Schmerzlich vermisst

06. Dezember 2018 10:20; Akt: 06.12.2018 14:43 Print

Ohne Xhaka müssen die Arsenal-Fans leiden

Granit Xhaka verpasst ein kurioses Spiel zwischen Manchester United und Arsenal. Die Gunners sind froh, wenn der Schweizer wieder mit von der Partie ist.

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Spektakel und Slapstick liefern Manchester United und Arsenal im Old Trafford. Dafür ist in der ersten Halbzeit auch David de Gea verantwortlich. Einen Kopfball-Aufsetzer von Shkodran Mustafi kann er nicht festhalten. Das 1:0 geht auf seine Kappe. Doch die United gibt so schnell nicht auf. Nur vier Minuten nach dem Rückstand trifft Anthony Martial zum Ausgleich. Der Makel: Passgeber Ander Herrera stand kurz davor wohl im Abseits. Ein knappe Entscheidung. Nach dem Ausgleich entwickelt sich ein zunehmend aggressives und von vielen Fouls geprägtes Spiel. Hier muss Arsenals Matteo Guendouzi gegen Herrera untendurch. Für die nächste kuriose Szene sorgen dann Marcus Rojo und Alexandre Lacazette. Nachdem der Franzose sich den Ball erkämpft hat und alleine vor Bernd Leno auftaucht, bleibt Rojo nur noch die Grätsche. Mit dieser hindert er Lacazette zwar am Schuss, allerdings mässig erfolgreich: Er befördert den Ball gleich selbst ins Tor. Manchester United aber ist zäh. Und schafft es sogar, noch schneller auszugleichen als in der ersten Halbzeit. Jesse Lingard profitiert von einem Missverständnis in der Abwehr Arsenals und schiebt keine Minute nach dem 1:2 zum Ausgleich ein. Liverpools Xherdan Shaqiri darf gegen Burnley von Beginn an auf dem rechten Flügel ran und dankt Trainer Jürgen Klopp mit dem 3:1 kurz vor Schluss. Im Hinblick auf die Champions League von nächster Woche schont Klopp seine Stars Mohamed Salah und Roberto Firmino. Beide werden nur eingewechselt. Das Vorhaben geht zuerst schief, nach einer torlosen ersten Halbzeit erzielt Jack Cork in der 54. Minute das 1:0 für den Aussenseiter. Dann reagiert der Favorit aus Liverpool prompt. James Milner bringt die Reds zurück ins Spiel und nachdem Klopp in der 65. und 66. Salah und Firmino bringt, sind die Karten wieder klar verteilt. Nur drei Minuten nach seiner Einwechslung schiesst der Brasilianer Firmino (links) das 2:1. Und auch der Ägypter Mohamed Salah hat seine Füsse noch im Spiel. Er bereitet das 3:1 mit einem feinen Pass auf Shaqiri vor.

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Dass der Begriff Doppeladler am Donnerstag von der Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) zum Wort des Jahres in der Deutschschweiz erklärt wurde, dürfte Granit Xhaka wohl kaum bewegt haben. Vielmehr dafür das Resultat, mit dem sich Arsenal in der 15. Runde der Premier League am Mittwochabend hatte aus dem legendären Old Trafford in Manchester verabschieden müssen. Die Gunners spielten gegen United 2:2, obwohl sie zweimal in Führung gegangen waren.

Xhaka stand für einmal nicht auf dem Feld. Der 26-Jährige hatte sich am Sonntag im Heimspiel gegen Tottenham (4:2) kurz nach der Pause eine Verwarnung eingehandelt. Weil es die fünfte Gelbe Karte in der laufenden Meisterschaft an seine Adresse gewesen war, musste er eine Spielsperre absitzen.

Ausgerechnet das Schlagerspiel in Manchester verpasste der 70-fache Schweizer Nationalspieler. Seine letzte Absenz liegt lange zurück. Seit Februar 2017 fehlte er Arsenal in der Premier League während 65 Partien nicht mehr.

«We miss you Granit Xhaka»

Coach Unai Emery musste den Captain im Mittelfeld ersetzen und liess an seiner Stelle Mattéo Guendouzi auflaufen. Der erst 19-jährige Franzose machte seinen Job zwar nicht schlecht, vermochte die Anhänger der Gunners aber nicht vollends zu überzeugen. Sie vermissten Xhaka schmerzlich und einige von ihnen hoben dies in den sozialen Medien bereits während der ersten Halbzeit hervor.

Nach Spielende war für noch mehr Arsenal-Fans klar, welchen Einfluss der Schweizer auf ihr Team hat. «Granit Xhaka spielt eine Schlüsselrolle, keine Debatte mehr», schrieb einer auf Twitter. «Granit Xhaka ist Teil unseres Rückens, egal ob es dir gefällt oder nicht», schob ein anderer nach. Dutzende solcher und ähnlicher Tweets sind im Netz zu finden.

Knapp über der Torlinie

Noch mehr für Gesprächstoff und Online-Kommentare sorgten dann die kuriosen Szenen, die das Duell zwischen den beiden Traditionsclubs prägten. United-Torhüter David de Gea unterlief in der 26. Minute nach einem Kopfball von Shkodran Mustafi ein Lapsus, der den Gästen das 1:0 einbrachte. Ander Herrera versuchte zwar noch zu klären, doch die Torlinien-Technologie bewies, dass der Ball knapp hinter der Linie war.

Das Heimteam reagierte prompt auf den Rückstand und schaffte nur vier Minuten später den Ausgleich durch Anthony Martial. In der 36. Minute wurde Stephan Lichtsteiner von Emery eingewechselt. Der Captain der Schweizer Nationalmannschaft ersetzte Rob Holding, da sich der Verteidiger verletzt hatte.

Aufreger bis zum Schluss

Auch nach der Pause konnten sich die Zuschauer nicht über fehlendes Spektakel beklagen. Die beiden Mannschaften schenkten sich keinen Zentimeter Rasen. Arsenal legte nach 68 Minuten erneut vor. Henrikh Mkhitaryan und Alexandre Lacazette profitierten von einem Fehler der United-Abwehr, wobei Letzterer am Abschluss gehindert wurde, doch den Ball im Fallen noch über die Linie drücken konnte. Keine Minute später nutzte Jesse Lingard einen groben Schnitzer von Sead Kolasinac zum 2:2 aus.

In der Schlussphase sorgte Lacazette für eine Slapstick-Einlage. Der 2:1-Schütze köpfelte Keeper de Gea den Ball aus der Hand und rechnete zuerst tatsächlich damit, dass sein 3:2 zählt.

Zudem hat Marouane Fellaini während dem Laufduell mit Guendouzi festgestellt, dass er seine langen Haare gerne wieder zurück hätte.

Für den United-Mittelfeldspieler dürfte das Endresultat (2:2) zum Haareraufen gewesen sein. Obwohl sich die Gastgeber letztlich bei ihrem Torhüter bedanken konnten, der ihnen mit einigen starken Paraden noch den einen Punkt sicherte. Denn mit diesem Remis kommt die von José Mourinho trainierte Mannschaft in der Tabelle nicht vom Fleck (weiterhin Rang 8), während die Londoner als Fünftplatzierte am Spitzenquartett dran bleiben.

Mourinhos emotionale Achterbahnfahrt

Neben dem Feld war Mourinho wieder einmal in den Fokus geraten. Zuerst regte sich der Portugiese auf:

Und dann wieder ab, wie diese versöhnliche Geste mit einem jungen Fan beweist:

Fussball

(ddu)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • DonBananeBär(aticer) am 06.12.2018 13:59 Report Diesen Beitrag melden

    ich kann die Fans gut verstehen

    schaut mal wie die vom FCB leiden seit er und die anderen einigermassen brauchbaren dort fehlen.

  • Gooni am 06.12.2018 13:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Keine Topteams

    Naja. Habe das Spiel geschaut. Beide mit vielen Fehlern, nicht so gut wie die vier Top Teams.

  • Oberalbaner am 06.12.2018 17:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Chef

    Granit ist Chef. In Arsenal und in Shweiz.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Lilly Wolf am 06.12.2018 18:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Xhaka

    Wem interessiert Xhaka noch ? Wie lang er sich benimmt wie pubertierende , so verliert er seine Fans . In jedere Gelegenheit nützt er zu Aufmehrsamkheit , konnte mit seinem Behnemen. In Vergessenheit landen .

  • Oberalbaner am 06.12.2018 17:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Chef

    Granit ist Chef. In Arsenal und in Shweiz.

  • Senn am 06.12.2018 15:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    der ?

    ojö, glaube nicht, dass der da sooooo immens wichtig sein kann

  • DonBananeBär(aticer) am 06.12.2018 13:59 Report Diesen Beitrag melden

    ich kann die Fans gut verstehen

    schaut mal wie die vom FCB leiden seit er und die anderen einigermassen brauchbaren dort fehlen.

  • Gooni am 06.12.2018 13:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Keine Topteams

    Naja. Habe das Spiel geschaut. Beide mit vielen Fehlern, nicht so gut wie die vier Top Teams.