Super League

04. November 2018 15:07; Akt: 04.11.2018 20:12 Print

FCZ schlägt Luzern, Basel mit knappem Heimsieg

von sda - Eiskalt: Zürich gewinnt dank toller Chancenauswertung auswärts in Luzern. Der FCB gelingt der Siegtreffer gegen Lugano in der Schlussphase.

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Domgjoni bringt den FCZ mit seinem ersten Saisontor in der 5. Minute in Führung. Die Zürcher mussten viel einstecken. Hier liegt Stephen Odey am Boden, ein Luzerner hatte ihn zuvor mit den Stollen am Oberschenkel erwischt. Nach dem frühen Rückstand sind die Luzerner keinesfalls geschockt. Luzerns Eleke Blessing schliesst einen Konter mustergültig ab... ...es ist das 4. Saisontor des Nigerianers. Der 168 Zentimeter kleine Mittelfeldspieler köpft zum 3:1 ein. Es ist die Enscheidung, die Luzerner brechen danach ein. Marc Janko ist mit dem FC Lugano bei seinem Ex-Verein zu Gast. In der 83. Minute wird er eingewechselt und muss mitansehen, wie die Basler den 3:2-Siegtreffer erzielen. Kevin Bua schiesst den FCB in der 11. Spielminute in Führung. Er verwandelt einen Freistoss direkt unter der Mauer hindurch zum 1:0. Wenig später krönt er seine Leistung mit dem 2:0. Ricky Van Wolfswinkel bringt Lugano mit einem Eigentor wieder ins Spiel. In der 84. Minute avanciert er trotzdem noch zum Matchwinner. Mit einem Kopfballtreffer entscheidet er die Partie. Peter Zeidler spielt mit dem FC St. Gallen gegen seinen früheren Arbeitgeber Sion. Neitzke erzielt den einzigen Treffer der Partie. Leider, aus Sion-Sicht, ins falsche Tor. Nach einem Fikentscher-Patzer fälscht der Verteidiger der Sittener den Ball ins eigene Tor ab. Auch die Verpflichtung von Murat Yakin bringt nicht die erhoffte Wende im Spiel der Sittener. Mit nur 11 Punkten liegen sie nur dank dem besseren Torverhältnis vor dem letztplatzierten GC.

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Nach vier sieglosen Super-League-Spielen kehrt Zürich in Luzern mit extrem effizienter Spielweise zum Siegen zurück. Die ersten vier Schüsse der Zürcher führen zu Toren, zuletzt heisst es 2:5.

Während den Zürchern das Siegen in der Europa League und zuletzt auch im Schweizer Cup nicht schwerfiel, taten sie sich in der Super League zuletzt schwer. Aus den letzten vier Partien resultierten neben einer Niederlage drei Unentschieden. Just aber vor dem Rückspiel in der Europa League bei Bayer Leverkusen fand der FCZ wieder in die Spur zurück. Und wie: Gleich mit 5:2 bezwang er die Luzerner, die es verpassten, die Woche nach dem Sieg in Neuenburg und dem Cup-Erfolg in Chiasso positiv abzuschliessen.

Intensive Startphase

Ein herrlicher Angriff der Zürcher über rund zehn Stationen führte schon in der 5. Minute zur Führung durch Toni Domgjoni, ohne dass die Luzerner einmal den Ball berührt hätten. Der Ausgleich des Gastgebers durch Blessing Eleke (22.) hatte dann nur fünf Minuten Bestand, ehe Stephen Odey nicht zu bremsen war und einen Sololauf gegen drei Luzerner erfolgreich zum 2:1 für den FCZ abschloss.

Ineffiziente Luzerner

Während die Gäste praktisch mit jedem Torversuch erfolgreich waren, sahen die Luzerner ihre Möglichkeiten entweder durch den aufmerksamen Goalie Yanick Brecher verwehrt, oder sie lamentierten mit Schiedsrichter Nikolaj Hänni, der bei drei mutmasslichen Penalty-Szenen gegen sie entschied.
Die Luzerner mussten in der Schlussphase immer stärker öffnen und kassierten innerhalb von drei Minuten zwei weitere Gegentreffer zur endgültigen Entscheidung. Matchwinner war Salim Khelifi, der drei Tore mustergültig vorbereitet hatte.

Basel gewinnt dank spätem Tor

Ein Spiel, das er schon zur Pause entschieden haben müsste, wurde für den FC Basel zur Zitterpartie. Der 3:2-Sieg nach einer Reihe eigenartiger Tore war für die Basler indessen mehr als verdient.
Der FC Basel scheint Geschmack an einer Machtdemonstration in den Startphasen der Meisterschaftsspiele zu finden. In Zürich gegen die Grasshoppers hatten sie mit dem 3:0 nach 17 Minuten alles klargemacht, im St.-Jakob-Park gegen Lugano führten sie nach 20 Minuten nur deshalb nicht ebenso klar, weil sie zwischen der 16. und der 19. Minute vier erstklassige Chance ausliessen. Kevin Bua holte das Versäumte nach 34 Minuten mit dem 2:0 teilweise nach.

Bua mit Doppelpack

Nach elf Minuten entschied sich der nach Verletzungen immer besser in Form kommende Bua, einen Freistoss aus gegen 20 Metern flach zu treten. Er schien damit zu spekulieren, dass die mauernden Luganesi aufspringen würden. Sie taten ihm den Gefallen, und Goalie David Da Costa konnte gegen den platzierten Schuss nichts ausrichten. Das 2:0 entsprang aus einem Einwurf für Lugano. Petar Brlek konnte den einfachen Ball nicht kontrollieren. Bua schaltete sich ein , zog gegen den Strafraum und bezwang Da Costa erneut mit einem genauen Flachschuss.

Basel verspielt erneut eine Führung

Luganos Anschlusstreffer nach 51 Minuten war nicht herausgespielt. Auf eine Cornerflanke liess sich Ricky van Wolfswinkel von einem hochspringenden Tessiner irritieren. Von der Schulter des Niederländers flog der Ball ins Tor. Für den FCB geriet der budgetierte Sieg erst recht in Gefahr, als der junge Innenverteidiger Eray Cömert in der 78. Minute in einer nicht sehr gefährlichen Situation im Strafraum Luganos schwedischen Stürmer Alexander Gerndt gelegt hatte. Die Aktion war so ungestüm, dass sich Cömert nicht über den Penaltypfiff zu wundern brauchte, auch wenn Gerndt bei seinem Sturz nachzuhelfen schien. Der eigenartige Match nahm doch noch den gerechten Ausgang. Mit einem Kopfballtor nach 84 Minuten machte Van Wolfswinkel seinen vorangegangenen Fehler wett, der schwerlich ein Fehler gewesen war. Die entscheidende Flanke hatte Bua geschlagen.

Lugano kam bis in die Schlussphase hinein zu keinem einzigen Abschluss im Strafraum.

St. Gallen gelingt Revanche im Tourbillon

Nach einer sehr schwachen Leistung verliert der FC Sion ein weiteres Heimspiel. Die Walliser ermöglichen mit dem 0:1 dem FC St. Gallen eine geglückte Revanche für den Cupmatch vom Donnerstag.
Nicht wenige langjährige Fans und Beobachter im Tourbillon konnten sich nicht an einen derart miserablen Auftritt des FC Sion vor dem eigenen Publikum erinnern. Die Ostschweizer ihrerseits mussten keine Galavorstellung zeigen, um die drei Punkte mitzunehmen. Nach dem 1:0 nach 32 Minuten geriet der Sieg nur in einer einzigen Szenen in Gefahr: Nach einer Flanke des jungen Yassin Fortune kamen sich Ermir Lenjani und Moussa Djitté allein vor dem St. Galler Tor in die Quere.

Fatales Eigentor

Es passte zum mageren Gehalt der Partie, dass das einzige Tor ein Eigentor war. Sions Goalie Kevin Fickentscher unterlief eine Cornerflanke und faustete neben den Ball. Vom Kopf des irritierten brasilianischen Verteidigers André Neitzke prallte der Ball ins Tor.

Die letzten Minuten, in denen die Sittener vergeblich Druck zu machen versuchten, legitimierten den Sieg der Ostschweizer vollauf. Yannis Tafer verfehlte nach 88 Minuten aus kurzer Distanz nach einem Querpass das leere Tor, und den nächsten Angriff schloss der eingewechselte Tranquillo Barnetta mit einem satten Schuss an den Pfosten ab.

Heimschwache Sittener

Die Spiele im Tourbillon scheinen für Sion zu einem immer grösseren Problem zu werden. Aus den sechs Heimspielen holten sie nur einen Sieg gegen Aufsteiger Neuchâtel Xamax und ein 0:0 gegen GC heraus.

Sions Trainer heisst seit geraumer Zeit Murat Yakin, aber die Schwächezeichen gleichen jenen vom Herbst 2017, als die Mannschaft unter dem spanischen Trainer Gabri nicht mehr vorankam. Sion ging als Schlusslicht mit 17 Punkten aus 19 Spielen in die Winterpause. Im Frühling ging es nach einem weiteren der vielen Trainerwechsel - zu Maurizio Jacobacci - spürbar aufwärts.


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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • René ein Berner am 04.11.2018 17:44 Report Diesen Beitrag melden

    Schiri bei FCB - Lugano

    Schiri bei Basel... Wie kann hier ein Penalty gegeben werden.. Luganesi tritt auf Fuss des Baslers... Unfähige Schweizer - Schiris sträuben sich gegen Videoentscheid... Dann schauen wir nur Videos nach Einführung

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  • Delarge am 04.11.2018 18:02 Report Diesen Beitrag melden

    Graue Haare

    Ich denke, der Sieg des FCB geht in Ordnung. Nach wie vor stimmt mich die phasenweise vorkommende Passivität extrem nachdenklich, vor allem in den ersten 20 min in der 2. Hz. Weiss nicht, ob es ein Mentalitäts, Konzentrations- oder Konditionsproblem ist oder was auch immer... Anderseits ist die Chancenverwertung ein grosses Problem, welche lange Zeit eine grosse Stärke gewesen ist. Heute gab es locker Chancen für 5 Tore. Und Glückwunsch an Lugano für eine gute Leistung!

  • Michelle am 04.11.2018 18:49 Report Diesen Beitrag melden

    SR Assistent ist nötig.

    Kein Wunder pfeift kein Schweizer Schiedsrichter international. SR San war nicht uf der Höhe und hat wie etliche Spieler anstelle von Fehlpässen Fehlentscheide getroffen, welche auf das Spielresultat einen Einfluss hat. Im Strafraum der Luganesi wird ein Basler Spieler umgerissen, kein Strafstoss, aus der Vegenseitig ein Schwalbe, da fällt SR San herein, auch sonst im Zweifelsfall gegen Basel um ja nicht als Heimschiedsrichter zu gelten. Ja Spieler machen auch Fehler und SR mit ihren Fehlentscheiden beeinflussen das Spiel. Der SR Assistent darf kommen.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Jangdebang am 10.11.2018 08:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Lass es, die andern machen das schon...

    Der FCSG scheint sich zum Symphatieträger der Super-League gemausert zu haben. Denn für seine Tore ist jetzt gleich der Gegner (FC-Sion) selbst zuständig.

  • @SabieMüller am 09.11.2018 08:42 Report Diesen Beitrag melden

    kein Stadion

    Sangalää freut sich nicht hopp Oschtschwiz

  • mira am 05.11.2018 12:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    FCB ohne Talente und Ausnahmespieler

    Der FCB hat zwar gewonnen, spielte aber äusserst bescheiden. Keine Reisser, keine Ausnahmetalente, einfach 11 Durchschnittsfussballer auf dem Feld. Kein Pressing, keine überraschenden Aktionen. Es macht nicht mehr Spass, zuzuschauen. Früher ging man schon alleine wegen Sommer, Gimenez, Doumbia, Chipperfield, Raktic, Petric und vielen mehr ins Stadion. Nun hat man 11 Fussballer ohne Talent und Attraktivitätsfaktor auf dem Platz. Nach dem Winter und der Jahreskarte Verlängerung werden es weniger Zuschauer sein liebe FCB Manager.

    • alf_ am 05.11.2018 14:16 Report Diesen Beitrag melden

      @mira

      Das ist das Resultat von Marco Strellers super Transfers. Teuer aber wenig spektakulär und überzeugend. Danke Marco, danke danke.

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  • alf87 am 05.11.2018 12:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Im Winter gute Transfers ohne Streller

    Jetzt muss einfach noch Streller weg, damit im Winter jemand da ist, der gute Spieler kaufen kann. Streller ist kein Analytiker und kein guter Sportchef, kaufte nur sehr teure Nieten zusammen. Hoffe er sieht das nun endlich ein und geht.

  • Jangdebang am 05.11.2018 08:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Symphatieklub FCSG?

    Der Wurstklub FCSG muss offensichtlich über eine grosse Beliebtheit und Sympathie verfügen. Denn die Gegner schiessen die Tore für St.Gallen gleich selbst.