Cedric Itten

19. November 2019 13:09; Akt: 19.11.2019 13:41 Print

Nina macht den neuen Nati-Liebling stark

Cedric Itten hat sich in die Herzen der Schweizer Fussballfans gespielt. Doch wer ist dieser junge Mann?

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Auf dem Nati-Radar hatte ihn vor zwei Wochen kaum jemand. Inzwischen spricht die Fussballschweiz vor allem über Cedric Itten, der der Schweiz mit seinen Toren gegen Georgien und Gibraltar den Weg an die EM 2020 geebnet hat. Wer sein Vorbild war, wer ihn stark macht, wovon er schon als Bub geträumt hat.

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Soll Itten jetzt fix zum Nati-Kader gehören?

Die Jugend

In Allschwil vor den Toren Basels aufgewachsen, gibt es für Itten nur einen Herzensclub: den FCB. Sein Vater und sein Götti spielten einst im Basler Nachwuchs, «durch sie bin ich zum Fussball gekommen», erzählt Itten einmal der «Neuen Luzerner Zeitung». Als Bub geht er oft in den St.-Jakob-Park, wenn es auf dem Barfüsserplatz einen Titel zu feiern gibt, ist er dabei. Dass sein Vorbild das rotblaue Leibchen trägt, ist naheliegend: Marco Streller.

Ittens erster Club sind die Black Stars Basel, es folgen die Old Boys, mit 10 wechselt er zum grossen FCB. Er schafft den Sprung in die erste Mannschaft, am 21. Februar 2016 debütiert er in der Super League gegen Vaduz, 19 ist er da. Im folgenden Sommer leiht ihn der FCB an Luzern aus, holt ihn im September 2017 zurück und parkiert ihn dann wenige Monate später in St. Gallen. Die Ostschweizer übernehmen ihn schliesslich definitiv.

Die Verletzung

Am 23. September 2018 passiert es. Nach einem rüden Foul von Luganos Fabio Daprelà sind Kreuz- und Innenband im rechten Knie gerissen. Es folgt eine lange Rehabilitation mit einigen Tiefs, weil er den Fussball so sehr vermisst. In dieser Zeit sind die Familie und seine Freundin die grösste Stütze. Itten kämpft sich zurück, Ende Mai dieses Jahres, acht Monate später, wechselt ihn Trainer Peter Zeidler gegen den FCZ in der 88. Minute ein. Es ist das letzte Spiel der Saison.

Die Freundin

Sie ist seine Jugendliebe, seine «erste und hoffentlich letzte Freundin», wie er jüngst dem «Tages-Anzeiger» gesagt hat: Nina. Kennengelernt haben sich die beiden in der Sekundarschule in Basel, sie arbeitet teilzeit als Praxisassistentin und nebenbei als Model, wohnt mit Itten zusammen in Herisau und ist mächtig stolz auf ihn.

Als er Mitte Mai erstmals nach seiner Verletzung wieder im St. Galler Kader steht, widmet Nina ihm auf Instagram eine kleine Collage, dazu viele nette Worte:

Als Itten in St. Gallen gegen Georgien unverhofft zu seinem Debüt in der Landesauswahl kommt, sitzt sie natürlich auf der Tribüne. Und erlebt mit, wie ihr Freund die Schweiz zum Sieg schiesst. Gegenüber dem «Blick» sagt sie: «Beim Tor kamen mir die Freudentränen. Ich war froh, dass so viele Freunde dabei waren, mit denen ich mich freuen konnte. Ich freue mich riesig für Cedi und das ganze Team.»

Der Bubentraum

Es ist Anfang August, der «Tages-Anzeiger» bringt ein längeres Porträt über Itten, nachdem er eine Woche zuvor beim 2:1 gegen Basel – ausgerechnet – beide Tore erzielt hat. 22 ist er inzwischen, aber er hat immer noch den gleichen Traum, den er als Bub schon hatte: Nationalspieler werden. Und er traut sich durchaus zu, dieses Ziel zu erreichen. «Ich bin gut genug. Dieses Selbstvertrauen muss ich haben.»

Den Traum hat er sich nun erfüllt. Und noch viel mehr: Nach 109 Minuten im Schweizer Trikot hat er schon drei Treffer auf seinem Konto.


Ittens Tor gegen Georgien. (Video: SRF)

Fussball

(kai)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Cedi Kamber am 19.11.2019 13:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    warum?

    Warum versucht man immer wenn ein Mann erfolgreich ist, eine Frau in den Vordergrund zu schieben?

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  • Immo öppis Zmotze am 19.11.2019 14:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    alles schön und gut, aber

    warum muss man auf "Insta" englisch schreiben? Haben die das Gefühl, ausserhalb der Schweiz interessiere das jemanden?

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  • 8004 am 19.11.2019 13:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Alles Gute

    und weiterhin viel Erfolg!

Die neusten Leser-Kommentare

  • KickerOnFire am 19.11.2019 20:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Über die hässlichen

    Fouls am talentierten Spieler von Gibraltar liest man natürlich nichts mehr..... der war der Beste auf dem Platz ! Peinlich, dass ihn die Nati-"Stars" mehrmals nur mit unfairen Mitteln stoppen konnten und schliesslich sogar auf die Bahre beförderten.... Und Zakaria hätte dort in HZ1 Rot sehen müssen, hält als letzter Mann den Gegner klar an Schulter zurück... Plus das Gegentor gg. die #196 der Welt.....meine Güte... 3 absolute Schämer. Aber klar, auf dem direkten Weg in's EURO-Finale zählen solche Kleinigkeiten natürlich nicht !

  • Bernerfussballfan am 19.11.2019 16:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Itten + Vargas gehört die Zukunft

    Können wir nicht nur Stolz sein das wir sovielen guten Nachwuchs haben wo sich aufdrängt.Das zeigt doch das in vielen Klubs sehr gute Nachwuchsarbeit betrieben wird.Itten und Vargas gehört die Zukunft im Sturm.Soviele verletzte Stammspieler durch Junge wilde zu ersetzen wo dann noch super Arbeit abliefern ist super.Eine solch breite Palette an guten Spieler ist für den Trainer auch schön.Nun muss er dies an der EM auch nutzen.Hoffe der Trainer hält sich an seiner Aussage fest,das nur Spieler wo in den Klubs spielen auch in der Nati auflaufen.Er wird auch an seinen Aussagen gemessen.

  • Normalo am 19.11.2019 16:04 Report Diesen Beitrag melden

    Fängt auch mit "S" an

    Statt stark wohl eher steif. Warum man diese Fussballpüppchen mit dem Erfolg des Mannes immer ins Rampenlicht zwängt bleibt mir ein Rätsel.

  • Sesselfurzer am 19.11.2019 15:48 Report Diesen Beitrag melden

    Fussballer

    Ich gönne jedem, aber es als "harte Arbeit" zu bezeichnen, 90 Minuten auf dem Rasen einem Ball nach zu rennen...? naja, hätte ich doch blos Fussballprofi werden wollen ;-)

  • Free Homo Ehen am 19.11.2019 15:47 Report Diesen Beitrag melden

    Die Erste und hoffentlich letzte!

    Finde ich eine tolle Einstellung! Man soll alles auskosten im Leben!;=)