Presseschau

22. September 2017 06:50; Akt: 12.10.2017 15:02 Print

Nach Constantin-Ausraster hagelt es Schlagzeilen

Zuschauer haben ihren Augen nicht getraut, als Sion-Präsident Constantin auf Fussballexperte Fringer losging. Nach dem ersten Schockmoment ist für viele klar: Constantin muss weg.

Videoaufnahmen zeigen das Ende des Vorfalls zwischen Constantin und Fringer. (Video: Tamedia/Teleclub)
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Auf dem Rasen spielte der FC Sion gegen Lugano. Neben dem Platz hat jedoch Sions Präsident Christian Constantin einen anderen Kampf ausgetragen. Nach dem 2:1-Erfolg seiner Mannschaft in Lugano geht er auf den ehemaligen Schweizer Nationalcoach Rolf Fringer los. Dieser hatte Constantin als Fussball-Experte öfters kritisiert.

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In einer ersten Communiqué-Reaktion verurteilt die SFL Constantins Verstoss gegen die Verhaltensregeln des Schweizerischen Fussballverbands SFV «aufs Schärfste und wird eine Untersuchung des Vorfalls durch die Disziplinarkommission veranlassen». Die Tragweite ist unabsehbar, das mögliche Strafmass reicht wohl bis zu einer mehrjährigen Sperre.

«Heute ist bereits das Wort Schlagzeile irgendwie zu viel»

Die Schweizer Medien und ihre Sport-Experten spielen jedoch trotz verschiedenen Heimteams für einmal in der gleichen Mannschaft – in der gegen Christian Constantin. «Zieht diesen Mann aus dem Verkehr!» titelt der «Blick». «Wer gedacht hat, er hätte im Schweizer Sport schon alles erlebt, der musste sich gestern Abend die Augen reiben», beginnt der «Blick»-Sportchef seinen Kommentar. «Es gibt nichts, was es nicht gibt!»

Presseschau zu Christian Constantins Ausraster

«Jetzt hat Christian Constantin niemanden nur verbal desavouiert und vorgeführt. Jetzt hat er wieder seine bösartigste Seite gezeigt», urteilt Sportchef Ueli Kägi vom «Tages-Anzeiger».

«Der Schweizer Fussball und sein club terrible FC Sion sind um einen Eklat reicher, ja gar um einen Skandal», schreibt die «NZZ». «Heute ist bereits das Wort Schlagzeile irgendwie zu viel», so SRF-Moderator Mario Torriani am Tag danach. «Sion schlägt Lugano und Constantin Fringer.» Und in der Romandie kommt man zum Schluss: «Es ist nicht gut, wenn man Christian Constantin in der Presse angreift», so «Le Matin». «Der ehemaliger Trainer des Schweizer Teams, Rolf Fringer, hat dies am Donnerstagabend in Lugano erlebt. »

Auch auf den Sozialen Medien erntet Christian Constantin klare, negative Worte. Der CVP-Nationalrat Stefan Müller bezeichnet den Fussballclub-Präsidenten gar als Hooligan:

(foa)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Rosco am 22.09.2017 08:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hooligan

    Stadionverbot und Rayonverbot. Und ab in die Hoogandatenbank. So wie für normale Zuschauer. Alles andere ist nicht akzeptabel.

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  • Peter am 22.09.2017 08:28 Report Diesen Beitrag melden

    Konsequent bleiben

    Mindestens 3 Jahre Stadion- und Rayonverbot, ausgesprochen bitte schon bei der ersten Verdachtsmeldung, nicht erst nach dem Urteil. Eintrag in der Hooligandatenbank für mindestens 5 weitere Jahre. Mit Fussballfans macht man dasselbe, also bitte konsequent bleiben. Hier liegen vor allem noch Beweise vor.

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  • Dogi24 am 22.09.2017 08:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bestrafung

    Wieso hat der Fringer keine Strafanzeige erstattet? Das geht ja auf absichtliche Körperverletzung aus... abgesehen davon, sollte Constantin als offizieller Funktionär ein Leben lang vom Fussball ausgeschlossen werden..

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Spiritualist am 23.09.2017 18:10 Report Diesen Beitrag melden

    Recht haben und Recht bekommen

    Monsieur C.C. benimmt sich wie 'ein Pate'. Schade, bis gestern dachte ich, trotz vergangener Eskapaden etwas 'menschliches' an ihm zu erkennen. Aber dieser Mensch wird niemals etwas aus vergangenen Fehlern lernen. Er glaubt auch jetzt, dass er im Recht ist. Da passt nur eine Antwort. Eine gesalzene Strafe, welche auch der Multimillionär nicht einfach aus dem Portokässeli bezahlt. Daran glaube ich jedoch erst, wenn das Schlusswort in diesem unsäglichen, und erneuten Ausraster gesprochen ist. Recht haben und Recht bekommen, das sind bekanntlich 'zwei paar Schuhe'...

  • F. Uss-Ball am 23.09.2017 15:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ball flach halten und sich informieren

    Kennen Sie, die Sie nun CC-Bashing betreiben, die Hintergründe seines (unfeinen) Ausrasters? Seit einem verlorenen Spiel Luzern-Sion 2009, die Trainer hiessen damals Fringer und ad interim Constantin, beleidigt und diffamiert der Österreicher und mehrfach gescheiterte Trainer Fringer den Walliser CC bei jeder sich bietenden Gelegenheit. Da kann ich durchaus verstehen, dass diesem der Kragen geplatzt ist. Deshalb wäre es nicht schlecht, etwas Mass und den Ball flach zu halten und sich vor allem zu informieren.

  • Lulu11 am 23.09.2017 13:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    da bin ich echt gespannt auf ein Urteil

    dieser herr CC gehört 10 jahre gesperrt, wenn nicht sogar auf Lebzeiten! Chaoten die SR angreifen bekommen auch auf Lebzeiten Stadionverbot...wo bleibt die Gerechtigkeit wenn er anderst behandelt wird?

  • Al Z. am 23.09.2017 13:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sperre !

    Soll gesperrt werden. So ein Typ hat im Fussball nichts mehr zu suchen! Auch die Interviews danach haben gezeigt, dass es ihm egal ist! CC hat das Gefühl er könne sich alles erlauben.

  • Carla am 23.09.2017 13:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Eine Schande

    CC muss weg. Der darf nie mehr in ein Fussballstadion reingelassen werden. Der ist kriminell und soll bestraft werden. Das ist nicht mehr Sport. Aber eben wer Geld hat darf sich sowas leisten und das tut er. Eine Schande ist das.