FC Thun

09. März 2011 22:34; Akt: 09.03.2011 22:25 Print

Milaim Rama kämpft um seine Zukunft

von Peter Berger - Zweiter Armbruch innert sechs Wochen – Milaim Rama (35) leidet. Trotzdem will sich der Thun-Stürmer für einen neuen Vertrag empfehlen.

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Trotz Manschette hat sich Milaim Rama vor acht Tagen erneut den rechten Arm gebrochen. (Keystone)

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Würde in der Super League ein Pechvogel-Preis verliehen, Milaim Rama zählte zu den heissesten Anwärtern. «Ja, ich habe Pech», bestätigt der 35-jährige Routinier, hält aber trotzig fest: «Ich verkrafte das.»

Im letzten Testspiel vor der Rückrunde gegen LASK Linz Ende Januar hatte sich Rama den rechten Arm gebrochen. Am vergangenen Mittwoch gab er im Cup gegen Xamax sein Comeback. Aber nach 18 Minuten passierte es: Rama brach sich bei einem Zusammenprall mit Frédéric Page ­erneut den gleichen Arm. Der Stürmer biss auf die Zähne und spielte noch bis zur Pause weiter. Nun musste die Verletzung operiert werden. «Metallplatten fixieren den Arm», so Rama, «deshalb muss ich nicht wieder sechs Wochen warten.» Gestern hat ihm der Arzt bereits grünes Licht für Lauftrainings gegeben.

In seiner 17-jährigen Laufbahn von der 5. Liga bis in die Schweizer Nationalmannschaft (7 Einsätze und EM-Teilnahme 2004) hat sich der gebürtige Kosovare noch nie unterkriegen lassen. «Mein Wille macht mich stark», sagt der Stürmer. «Im Moment habe ich Pech, aber ich werde zurückkommen.» Der Familienvater kämpft auch um einen neuen Vertrag. «Mein Wunsch ist es, in Thun bleiben zu können», sagt der Interlakner. Ein erstes Gespräch mit Sportchef Andres Gerber fand bereits statt. Aber dem zweitbesten Liga-Torschützen von 2003 (hinter Basels Gimenez) fehlen derzeit die sportlichen Argumente. Diese Saison spielte er erst siebenmal (ein Tor). Im Herbst hatte ihn eine Adduktorenverletzung gebremst.

«Zurückschauen bringt nichts. Als Sportler muss man positiv bleiben», betont Rama und verweist noch einmal darauf, dass er schon bald wieder auf Torjagd gehe. Vorausgesetzt, die Pechmarie lässt ihn nun in Ruhe.