Ex-Mitspieler Peter Crouch

10. Dezember 2019 12:41; Akt: 10.12.2019 16:26 Print

«Shaqiri ist brillant, aber disziplinlos»

Peter Crouch stichelt in seiner Biografie gegen den Schweizer. Er gibt ihm sogar eine Mitschuld am Abstieg von Stoke City.

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«Wenn Klopp einem Spieler nicht zu hundert Prozent vertrauen kann, dann hat das für mich den Anschein, dass er ihn lieber nicht spielen lässt. Ich will nicht sagen, dass Xherdan Shaqiri kein begnadeter Fussballer ist – denn das ist er. Er ist brillant, kann den Unterschied ausmachen», sagte Crouch dem «Irish Independent», als er auf seine Autobiografie mit dem Titel «I, Robot: How to Be a Footballer 2» angesprochen wurde. Im Buch, das wenige Monate nach dem Karriereende des Stürmers im Sommer 2019 erschienen ist, findet auch Shaqiri in einigen Zeilen Erwähnung. Aber nicht nur positiv.

Crouch kritisiert seinen ehemaligen Teamkollegen bei Stoke City: «Er ist einer der Besten, mit denen ich je zusammengespielt habe, aber gepaart mit viel taktischer Disziplinlosigkeit.» Der 42-fache englische Nationalstürmer ging sogar so weit, zu behaupten, der Schweizer sei mit seinen Ego-Trips mitschuldig am Abstieg der «Potters» 2018.

Shaqiri sorgte für Groll im Team

«Es gibt einen schmalen Grat zwischen quirlig sein und einfach nur tun, was einem passt. Natürlich kann man einwenden, dass Shaqiri acht Tore und sieben Assists in dieser Saison gemacht hat. Allerdings in einer Mannschaft, die abgestiegen ist. Für 85 Minuten hat er jedes Wochenende die Arbeit aller anderen schwieriger gemacht. Der Groll im Team und auch in der Clubleitung wuchs.»

Dass Shaqiri teamintern für Stress sorgen kann, bewies sein Verzicht auf die EM-Qualifikation mit der Nationalmannschaft wegen Lustlosigkeit oder fehlender Wertschätzung.

Bei Liverpool fehlt es nicht an der Lust, trotzdem kämpft er bei den «Reds» um Einsatzminuten. Gegen Everton stand der Schweizer Nationalspieler am Mittwoch erstmals seit Mai in der Startelf. Beim 5:2 traf er nach 17 Minuten zum zwischenzeitlichen 2:0. Als der Liverpool-Trainer nach dem Spiel darauf angesprochen wurde, dass Shaqiri so lange nicht mehr von Beginn an gespielt habe, sagte er: «Wirklich? Sorry, Shaq!» Doch drei Tage später sass der 28-Jährige wieder auf der Bank, bekam beim 3:0-Sieg in Bournemouth lediglich drei Minuten Auslauf am Ende der Partie.

Shaqiri erneuerte sein Bekenntnis

«Es war von Anfang an klar, dass wir über den Jahreswechsel alle unsere Jungs brauchen werden», sagte Klopp, «und er hat mir das Gefühl gegeben, dass wir öfter durchwechseln können.» Ein anderer Wechsel, nämlich der zu einem anderen Club im Winter, ist für den Schweizer indes kein Thema. «Abgesehen davon, dass ich gern mehr spielen würde, bin ich glücklich in Liverpool. Ich habe einen gewissen Status im Team, weil ich doch einer der erfahreneren Akteure bin», erklärt er der «Schweizer Illustrierten» einst. Und im Magazin «The Athletic» erneuerte er sein Bekenntnis: «Das ist eine spezielle Mannschaft. Und wir haben noch viel zu erreichen.»

Die nächste Chance auf Einsatzminuten bietet sich Shaqiri in der Champions League. Am Dienstag sind die Reds in Salzburg Gast der Bullen. Allerdings steht für Liverpool viel auf dem Spiel, denn der Einzug in die Achtelfinals ist noch nicht gesichert.

Fussball

(ete)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Sergio am 10.12.2019 14:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Das der Kleine...

    ein viel zu großes Ego und an totaler Selbstüberschätzung leidet, das musste wohl niemandem gesagt werden. Jedesmal wenn der ein Tor schiesst schwellen seine Eier auf Dinosauriergrösse an, danach hat er das Gefühl, nie mehr was machen zu müssen...Ich bin der Grösste, was muss ich nicht trainieren?! Schwachsinnige Selbstüberschätzung. Die wahrhaft großen sind bis ans Karriereende Trainingsmeister.

    einklappen einklappen
  • Reto am 10.12.2019 14:16 Report Diesen Beitrag melden

    Fussballer

    Das Shaqiri im taktischen Bereich sehr limitiert ist haben sie nach kurzer Zeit in München und Mailand schon festgestellt. Für 10 Minuten Liverpool ist er dennoch gut genug. Für mehr wird es aber auch nie langen. Das hat Klopp mitlerweile auch festgestellt.

  • R.Isen am 10.12.2019 13:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ins Schwarze getroffen

    Crouch beschreibt es recht gut. guter Fussballer, menschlich aber...

Die neusten Leser-Kommentare

  • nna am 10.12.2019 20:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    nan

    Es ist so schade, er ist ein sehr guter Kicker doch wenn er Disziplin hätte, könnte er einer der besten der Welt sein.

  • Gariri am 10.12.2019 19:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schassi

    Ein bisschen persönlicher Erfolg bei einem mässigen Verein und der Speckwürfel überschätzt sich wie immer grandios.Diesem Spieler fehlt die Intelligenz.Als Verkäufer kann man auch nicht sehr viel verlangen

  • Jo Blocher am 10.12.2019 17:23 Report Diesen Beitrag melden

    Lustig:-)

    Ausgerechnet Peter Crouch kritisiert Shakiris Defensivarbeit, wo das doch bei ihm selber immer der Schwachpunkt war....tststs

  • nino bosch am 10.12.2019 16:27 Report Diesen Beitrag melden

    Mr Crouch das ist schlechter Stil

    Mister Crouch, man gewinnt als Team und verliert als Team! Mister Crouch es ist schlechter Stil ehemalige Mitspieler, Jahre nach einem Misserfolg als Schuldig abzustempeln. Shaqiri hat sich sicher nicht selber aufgestellt, hätte er die Leistung nicht gebracht, hätte er wohl auch nie gespielt! Vielleicht ist der Trainer schuld der ihn spielen liess?

  • Roespeloes am 10.12.2019 16:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Faulpelz

    Hard work beats talent if talent doesn't work hard.