«Femen»

02. Dezember 2011 15:55; Akt: 02.12.2011 16:13 Print

Oben-ohne-Protest vor der EM-Auslosung

In Kiew hat sich die ukrainische Frauenorganisation Femen ins Rampenlicht gedrängt. Sie protestierte halbnackt gegen die Legalisierung der Prostitution während der EM 2012.

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Ab 18 Uhr schaut die Fussballwelt nach Kiew. In der ukrainischen Hauptstadt werden die Gruppen für die EM-Endrunde im nächsten Sommer ausgelost. Einige Augen waren jedoch schon früher auf die heutige Fussball-Hauptstadt gerichtet.

Die ukrainische Frauen-Organisation «Femen» hat vor dem Olympiastadion vor zahlreichen Medienvertretern einen Oben-Ohne-Protest abgehalten. «Wir wollen auf die Situation der Frauen in der Ukraine aufmerksam machen», zitiert die «Welt» Inna Schewtschenko von «Femen». Die Organisation befürchtet, dass während der EM-Endrunde vom 8. Juni bis 1. Juli 2012 vor allem in der Ukraine die Prostitution erheblich ansteigt. Eine Sprecherin sagte, die Uefa versuche, die ukrainische Regierung zu beeinflussen, Prostitution während der EM zu legalisieren.

Polizei löst Demonstration schnell auf

Lange konnten sich die ukrainischen Frauen nicht oben ohne vor dem Olympiastadion aufhalten. Die Ordnungshüter waren nach fünf Minuten zur Stelle und transportierten die Protestierenden in Fahrzeugen weg. Normalerweise werden sie in Schnellverfahren zu Bussen zwischen 12 und 15 Euro verdonnert. «Femen» wurde 2007 gegründet und macht seit Jahren mit nackten Protesten auf die Lage der Frauen aufmerksam. Anfang November demonstrierten die ukrainischen Frauen auch in Zürich.

(heg)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Pamüam am 03.12.2011 08:47 Report Diesen Beitrag melden

    Bravo!

    Bravo femen! Leider ist es den meisten Männern egal, woher ihre Prostituierte kommt, und wieso sie das macht, Hauptsache, die Männer können ihren Trieb mit einer Frau befriedigen. Und wer würde schon hinsehen, wenn die femen nicht nackig wären.

  • Egon am 03.12.2011 02:34 Report Diesen Beitrag melden

    Aetzender Anblick auf den Fotos...

    Ich mag diese blöde Zurschaustellung von reingepfuschten Körper gar nicht. Für ihr Anliegen hege ich allerdings ein gewisses Verständnis.

  • Cock der Hahn am 02.12.2011 22:06 Report Diesen Beitrag melden

    Oben oben ist vorbei

    Die "Oben ohne"-Aktionen haben wir langsam zur Genüge gesehen. Eine "Fortsetzung" würde wieder ein bisschen Spannung (und mehr Aufmerksamkeit) bringen...

Die neusten Leser-Kommentare

  • Henjer am 03.12.2011 14:00 Report Diesen Beitrag melden

    riminalisieren anstatt legalisieren

    wollen Sie die Prostit. denn kriminalisieren anstatt legalisieren ?? hmmm..was wär wohl besser ?

  • Remo am 03.12.2011 13:51 Report Diesen Beitrag melden

    Aufmerksamkeit

    Oh schande, die Männer glotzen uns ständig auf die Brüste, so tönt es doch bei vielen Frauen. Geht natürlich schon unter "sexuelle Belästigung". Wohlverstanden glotzen auf eingepackte Brüsten........ Und jetzt ziehen sich die Femen aus und presentieren uns freiwillig was sie haben, und die Männer dürfen vermutlich nicht glotzen sonst wird man bestraft. Was kommt als nächstes von den Femen, ganz Nackt, aber eben nicht glotzen.

  • nikola am 03.12.2011 13:19 Report Diesen Beitrag melden

    Peindlich

    Diese Femen kann man einfach nicht ernst nehmen!

  • Diego am 03.12.2011 10:43 Report Diesen Beitrag melden

    Bitte auch in Zürich

    Könnte Occupy so nicht auch in Zürich protestieren?

    • Miss Möpsi am 03.12.2011 18:35 Report Diesen Beitrag melden

      @Diego

      Finde ich auch, aber erst ab 85DD! cheers

    einklappen einklappen
  • Silas Sulser am 03.12.2011 10:07 Report Diesen Beitrag melden

    falscher Ansatz

    Diese Aktion erinnert mich an "fucking for virginity". Das Ganze hat so wenig Erfolg wie Bomben für den Frieden.