Verstoss gegen Financial Fairplay

14. Dezember 2018 13:32; Akt: 14.12.2018 16:34 Print

Millionen-Busse und drohende Sperre für Milan

Gegen das Financial Fairplay verstossen: Die AC Milan hat wieder Ärger mit der Uefa. Langsam wird die Luft dünn.

Die Blamage auf dem Platz: Milan scheidet aus der Europa League aus. Video: Teleclub
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Einen Tag nach dem blamablen Ausscheiden in der Gruppenphase der Europa League ist die AC Milan im (Finanz-)Streit mit der Uefa mit einem blauen Auge davon gekommen. Der europäische Verband fasste den Mailänder Verein in seinem zweiten Urteil wegen Verstössen gegen das Financial Fairplay mit Samthandschuhen an.

Der Club des Schweizer Internationalen Ricardo Rodriguez wurde mit 12 Millionen Euro gebüsst, muss bis am 30. Juni 2021 eine ausgeglichene Bilanz ausweisen, sonst droht ein Ausschluss aus den europäischen Wettbewerben, und darf in den nächsten zwei Saisons bei allfälligen Europacup-Teilnahmen nur Kader mit 21 Spielern melden. Was auf den ersten Blick nach einem harten Urteil aussieht, ist in Tat und Wahrheit ein verdecktes «Voluntary Agreement», ein Instrument der Selbstanklage, welches die Uefa ab und zu gewährt, damit Klubs ihre Finanzen ohne sofortige Sanktion in Ordnung bringen können.

Milan hat fast drei Saisons Zeit, eine ausgeglichen Bilanz zu präsentieren. Wie der Klub das macht, ob über Sponsoring, Spielerverkäufe oder auch Lohnreduktionen ist ihm frei gestellt. Er muss der Uefa auch keine Zwischenresultate präsentieren. Für Milan ist in diesem zweiten Urteil entscheidend, dass die Uefa keine Transfersperren oder Lohnobergrenzen verordnet hat. Der Klub ist in seinem Handeln in den nächsten Transferperioden somit kaum eingeschränkt.

Transferausgaben explodiert

Die Uefa hatte Milan im letzten Sommer für diese Saison aus dem Europacup ausgeschlossen. Die Italiener waren darauf mit einem Einspruch vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS erfolgreich. Dieser Gang ist für die Italiener auch nach dem neuerlichen Urteil der Uefa wieder möglich. Milan hatte im Zeitraum 2014 bis 2017 gegen die Uefa-Regeln verstossen.

Der Klubs schrieb vor allem deshalb rote Zahlen, weil er in den letzten 14 Jahren der Ära des Ex-Präsidenten Silvio Berlusconi seinen Umsatz nicht steigern konnte, während die Transfersummen im gleichen Zeitraum richtiggehend explodierten. Im Sommer 2015 gab Milan für Transfers 90 Millionen Euro aus, zwei Jahre später sogar rund 200 Millionen Euro.

Fussball

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Renzo Loiudice am 14.12.2018 13:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    amateurhafte Beichtetstattung

    Was für eine amateurhafte Berichtetstattung. Milan hat unter der Ägide von Berlusconi 2014-2017 gegen den FFP vertossen, nicht ab 2017/2018 !!! Wer ihr schreibt, tut es wenigstens richtig oder schreibt wenigstens richtig ab ;-)

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  • losloco am 14.12.2018 14:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Irrelevanter Bericht

    Dank Elliot, dem neuen Besitzer, wurden die Schulden auf einen Schlag gedeckt. Somit ist die Angelegenheit irrelevant geworden. Die Mailänder können sich auf dem Transfermarkt wieder austoben und gar ein neues Stadion bauen.

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  • gegen Kommerz am 14.12.2018 15:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Traditon

    Schade das ein solch grosser Traditionsverein einfach zerstört wurde, so wie Inter, ManUtd und noch viele weitere.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Xinxunxan am 14.12.2018 23:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Chinaworld

    Vertraut den chinesen den sie wissen was sie tun... und wieder in der Gosse mit dem falschen manager... der im übrigen schon weiter weg wohnt, um genauer zu sein im schönen Osten.

    • Troll am 15.12.2018 17:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Xinxunxan

      Hm Das haben wieder die Ruse gemacht:)!Gedlwaschimaschi und Schmiere ist das mehr nicht!!

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  • unglaublich am 14.12.2018 15:55 Report Diesen Beitrag melden

    aber wahr

    Ja, ja die Milanisti sehen das Glas halb voll. Wie sollte es denn anders sein ? Trotz Sanktionen und das jämmerliche ausscheiden aus der Europa League. Sie wollen es nicht wahr haben diese katastrophale Situation. Er werden Jahre vergehen bis die AC Bbilan wieder wenn überhaupt mitmischen kann. Das ist die Realität. Alles andere sind Träumereien. Bbilan ?....DAS WAR EINMAL. Muss das schön sein in der Vergangenheit zu leben.

    • 1899 am 15.12.2018 01:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @unglaublich

      Wenigstens hat Milan eine Vergangenheit, während deine Mannschaft seit einem halben Jahrhundert versucht in Europa etwas zu erreichen. Nur weil wir (immer noch!) zu den erfolgreichsten Fussballmannschaften der Geschichte gehören, heisst es nicht dass wir träumen! Wir sind uns über die schwierige Situation mehr als bewusst und wissen ganz genau, dass es nicht in wenigen Jahren wieder aufwärts geht.

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  • gegen Kommerz am 14.12.2018 15:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Traditon

    Schade das ein solch grosser Traditionsverein einfach zerstört wurde, so wie Inter, ManUtd und noch viele weitere.

  • losloco am 14.12.2018 14:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Irrelevanter Bericht

    Dank Elliot, dem neuen Besitzer, wurden die Schulden auf einen Schlag gedeckt. Somit ist die Angelegenheit irrelevant geworden. Die Mailänder können sich auf dem Transfermarkt wieder austoben und gar ein neues Stadion bauen.

    • Analyst am 14.12.2018 14:35 Report Diesen Beitrag melden

      Zeitraum der Verfehlung

      Der heutige Stand ist nicht die Saison 2018/19 sondern 2017/18 und da sind die Erlaubten Schulden von 30Mio,wie in den Jahren zuvor Überschritten worden.

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  • Renzo Loiudice am 14.12.2018 13:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    amateurhafte Beichtetstattung

    Was für eine amateurhafte Berichtetstattung. Milan hat unter der Ägide von Berlusconi 2014-2017 gegen den FFP vertossen, nicht ab 2017/2018 !!! Wer ihr schreibt, tut es wenigstens richtig oder schreibt wenigstens richtig ab ;-)

    • Roger Peter am 14.12.2018 14:02 Report Diesen Beitrag melden

      es steht richtig

      Das meiste Geld (200 Millionen) hat Milan aber im Sommer 2017 ausgegeben. Es steht aber klar: im ZEITRAUM BIS 2017/2018. Zuvor ist ebenfalls klar zu lesen, dass sich Vereine im Zeitraum davor (für 3 Jahre) einen maximalen Verlust von 30 Millionen erlauben durften. Bevor man also von amateurhafter Berichterstattung schreibt, sollte man genau Lesen. 20 Minute hat es geschrieben wie es ist.

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