieder die ungeliebte Rolle des ersten Gratulanten. Neymar, Messis Sturmpartner bei Barcelona, war bei seiner Premiere im Kreis der Top 3 gegen die beiden Dominatoren der Szene ohne Chance. In den letzten acht Jahren belegten Messi und Ronaldo einzig 2010 nicht die beiden ersten Plätze, als es Andrés Iniesta auf den zweiten Platz hinter Teamkollege Messi schaffte.

Messi gewann 2015 mit Barça die Champions League, den spanischen Meistertitel und den Cup. Zudem führte er Argentinien an der Copa América in den Final, wo sich Chile im Penaltyschiessen durchsetzte. In der Meisterschaft steuerte der 28-Jährige 43 Tore zum Titel bei, in der Champions League war er mit zehn Treffern und sechs Vorlagen der Topskorer.

Drei Tore im WM-Final

Bei den Frauen ging der Goldene Ball an die US-Amerikanerin Carli Lloyd. Die 33-jährige Stürmerin führte die USA als Nummer 10 zum dritten WM-Titel und steuerte im Final drei Tore zum Sieg über Japan bei. Sie setzte sich bei der Wahl gegen die Deutsche Celia Sasic und die Japanerin Aya Miyama durch.

Trainer des Jahres wurde Luis Enrique. Der an der Gala wie der ebenfalls nominierte Bayern-Coach Pep Guardiola abwesende Spanier führte den FC Barcelona in seinem ersten Jahr zum Gewinn des Triples.

Das mit Korruptionsvorwürfen und Verhaftungen von diversen Funktionären überhäufte Skandaljahr des Weltfussballverbands, das in der Suspendierung von Blatter gipfelte, wurde an der Gala nicht thematisiert.

Zürich. Fifa-Gala Ballon d'Or für das Jahr 2015. Wahlresultate:
Weltfussballer des Jahres:
1. Lionel Messi (ARG/FC Barcelona) 41,33 Prozent der Stimmen.
2. Cristiano Ronaldo (POR/Real Madrid) 27,76.
3. Neymar (BRA/FC Barcelona) 7,86.

Weltfussballerin des Jahres: 1. Carli Lloyd (USA/Houston Dash) 35,28. 2. Celia Sasic (GER/1. FFC Frankfurt, im Sommer 2015 zurückgetreten) 12,60. 3. Aya Miyama (JAP/Okayama Yunogo Belle) 9,88.

Trainer des Jahres. Männer:
1. Luis Enrique (ESP/FC Barcelona) 31,08.
2. Pep Guardiola (ESP/Bayern München) 22,97.
3. Jorge Sampaoli (ARG/Nationalteam Chile) 9,47.
Frauen:
1. Jill Ellis (USA/Nationalteam USA) 42,98.
2. Norio Sasaki (JAP/Nationalteam Japan) 17,79.
3. Mark Sampson (WAL/Nationalteam England) 10,68.

Mannschaft des Jahres:
Torhüter: Manuel Neuer (GER/Bayern München).
Verteidigung: Daniel Alves (BRA/FC Barcelona), Thiago Silva (BRA/Paris St. Germain), Sergio Ramos (ESP/Real Madrid), Marcelo (BRA/Real Madrid).
Mittelfeld: Paul Pogba (FRA/Juventus Turin), Luka Modric (CRO/Real Madrid), Andrés Iniesta (ESP/FC Barcelona).
Sturm: Cristiano Ronaldo (POR/Real Madrid), Lionel Messi (ARG/FC Barcelona), Neymar (BRA/FC Barcelona).

Puskas-Preis (schönstes Tor):
1. Wendell Lira (BRA/Scherenschlag-Tor in der brasilianischen Meisterschaft für Goianésia) 46,7.
2. Lionel Messi (ARG/FC Barcelona) 33,3.
3. Alessandro Florenzi (ITA/AS Rom) 7,1.

Fairplay-Preis: Alle Fussballverbände und Klubs, die sich in der Flüchtlingshilfe engagieren.

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