Capello

02. Juni 2011 22:28; Akt: 03.06.2011 15:44 Print

Personalsorgen und Kampf gegen Schlendrian

von Peter Berger - England empfängt die Schweiz als Leader der Gruppe G und als klarer Favorit – obwohl viele ihrer Stars fehlen.

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Die England-Stars Frank Lampard (l.) und John Terry haben vor dem Hit gegen die Schweiz gute Laune. Foto: key

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Fabio Capello hat zwar keine Rücktritte wie Ottmar Hitzfeld zu beklagen, dennoch plagen Englands Coach Personalsorgen. Wayne Rooney (ManU, gesperrt) und Steven Gerrard (Liverpool) oder Jermaine Defoe (Tottenham) sind verletzt. Auch Michael Carrick (ManU), Andy Carroll (Liverpool) und Carlton Cole (West Ham) können nicht mittun. Dennoch stehen bei den Three Lions erfahrene Stars wie die Chelsea-Spieler John Terry (67 Länderspiele), Ashley Cole (88) und Frank Lampard (85) oder Rio Ferdinand (ManU, 80) im Kader. Kopfzerbrechen bereitet Capello vor allem die Offen­sive. Da ruhen die Hoffnungen auf dem 2-Meter-Riesen Peter Crouch (Tottenham). Der Stürmer ist mit 22 Goals der treff­sicherste Spieler im Aufgebot vor Lampard (21). Unterstützung dürfte Crouch im Sturm von Bobby Zamora erhalten. Der Teamkollege von Nati-Abwehrchef Philippe Senderos bei Fulham liess zuletzt in der Meisterschaft im Duell mit Arsenal den Genfer Johan Djourou schlecht aussehen (2:2). Im Nationalteam wurde Zamora indes erst einmal eingewechselt.

Neben den Personalsorgen kämpft Capello vor allem gegen den Schlendrian. «Ihr seid noch nicht in den Ferien», hat der Italiener den Akteuren eingetrichtert. In der Premier League ruht der Betrieb seit zwölf Tagen. Die Spieler betonen, dass sie die Message des Chefs verstanden haben. Aber eben: Die Schweiz gilt für die Engländer nicht als harter Brocken. Auf der Insel haben sie noch nie gegen die SFV-Auswahl verloren.