Wien

24. März 2011 22:08; Akt: 24.03.2011 22:15 Print

Lukaku/Hazard verleihen Belgien wieder Flügel

von Andy Huber - Lange war Belgiens Nationalteam in der Versenkung verschwunden. Doch mit den Jungstars Lukaku (17) und Eden Hazard (20) geht es wieder aufwärts.

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Jung und in ganz Europa heiss begehrt: Die Offensivkräfte Lukaku (r.) und Hazard sollen Belgien die EM-Teilnahme sichern. Foto: keystone/Reuters

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Der Höhepunkt in der Historie des belgischen Nationalteams bedeutete der vierte Platz an der WM 1986 in Mexiko. Doch danach jagten die einst gefürchteten «roten Teufel» keinem Gegner mehr einen Schrecken ein und qualifizierten sich lediglich noch für die WM 1994 in den USA (Achtelfinal-Out).

Doch jetzt ist Belgien wieder auf dem Vormarsch, belegt in der Fifa-Rangliste Platz 62 und kann sich heute in der Gruppe A mit einem Sieg in Österreich wieder Hoffnungen auf eine EM-Teilnahme machen. Das Ticket für Polen und in die Ukraine sollen Anderlecht-Stürmer Lukaku und Lille-Söldner Hazard sichern. Lukaku, der trotz seiner 17 Jahre bereits einen Marktwert von 14 Mio. Euro hat, wird wegen seiner Torgefährlichkeit und physischen Ähnlichkeit als Nachfolger von Didier Drogba bezeichnet. «Ich erkenne mich in Drogba wieder. Ich habe fast die gleichen Qualitäten», sagt der Teenager.

Grosse Töne. Doch der 1,91 m grosse Hüne lässt Worten auch Taten folgen: Lukaku buchte letzte Saison 15 Tore für Anderlecht und holte sich die Torjägerkrone. Für Belgien schoss er in neun Länderspielen zwei Tore. Kein Wunder haben unter anderem bereits Arsenal und Chelsea angeklopft.

Alle Türen in Europa stehen auch seinem Kumpel Hazard offen. Der 1,70 m kleine Wirbelwind, der in Frankreich liebevoll «Kobold» genannt und als neuer Messi gefeiert wird, hat grossen Anteil daran, dass Lille Leader ist. Hazard, der im letzten Dezember Vater wurde, kam mit 14 Jahren zu Lille und debütierte zwei Jahre später in der Ligue 1. Kein Geringerer als Zinédine Zidane empfiehlt seinen Chefs bei Real, Hazard (25 Mio. Euro Marktwert) «blind zu verpflichten». Der junge Mann sei «der Star der Zukunft». Den Belgiern muss um ihre Zukunft nicht bange sein.