Lucien Favre

17. März 2011 22:46; Akt: 17.03.2011 22:46 Print

Mehr Punkte durch weniger Gegentore holen

von Sandro Compagno - Ein weiteres Endspiel für Lucien Favre: Gegen den 1. FC Kaiserslautern ist der Romand zum Siegen verdammt.

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Tage der Entscheidung: Lucien Favre muss siegen. (Keystone)

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Von einem «Endspiel» will der Trainer von Borussia Mönchengladbach nichts wissen. Stattdessen sagt er: «Es sind noch 24 Punkte zu vergeben.» Und räumt im nächsten Atemzug ein: «Aber wer eine Tabelle lesen kann, der sieht, was Sache ist.»

Sache ist, dass am Tabellenende der Bundesliga ein Grosskampf tobt. Die Teams auf den Plätzen 13 bis 18 treffen in Direktduellen aufeinander. Mindestens drei der letzten sechs werden also punkten. «Ja, das ist eine einfache Mathematik», bestätigt Favre. Fünf Zähler liegt Mönchengladbach hinter Kaiserslautern und den rettenden Plätzen, mit einem Sieg wären es noch zwei.

Der frühere FCZ- und Hertha-Trainer hatte Borussia Mönchengladbach vor einem Monat übernommen. Seither hat er mit dem Tabellenletzten der Bundesliga in vier Spielen sieben Punkte gewonnen. Augenfällig sind Verbesserungen in der Disziplin und im Abwehrverhalten: Unter Vorgänger
Michael Frontzeck waren die «Fohlen» die Rüpel der Liga, hatten sieben Rote Karten geholt, unter Favre gab es in vier Spielen noch viermal Gelb.

Die Abwehr der Borussia hatte unter Frontzeck im Schnitt 2,5 Tore pro Spiel zugelassen, unter Favre sank der Wert auf ein Gegentor. Wurde der Verfechter des gepflegten Offensivspiels am Niederrhein zum Defensivpapst? «Es geht nicht darum, offensiv oder defensiv zu spielen. Es geht darum, guten Fussball zu spielen!»

Gegen Aufsteiger Kaiserslautern muss Favre dies erneut ohne seinen besten Stürmer Igor de Camargo (Innenband) tun. Dafür sollte der an Grippe erkrankte Captain Filip Daems wieder dabei sein.