Vincent Rüfli

08. November 2011 22:50; Akt: 08.11.2011 20:47 Print

Nati-Aufgebot nach Parkplatz-Prügelei

Der einzige Neuling im Nati-Aufgebot hat in dieser Saison nicht nur auf dem Rasen für Aufsehen gesorgt: Vincent Rüfli vom Servette FC.

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Wiedersehen: Djourou (l.) und Rüfli spielten in der U14 von Étoile Carouge zusammen. (Foto: Nicolas Y. Aebi)

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Nach dem ersten Léman-Derby gegen Lausanne im August wurde Rüfli auf dem VIP-Parkplatz beim Stade de Genève von seinem Gegenspieler Matt Moussilou tätlich angegriffen. Der kongolesische Internationale behauptete, von Rüfli rassistisch be­leidigt worden zu sein, was der Servettien stets entschieden von sich wies. Moussilou kassierte vier Spielsperren, Rüfli ein Veilchen.

Der Rechtsverteidiger gilt als hart und unerbittlich, aber auch als offensivstark. «Er hat eine gute Saison gespielt», begründet Ottmar Hitzfeld das über­raschende Aufgebot. Der Nationaltrainer sucht nach Alternativen auf rechts, sollte Stephan Lichtsteiner mal ausfallen. Vincent Rüfli ist der erste Servette-Spieler, der nach dem Konkurs 2005 wieder den Sprung in die A-Nati geschafft hat. Das er­fülle ihn mit Stolz, sagt der 23-Jährige: «Und es zeigt, dass bei Servette gut gearbeitet wird.»

Seinen deutschschweizerischen Nachnamen hat der ­Romand seinem Grossvater aus dem Bernbiet zu verdanken. «Aber Deutsch spreche ich nur etwa so viel», sagt er und hält Daumen und Zeigefinger in einem Abstand von zwei Zentimeter.

Die Romands haben ihn in der Nati bereits unter ihre Fittiche genommen. Mit Gelson Fernandes und Steve von Bergen liess sich Rüfli im Team-Bus von Zürich nach Feusisberg chauffieren. Dort wurde er von einem anderen Nati-Kollegen ganz besonders herzlich begrüsst: Johan Djourou. Der Arsenal-Verteidiger und Rüfli spielten als Knirpse gemeinsam bei Etoile Carouge.