Roma prüft Klage

25. Juli 2018 14:46; Akt: 25.07.2018 15:06 Print

Wirbel um Barças neues Sturmjuwel

Verwirrte Mutter, wartende Fans und verärgerte Römer: Der Transfer des jungen Brasilianers Malcom dürfte ein juristisches Nachspiel haben.

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Der spanische Stürmer . So erhält BVB-Trainer Lucien Favre kurz vor Transferschluss noch die geforderte Verstärkung im Sturmzentrum. Der 40-fache holländische Internationale . Der 28-jährige defensive Mittelfeldspieler unterschrieb einen Vertrag über fünf Jahre. Der portugiesische Flügelstürmer gespielt. Nun wechselt er fix zu den Spaniern. Guedes wurde im Januar 2017 von Benfica Lissabon für 30 Millionen zu Paris St-Germain transferiert. Nun haben die Spanier ihn für rund 40 Millionen Euro fest übernommen. Der deutsche Mittelfeldspieler . Der 28-Jährige war erst vor der letzten Saison ablösefrei von Hoffenheim zu Bayern München gewechselt. Nun kassierten die Münchner 16 Millionen Euro Ablöse für den zentralen Mittelfeldstrategen. Der grossgewachsene französische Mittelfeldspieler . Der 28-Jährige, auch Teil des Weltmeisterkaders, soll 30 Millionen Euro kosten. Damit wäre er der teuerste Neuzugang der Roma in diesem Sommer und der zweitteuerste der Geschichte, nur Stürmerlegende Gabriel Batistuta kostete mehr. Die von Chelsea übernommen. Zudem besitzen die Mailänder die Möglichkeit, den 23-Jährigen nach dieser Saison fix zu verpflichten. Die Kaufsumme soll sich auf 40 Millionen Euro belaufen. Nun ist es offiziell. Der Schweizer Internationale fort. . Der deutsche Junioren-Nationalspieler, vorwiegend auf der Position des Innenverteidigers spielend, unterschreibt für vier Jahre und soll die Franzosen 37 Millionen Euro kosten. Der Franzose wechselt für geschätzte 16 Millionen Euro nach zwei Jahren bei Atlético Madrid innerhalb Spaniens zu Valencia. Für den 31-jährigen Stürmer, der an der WM in Russland nicht im Aufgebot von Weltmeister Frankreich stand, hatte sich auch das neu von Lucien Favre trainierte Borussia Dortmund interessiert. Der bei der WM vorzeitig nach Hause geschickte kroatische Internationale . Der 30-jährige Stürmer unterzeichnete beim Europa-League-Gewinner einen Dreijahresvertrag. Die AC Milan, für die Kalinic letzte Saison in 41 Spielen nur 6 Tore schoss, soll eine Ablöse von 15 Millionen Euro erhalten. , der seit dem Sommer vereinslos war. Die Grasshoppers verlängerten den Vertrag mit , der sich eine Kaufoption sicherte. Der neue teuerste Torhüter je heisst und kostet rund 80 Millionen Euro. Damit löst er den ebenfalls in diesem Sommer von der AS Roma zu Liverpool gewechselten Alisson ab. Kepa hat bisher ein Länderspiel für Spanien bestritten und war auch Teil der WM-Mannschaft. den umgekehrten Weg. Der 24 Jahre alte Mittelfeldspieler werde für eine Saison ausgeliehen, teilten die Engländer mit. definitiv von Newcastle United. Mitrovic erhielt beim Aufsteiger einen Fünfjahresvertrag. Die Ablösesumme soll rund 30 Millionen Franken betragen. Der 21-jährige . Der Brasilianer kam für 41 Millionen Euro von Girondins Bordeaux. Der Linksfuss unterschreibt bei den Katalanen einen Fünfjahresvertrag. . Der Schwede kostete rund 11,5 Millionen Euro und soll Alisson ersetzen. Der 26-Jährige spielte zuvor seit Januar 2016 für Kopenhagen und blieb dort in 100 Pflichtspielen 45-mal ohne Gegentor. Der Russe in die französische Ligue 1. Der 22-jährige offensive Mittelfeldspieler, der an der WM bei Viertelfinalist Russland überzeugte, erhält bei seinem neuen Club einen Vertrag bis 2023. Die Ablösesumme wird auf etwa 30 Millionen Euro geschätzt. Der brasilianische einen Vertrag bis 2020 unterschrieben. Für den ehemaligen Nationalcoach Brasiliens und Portugals ist es der dritte Abstecher zum Club aus São Paulo. Scolari hatte zuletzt von Juni 2015 bis November 2017 das chinesische Spitzenteam Guangzhou Evergrande trainiert. Der . Der grossgewachsene (1,88 m) Stürmer kommt vom israelischen Erstdivisionär FC Ashdod und ergänzt die Luzerner Offensive um Tomi Juric, dessen Verbleib unklar ist. . Der Europameister mit Portugal ist mit sechs Millionen Euro Ablöse ein Schnäppchen. Der 31-Jährige unterschreibt einen Zweijahresvertrag. . Der 21-jährige Brasilianer kostet 56 Millionen Euro Ablöse und unterschreibt einen Vertrag über fünf Jahre. Richarlison spielte zuvor für Watford. Der Brasilianer 72,5 Millionen Euro an die AS Roma. Damit löste Brasiliens Nationalkeeper Gianluigi Buffon als teuersten Torwart aller Zeiten ab. Der Premier-League-Club unter Vertrag. Der 25-jährige offensive Mittelfeldspieler verpflichtet sich für vier Jahre. Nzuzi Toko wechselt vom FC St. Gallen nach Saudiarabien. Der ehemalige Captain der Ostschweizer unterschreibt bei bis 2020 mit Option für eine weitere Saison. Der 112-fache portugiesische Internationale zurück. Der 31-jährige Flügelspieler unterschreibt einen Zweijahresvertrag. . Medienberichten zufolge hat der 32-jährige Mittelfeldspieler für zwei Jahre unterschrieben. Der vom FC Sevilla. Für den 23-jährigen Innenverteidiger bezahlt Barça die festgeschriebene Ablöse von 35 Millionen Euro.

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Fehler gesehen?

Der Deal schien fix. So fix, dass die Vereine AS Roma und Girondins Bordeaux via Social Media eine Einigung um den Spieler Malcom verkündeten. Im digitalen Zeitalter eigentlich eine Vollzugsmeldung. Doch es kam alles anders. Wieso? Roma-Sportchef Monchi sagt in einem achtminütigen Videostatement mit gewohnt grimmigem Blick: «Es ist einfach zu erklären, aber schwer zu verstehen.»

Malcom erhielt am Montagabend gegen 17 Uhr von Bordeaux die Erlaubnis, nach Rom zu fliegen, dort den Medizincheck zu absolvieren und den Fünfjahresvertrag mit dem vereinbarten Salär von 2,5 Millionen Euro jährlich zu unterschreiben. Sogar die Mutter war auf dem Weg in Italiens Hauptstadt. Der 21-Jährige hätte die Maschine um 21 Uhr besteigen sollen, euphorisierte Roma-Fans warteten bereits am Flughafen auf ihn. Und sie mussten enttäuscht feststellen: Der 1,71 kleine, dribbelstarke Flügelstürmer ist nicht wie geplant um 23 Uhr im Flughafen Ciampino eingetroffen.

Dummerweise hatte Bordeaux plötzlich andere Pläne. Weil Barça kurzfristig ein höheres Angebot abgab, zogen die Franzosen ihre Autorisierung zurück und baten den Brasilianer, auf weitere Instruktionen zu warten. Gespannt wartete auch die Mama, die in Portugal ihren Anschlussflug sausen lassen musste – und nicht wusste, wo sie jetzt hin soll. Spätestens da war klar: Malcom wird wohl nicht mehr nach Rom fliegen.

Monchi erklärt die Seifenoper

Doch so einfach war es dann doch nicht. Ab da wurde es kurios – und wir übergeben das Wort an Monchi: «Ich rief Bordeaux-Präsident Stéphane Martin an und zu meiner Überraschung sagte er, dass wir unser Angebot erhöhen müssen, wenn wir den Spieler haben wollen. Ich habe ihn an unsere Abmachung erinnert, er antwortete aber nur, dass wir nichts unterschrieben hätten. Wir haben ihnen aber die Dokumente geschickt, darauf sagte er nur, er könne leider nichts mehr machen. Sofort rief ich unseren Präsidenten an, um ihn auf den neusten Stand zu bringen. Er war der Meinung, dass wir Barças Angebot überbieten sollen. Ich wollte das nicht, aber der Präsident sagte mir: Tun Sie es, Direktor.»

Gesagt, getan. Gegen 23 Uhr unterbreitete die AS Roma eine neue Offerte, rechtsgültig unterzeichnet: «Beide Parteien, Berater und Bordeaux, sagten mir, dass alle akzeptiert hätten und der Spieler nach Rom reisen wird. Malcoms Berater Francisco Garcia sagte mir, dass er um 11 Uhr eine Sitzung mit Martin hätte, um alles zu bestätigen. Knapp einen halben Tag später teilten sie mir zu meiner Überraschung gemeinsam mit, dass wir unser Angebot erneut verbessern müssen, weil Barcelona den Druck erhöhte. In diesem Moment sagte ich: Genug! Wir hörten da auf, weil ich keinen Auktionskrieg wollte. Wer zur Roma kommen will: gut. Wer nicht will: nicht gut.» So verkündete der FC Barcelona am Dienstagabend: «#EnjoyMalcom»

Nicht in den Genuss des aussergewöhnlich talentierten Fussballers kommen die Römer, die nun eine Klage prüfen. «Wir wissen noch nicht, ob es möglich ist, weil wir nichts unterzeichnet haben. Aber ich habe zahlreiche Nachrichten von Spielerberater und Vereinspräsident. Jetzt schauen wir, was da zu machen ist.»

Leicht angesäuert versprach Monchi den Fans, dass die Roma nun halt einen mindestens so starken Spieler wie Malcom verpflichten wird. Wie diese Verstärkung heissen wird, ist noch unklar. Währenddessen wird Malcom den Medizincheck absolvieren und zum heute Morgen gelandeten Team in Portland stossen. Das ist jetzt endgültig fix.

Fussball

(fas)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Sumawuki am 25.07.2018 15:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Menschenhandel 2018

    Wer nicht mitmachen will, darf nur bei einem kleinen Verein spielen.

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  • Seppli am 25.07.2018 15:08 Report Diesen Beitrag melden

    Basar

    Gehandelt wie eine Ware. Der Spieler selbst darf wohl nichts entscheiden.

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  • DerInder am 25.07.2018 15:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schade wars

    Ich verstehe nicht was da geklagt werden sollte. Es wurde noch kein Vertrag unterzeichnet und Barcelona hat einfach das bessere Angebot abgegeben. Es ist natürlich unglücklich gelaufen für die Roma aber wenn Barcelona anklopft werden die wenigsten Spieler einen Wechsel verweigern nur weil vorher eine mündliche Einigung bestand.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Dr G am 26.07.2018 14:54 Report Diesen Beitrag melden

    Paella statt Penne

    Er musste sich kulinarisch entscheiden.

  • mILEROVIC am 26.07.2018 14:23 Report Diesen Beitrag melden

    Renegade, gnadenlose Jagd

    Der clevere hat die Fährte gerochen und gewonnen. Pech wenn die Scouts beschattet werden. Das ist Alltag jeder schaut was der andere macht und schlägt dann gnadenlos zu. HEHEH

  • Monchi am 26.07.2018 11:09 Report Diesen Beitrag melden

    Seltsam

    Also. Anscheinend bestand zwischen der roma und bordeaux ein mündlicher vertrag. Schriftlich war aber nichts. 1. Fehler der roma 2. Malcom hat mit der roma noch nicht unterschrieben und solange man mit ihm kein vertrag hat, darf jeder andere klub dazwischen funken. Ich weiss echt nicht wen die roma hier anklagen will. Das ist schliesslich der freie markt.. und der reichere gewinnt

  • Iro Kes am 26.07.2018 09:51 Report Diesen Beitrag melden

    Menschenhandel?

    Natürlich nicht. Die Spieler machen das erstens freiwillig und zweitens weisen sie ihre Manager an, das höchste Angebot zu nehmen. Den Rest machen die Clubs.

    • F. M. am 26.07.2018 13:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Iro Kes

      Und werden noch dazu fürstlich enttlöhnt, nichts mit Menschenhandel, ist schon fast zynisch, dieser vergleich...

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  • Thorsten am 26.07.2018 09:00 Report Diesen Beitrag melden

    Na also...

    Jetzt wissen wir auch, was Malcolm für ein Typ ist...

    • Nüchtern am 26.07.2018 15:19 Report Diesen Beitrag melden

      Realist

      Glaube der Spieler hat am wenigsten zu entscheiden....

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