ManCity gegen Bayern

07. Dezember 2011 10:34; Akt: 07.12.2011 11:02 Print

Nicht nur die United muss zittern

Manchester City führt die Premier League souverän an, in der Champions League läufts aber nicht rund. Gegen die grippegeschwächten Bayern brauchen die «Citizens» unbedingt einen Sieg.

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Dick eingepackt zeigte sich ManCity-Verteidiger Kolo Touré beim Abschlusstraining in Manchester. (Bild: Keystone/AP)

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Die beiden Teams von Manchester zittern am Mittwoch um ihre Teilnahme an den Achtelfinals der Champions League. Während Manchester United gegen den FC Basel die K.o.-Runde aus eigener Kraft schaffen kann, benötigt Manchester City die Schützenhilfe von Villareal.

Mit der 1:2-Niederlage vor zwei Wochen in Neapel hat sich Manchester City in eine äusserst heikle Situation manövriert. Gewinnt Napoli bei Villareal, nützt den Engländern im Heimspiel gegen Bayern München auch ein Erfolg nichts mehr. Und wenn die «Citizens» nur Remis spielen (oder verlieren), sind sie so oder so draussen.

Das Out in der Champions League wäre eine grosse Enttäuschung für die Truppe von Coach Roberto Mancini, die in der Premier League souverän und mit fünf Punkten vor Stadtrivale «ManU» an der Spitze steht. Erfolge in der heimischen Liga sind für Mancini aber keine Garantie für Siege auf der europäischen Bühne. «In der Champions League gibt es vier, fünf Vereine, die besser sind als wir und die bereit sind, diesen Wettbewerb zu gewinnen», so der Italiener.

Grippewelle bei den Bayern

Zu diesen Teams gehört ohne Zweifel der FC Bayern München. Er kann mit einem Sieg in Manchester sogar den Vereinsrekord aufstellen. 16 Punkte haben die Bayern in der Vorrunde der Champions League noch nie geholt. Allerdings spielen die Deutschen in England um nicht viel mehr als dieses Muster mit statistischem Wert. Der erste Platz ist dem Bundesliga-Leader schon vor der letzten Runde sicher.

Dennoch wollen die Bayern dem prominenten Gegner nicht Spalier stehen auf dem Weg in die Achtelfinals. «Wenn Manchester City rausfliegt, ist ein gefährlicher Gegner draussen», sagte etwa Bayerns Präsident Uli Hoeness. Und Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge schob nach: «Wir fahren nicht hin, um abzuschenken. Das ist nicht Bayern München. Und das werden wir auch nicht einführen bei Bayern München.»

In Bestbesetzung tritt der Bundesligist im Stadium City of Manchester gleichwohl nicht an. Arjen Robben und Toni Kroos blieben wegen einer Grippe in München. Auch Thomas Müller, Daniel van Buyten und Daniel Pranjic sind angeschlagen und vielleicht nicht von Beginn weg dabei.

Zwei weitere Achtelfinalisten gesucht

Auch in den Gruppen B und D ist noch der zweite Platz und damit ein «Ticket» für die Achtelfinals zu vergeben. Lille und Trabzonspor streiten sich in der Gruppe B in Frankreich um die Qualifikation. Der Sieger steht in der K.o.-Runde. Doch endet die Partie unentschieden, könnte sich ein Dritter freuen. Dann wäre ZSKA Moskau mit einem Erfolg bei Gruppensieger Inter Mailand weiter.

Nur geringe Spannung gibt es in der Gruppe D: Ajax Amsterdan (zuhause gegen das bereits qualifizierte Real Madrid) weist auf Lyon (bei Dinamo Zagreb) einen Vorsprung von drei Punkten und sieben Toren auf (die Direktbegegnungen endeten jeweils 0:0). Spannung gibt es in dieser Konstellation höchstens dann, wenn Zagreb vor eigenem Publikum gegen Lyon ähnlich desolat auftritt wie vor zwei Wochen in Madrid. Damals lagen die Kroaten nach etwas mehr als einer Stunde 0:6 zurück.

(sda)

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