Transfers

02. Februar 2011 23:05; Akt: 03.02.2011 11:48 Print

Schnäppchenjagd im Winterschlussverkauf

von Sandro Compagno/Peter Berger - Zurückhaltung an der Spitze, Betriebsamkeit im Tabellenkeller. Die Teams der Super League haben sich für die Rückrunde eingedeckt.

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Rolf Fringer (Ö/ass., 1957/seit 27. Oktober 2008). Keine. Silvan Büchli (Wil/Bild). Benedikt Koller (Kriens). Basel Trainer: Thorsten Fink (De, 1967/1. Juli 2009). Markus Steinhöfer (De, Eintracht Frankfurt / Bild). Aleksandar Dragovic (Ö, Austria Wien). Samuel Inkoom (Ghana, Dnjepr Dnjepropetrowsk/Ukr). Federico Almerares (Arg/It, Neuchâtel Xamax). Pascal Schürpf (Lugano). Zürich Trainer: Urs Fischer (1966/19. April 2010). Mohamed Ali Nafkha (Tun, ES Sahel Sousse/Tun). Mathieu Béda (Fr, 1860 München/De, 2. BL / Bild). Alain Rochat (Vancouver Whitcaps, Ka/MLS), Milan Gajic (Ser, Grasshoppers), Martin Büchel (Lie, Deportivo La Coruña B/Sp, Segunda B). Sion Trainer: Bernard Challandes (1951/1. Juli 2010). Keine. Enes Fermino (Locarno). Young Boys Trainer: Vladimir Petkovic (Sz/Kro, 1963/11. August 2008). Alexander Farnerud (Sd, Bröndby/Dä). Ivan Benito (Grasshoppers / Bild). Alberto Regazzoni (St. Gallen), Xavier Hochstrasser (Padova/It, Serie B). Roman Bürki (Grasshoppers). Thun Trainer: Murat Yakin (Sz/Tür, 1974/1. Juli 2009). Dario Lezcano (Par, Wil / Bild). Sékou Sanogo (Elf, Africa Sports National Abidjan). Markus Neumayr (De, Wacker Burghausen/De, 3. BL). - Im Lauf des Herbstes: Ifet Taljevic (De/Ser, vereinslos, zuvor Neuchâtel Xamax), Enrico Schirinzi (vereinslos, zuvor Wohlen). Sascha Stulz (Schaffhausen). Fabian Stoller (Hapoel Petach Tikva/Isr). Bellinzona Trainer: Roberto Morinini (1951/3. April 2010). Aimo Diana (It, Torino / Bild), Ville Taulo (Fi, Taranto/It, LegaPro 1). - Im Lauf des Herbstes: Axel Konan (Elf, vereinslos, zuvor Lecce/It). Keine. Neuchâtel Xamax Trainer: Didier Ollé-Nicolle (Fr, 1961/2. September 2010). Federico Almerares (Arg/It, Basel / Bild). Sander Keller (Ho, Utrecht/Ho). Sanel Kulijc (Ö, Larissa/Grie), Shkelzen Gashi (Aarau). St. Gallen Trainer: Uli Forte (It/ass., 1974/19. Juli 2008). Alberto Regazzoni (Young Boys / Bild), Daniel Dunst (Ö, vereinslos, zuvor Wiener Neustadt/Ö), José Gonçalves (Sz/Por, vereinslos, zuvor Heart of Midlothian Edinburgh). Daniel Beichler (Ö, Hertha Berlin, 2. BL). Klemen Lavric (Sln, vereinslos, zuvor Sturm Graz/Ö). Mario Frick (Lie, Grasshoppers). Thomas Knöpfel (Schaffhausen). Grasshoppers Trainer: Ciriaco Sforza (1970/1. Juli 2009). Mario Frick (Lie, St. Gallen). Milan Gajic (Ser, Zürich), Andrés Vasquez (Sd/Peru, Zürich U21), Roman Bürki (Young Boys), Vullnet Basha (Lausanne-Sport). Ivan Benito (Young Boys), Ermir Lenjani (Sz/Kos, Winterthur), Silas Brindeiro (Br, Nautico Capibaribe Recife/Br, Serie B).

Die Transfers der Super-League-Klubs (Stand: 2.2.11)

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And the winner is ... ja, wer darf sich Transfersieger im Januar-Mercato nennen? Geht es nach der Masse, sicher GC und der FC St. Gallen. Aber wurde auch Klasse eingekauft? YB-Boss Ilja Kaenzig hat Zweifel: «Beide Klubs haben vor allem Spieler geholt, die zuletzt nicht regelmässig zum Einsatz kamen. Aber im Winter ist es für Schweizer Klubs generell schwierig, eine Transfer-Bombe zu zünden.»

In der Tat fällt auf, dass (salopp ausgedrückt) vor allem Restposten verramscht wurden. Der FCZ hatte keine Verwendung mehr für Gajic und Vasquez und fand in GC einen dankbaren Abnehmer. YB-Coach Vladimir Petkovic wollte sich nicht mehr mit dem launischen Regazzoni herumärgern und liess ihn nach St. Gallen ziehen. Dessen Trainer Uli Forte hatte ein ähnliches Problem mit Frick – auch der Alt-Star kickt nun für GC.

23 Spieler kamen in der Winterpause, 21 gingen. Unter dem Strich resultierte für die Liga ein Transfer-Überschuss von rund 5 Mio. Franken. Und dieser ging aufs Konto eines einzigen Namens: Samuel Inkoom wechselte für 7,1 Mio. Franken vom FC Basel zu Dnjepr Dnjepropetrowsk (Ukr). Mit Aleksander Dragovic sicherte sich der Titelverteidiger selber ein Innenverteidiger-Talent. Kaenzig zollt dem Konkurrenten Respekt: «Toll, dass es dem FCB gelungen ist, einen 19-jährigen Nationalspieler Österreichs in die Schweiz zu holen. Chapeau, das ist der beste Transfer.» Für YB holte Kaenzig den Schweden Alexander Farnerud. Mit dem Ziel, mit diesem doch noch ganz an die Spitze vorzustossen, denn im Sommer winkt dem Meister die direkte Qualifikation für die Champions League.

«In dieser Liga kann ein einziger Top-Transfer die Meisterschaft entscheiden», sagt der frühere FCZ- und Hertha-Trainer Lucien Favre. Warum also haben die Grossen nicht stärker zugelangt? FCZ-Präsident Ancillo Canepa: «Ganz einfach. Auch ein voller Einkaufskorb bietet keine Garantie.»