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15. Dezember 2017 20:15; Akt: 15.12.2017 20:15 Print

Ronaldinho plant Polit-Karriere am rechten Flügel

Weltfussballer Ronaldinho will nächstes Jahr in Minas Gerais für den Senat kandidieren. Der 37-Jährige ist von der rechten Partei Patriota angetan.

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Rund um den Globus hat Ronaldinho mit seiner Spielweise jahrelang die Fussballfans entzückt. Nun sorgt Ronaldo de Assis Moreira, wie der vor kurzem zurückgetretene Profi gebürtig heisst, mit einer besonderen Ankündigung für Aufsehen. Gemäss Berichten brasilianischer Medien zieht der zweifache Weltfussballer (2004 und 2005) eine Karriere als Politiker in Betracht. Er will sich nächstes Jahr im Bundesstaat Minas Gerais für die rechtsextreme Partei Patriota als Senatskandidat aufstellen lassen.

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Ronaldinho, der einst für den FC Barcelona, Paris St. Germain und die AC Milan stürmte, findet offenbar Gefallen am umstrittenen Polit-Stil des Rechtspopulisten Jair Messias Bolsonaro. Der Abgeordnete, der im Kongress Rio de Janeiro vertritt, gilt als ultrarechts. Bolsonaro möchte in Brasilien die Todesstrafe und eine Militärregierung einführen.

Bereits Gespräche geführt

Die Wahl Bolsonaros im März zum Vorsitzenden der Patriotischen Partei soll die Voraussetzung für eine Kandidatur Ronaldinhos sein. Der 37-Jährige wurde laut Berichten schon bei Patriota-Vizepräsident Gutemberg Fonseca vorstellig. Ronaldinho, Weltmeister mit der Seleção 2002 in Südkorea und Japan, spielte zuletzt Futsal in Indien. Von Mitte September bis Anfang Oktober 2017 nahm der Dribbling-Spezialist mit den Delhi Dragons an der Premier Futsal League teil und erzielte in acht Spielen 16 Tore. 2016 war er als Markenbotschafter der Sommer-Paralympics in Rio engagiert, seit Februar ist er in derselben Rolle für den FC Barcelona tätig.

Mit George Weah (ehemals AC Milan, Paris St. Germain und Manchester City) will ein anderer Ex-Fussballstar ebenfalls in der Politik Fuss fassen. Der frühere Weltfussballer möchte sich in seinem Heimatland Liberia zum Präsidenten wählen lassen.

Auch der Brasilianer Romário, Weltmeister 1994, lancierte eine politische Karriere. Im Oktober 2010 wurde er in den Nationalkongress gewählt, seit Februar 2015 vertritt er die Interessen des Bundesstaates Rio de Janeiro im brasilianischen Senat.

(ddu)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Brasil am 15.12.2017 22:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ronaldinho

    Ich werde Ronaldinho oder allgemein die Ex-Fussballer einfach so in Erinnerung behalten, wie sie auf dem Platz waren. Er hat meine Kindheit geprägt und mich interessiert es eigentlich nicht, was sie jetzt nach der Karriere machen (geht mich auch nichts an).

  • Rainer wie Keiner am 15.12.2017 20:30 Report Diesen Beitrag melden

    Einmal Weltfussballer und zurück

    "rechtsextreme Partei Patriota"? Schade. Von einem ehemaligen Weltfussballer hätte ich mir eine weltoffenere politische Haltung erhofft. Dass sich Sportler politisch engagieren halte ich aber nicht für falsch. Jeder soll öffentlich für seine Meinung einstehen dürfen.

  • Pedrinho Carioca am 15.12.2017 20:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Korruption, Korruption, Kor...

    Schlimmer als jetzt, kann es in Brasilien mit der Politik nicht werden. Selbst der momentante Präsi Temer sieht sich denunziert. Andere sind bereits im Knast. Der im Petrobras Skandal involvierte Ex Präsi will wieder antreten. Unglaublich.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Brasil am 15.12.2017 22:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ronaldinho

    Ich werde Ronaldinho oder allgemein die Ex-Fussballer einfach so in Erinnerung behalten, wie sie auf dem Platz waren. Er hat meine Kindheit geprägt und mich interessiert es eigentlich nicht, was sie jetzt nach der Karriere machen (geht mich auch nichts an).

  • Schweizer Partiota am 15.12.2017 22:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Super.

    wenigstens die richtige Partei.

  • Sarawak am 15.12.2017 22:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Interessant

    Jetzt wirds interessant. Fussballprofi wird rechts politisieren. Was sagt da die Fan-Basis? Wenn alle die Ronaldinho mochten und noch immer mögen jetzt plötzlich rechts wählen im links geneigten Brasilien??

  • Pedrinho Carioca am 15.12.2017 20:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Korruption, Korruption, Kor...

    Schlimmer als jetzt, kann es in Brasilien mit der Politik nicht werden. Selbst der momentante Präsi Temer sieht sich denunziert. Andere sind bereits im Knast. Der im Petrobras Skandal involvierte Ex Präsi will wieder antreten. Unglaublich.

  • Rainer wie Keiner am 15.12.2017 20:30 Report Diesen Beitrag melden

    Einmal Weltfussballer und zurück

    "rechtsextreme Partei Patriota"? Schade. Von einem ehemaligen Weltfussballer hätte ich mir eine weltoffenere politische Haltung erhofft. Dass sich Sportler politisch engagieren halte ich aber nicht für falsch. Jeder soll öffentlich für seine Meinung einstehen dürfen.