Rauswurf ist Tatsache

16. März 2011 11:20; Akt: 16.03.2011 13:31 Print

Magath bei Schalke entlassen

Nun ist es definitiv: Nach einer turbulenten Woche gehen Bundesligist Schalke und Felix Magath ab sofort getrennte Wege. Die Entmachtung wird wohl ein juristisches Nachspiel haben.

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Felix Magath darf bei Schalke nicht mehr weiterarbeiten. (Bild: Keystone)

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Der Aufsichtsrat beschloss die Trennung von Felix Magath in einer Sondersitzung am Mittwochmorgen. Der 57-Jährige war seit 1. Juli 2009 bei den Königsblauen tätig und führte sie 2010 zum Vizemeistertitel und in diesem Jahr in den Final des DFB-Pokals und in die Champions-League-Viertelfinals. «Quälix» wurde sowohl als Vorstandsmitglied abberufen als auch als Trainer und Manager von seinen Aufgaben entbunden. Als Nachfolger Magaths ist Ralf Rangnick im Gespräch.

Die Entmachtung von Magath erfolgt nicht in gegenseitigem Einvernehmen. «Aus Sicht des FC Schalke 04 gibt es sehr gute Gründe für diese Trennung. Wir werden diese in der Öffentlichkeit nicht kommunizieren, weil nun ein juristisches Verfahren bevorsteht. Wir sehen diesem Verfahren sehr gelassen entgegen», erklärte Schalke-Boss Clemens Tönnies auf der Webseite des Bundesligaklubs und fügte an: «Inhaltlich ist das, was wir entschieden haben, für den FC Schalke 04 ein gutes Ergebnis.»

Juristisches Hickhack droht

Magath sagte seine Teilnahme an der Sondersitzung kurzfristig ab, weil «es keinen Sinn hat». Dort hätte er die Chance erhalten, sich gegen die teils heftigen Vorwürfe aus dem Aufsichtsrat zur Wehr zu setzen. Unter anderem wurde Magath «unmenschliches Verhalten» unterstellt. Doch der Trainer blieb der Sitzung fern, da er nur eine «unvollständige, stichwortartige Tagesordnung des Treffens» geschickt bekam. Das genüge nicht, schrieb Magaths Anwalt in einer Stellungnahme.

Die Fronten sind offenbar komplett verhärtet. Es geht um viel Geld. Schalke will mit dem Vorwurf, dass Magath nicht nach vereinsinternen Richtlinien gehandelt habe, einen grossen Teil der zwölf Millionen Euro Gehalt sparen, die dem Coach noch zustehen sollen.

(pre/ap)