Mit falschem Pass erwischt

08. März 2020 03:34; Akt: 08.03.2020 03:34 Print

Ronaldinho bleibt in Paraguay in U-Haft

Der brasilianische Ex-Fussballprofi Ronaldinho ist mit falschem Pass nach Paraguay eingereist, wurde verhört, wieder entlassen – und sitzt nun dennoch in Untersuchungshaft.

Wegen der Verwendung gefälschter Dokumente verhaftet: Ex-Fussballprofi Ronaldinho sitzt in Untersuchungshaft. (Video: AP)
Zum Thema
Fehler gesehen?

Nach seiner Einreise mit einem falschen Pass nach Paraguay bleibt der frühere brasilianische Fussballnationalspieler Ronaldinho vorerst in Untersuchungshaft. Eine Richterin entschied am Samstag, dass der Ex-Profi und sein Bruder zunächst nicht entlassen werden, wie die Zeitung «ABC Color» berichtete.

Die Staatsanwaltschaft in dem südamerikanischen Land hatte zuvor Anklage gegen den Weltmeister von 2002 und seinen Bruder wegen der Verwendung gefälschter Dokumente erhoben. Nach seiner Einreise mit einem falschen Pass nach Paraguay war Ronaldinho am Freitag erneut festgenommen worden. Die Staatsanwaltschaft hatte Anklage erhoben und Untersuchungshaft beantragt.

Zuvor hatte sie noch erklärt, sie verzichte auf eine Strafverfolgung, da Ronaldinho umfangreich ausgesagt und damit zu den Ermittlungen beigetragen habe. Der Ex-Profi war kurz nach seiner Einreise nach Paraguay am Mittwoch mit falschen Ausweisdokumenten erwischt und vorläufig festgenommen worden.

Mitglieder einer kriminellen Bande

Bei dem Pass handelte es sich ersten Ermittlungsergebnissen zufolge um ein echtes paraguayisches Dokument, in dem nachträglich einige Daten verändert worden waren. Nach Angaben von Ronaldinho hatte ein Unternehmer ihm und seinem Bruder die Pässe bei ihrer Ankunft in Paraguay übergeben.

Ronaldinho in Paraguay in U-Haft

Gegen drei in den Fall verwickelte Personen wurde bereits Anklage erhoben, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. Zudem seien Ermittlungen gegen mehrere Beamte und Privatleute eingeleitet worden. Gegen einen Mitarbeiter der Einwanderungsbehörde sei Haftbefehl erlassen worden. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Verdächtigen Mitglieder einer kriminellen Bande sind, die sich auf die Fälschung von Ausweisdokumenten spezialisiert hat.

Fussball

(scl/dpa)