Portugal vs. Argentinien

07. Februar 2011 16:58; Akt: 07.02.2011 17:11 Print

Ronaldo in Genf gelandet

Das Genfer Fussball-Publikum bekommt am Mittwoch einen Leckerbissen serviert. Im Stade de Genève trifft Cristiano Ronaldo mit Portugal auf Lionel Messis Argentinien.

Fehler gesehen?

Die Nationalteams nehmen in dieser Woche mit Testspielen das Jahr 2011 in Angriff. Eine der meistbeachteten Partien findet in Genf statt. Im Stade de Genève trifft Argentinien auf Portugal. Mit dabei sind die Superstars Lionel Messi und Cristiano Ronaldo, der am Montag Nachmittag in Genf angekommen ist.

Dass Messi und Cristiano Ronaldo in der Schweiz sind, ist der englischen Nationalmannschaft zu verdanken. Das Testspiel hätte ursprünglich im Londoner Emirates Stadium stattfinden sollen, doch weil England gleichzeitig in Dänemark spielt, befürchteten die Organisatoren ein halbleeres Stadion. Im Spiel Malta - Schweiz orten sie offenbar keine Konkurrenz für die lateinischen Superstars...

Teures Gastspiel

Für die Durchführung des Prestigeduells ist die in Montreux domizilierte «Gama Sport Management&Events» verantwortlich. Sie hatte in der Schweiz schon die beachteten Testspiele Italien - Elfenbeinküste in Genf (2005) und Portugal - Italien (2008) in Zürich organisiert.

Die Waadtländer Firma nimmt dabei viel Geld in die Hand. Die Stars kommen nicht für einen «Apfel und ein Ei» in die Schweiz. Über Zahlen spricht man nicht gern. Doch als Vergleichswert könnte der Auftritt der Italiener vor drei Jahren in Zürich dienen: Der damalige Weltmeister liess sich für sein Gastspiel rund drei Millionen Franken bezahlen. Messi und Co. sind kaum viel günstiger.

Deutschland vs. Italien in Dortmund

In Dortmund begegnen sich die Erzrivalen Deutschland und Italien. Im Signal-Iduna-Park gewannen die Italiener gegen die DFB-Auswahl 2006 den WM-Halbfinal. Seither ist viel Zeit vergangen. Deutschland näherte sich der Weltspitze weiter an, während die Italiener sich zuletzt mit Mittelmass begnügen mussten.

Mit Blick auf die WM 2014 baut Coach Cesare Prandelli ein junges Team auf. Im Aufgebot ist einzig Torhüter Gigi Buffon älter als 30 Jahre, und neben dem Keeper ist mit Daniele De Rossi nur noch ein weiterer Weltmeister von 2006 in Dortmund dabei. Erstmals zur «Squadra Azzurra» gehört der Italo-Brasilianer Thiago Motta. Der Mittelfeldspieler von Inter Mailand ist nach Amauri und Cristian Ledesma schon der dritte sogenannte «Oriundo», den Prandelli nominierte.

Immer noch Unruhe bei den Franzosen

Während Italien auf die Zukunft hofft, hängen in Frankreich vor dem Test gegen Brasilien noch immer die Schatten der Vergangenheit über dem Nationalteam. Sportministerin Chantal Jouanno forderte den Nationalcoach Laurent Blanc auf, die Rädelsführer beim WM-Skandal in Südafrika, Patrice Evra und Franck Ribéry, nicht mehr zu nominieren, obwohl sie ihre Sperren durch den Verband abgesessen haben. «Ihre Rückkehr wäre inakzeptabel. Man kann nicht Schande über Frankreich bringen und dann wieder in der Nationalmannschaft spielen wollen.»

Blanc stellte dennoch ein Comeback von Evra und Ribéry in Aussicht, verzichtet aber noch einmal auf die beiden Führungsspieler. «Die beiden sind einzig aus sportlichen Gründen nicht dabei.» Zuletzt sorgte auch Verbandschef Fernand Duchaussoy für eine Fortsetzung der französischen «Dramedy»: Er erklärte, dass sechs Spieler noch immer nicht schriftlich auf die WM-Prämien verzichtet haben. Er nannte ihre Namen. Darunter sind Evra und Ribéry sowie Nicolas Anelka, der nach seiner Entgleisung in Südafrika für 18 Spiele gesperrt wurde.

(pre/sda)