EM-Qualifikation

15. Oktober 2019 23:25; Akt: 30.10.2019 18:38 Print

Die Schweiz schafft den Befreiungsschlag

Nach dem 2:0-Sieg über Irland bringen zwei Siege in den letzten Spielen die sichere EM-Teilnahme.

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Natürlich geht es wieder nicht ohne Zittern. Wie auch in dieser EM-Qualifikation, in der die Schweizer so oft einen Weg gefunden haben, ihren Spielen am Ende noch einen negativen Dreh zu geben. Auch dieses Mal halten die Schweizer in der zweiten Halbzeit einen Tiefpunkt bereit. Es ist der Elfmeter, mit dem Ricardo Rodriguez in der 77. Minute an Irlands Goalie Darren Randolph scheitert. Er hätte das erlösende 2:0 bringen können. Aber so müssen sich die Schweizer ihren Sieg noch etwas länger erkämpfen und erdauern.


Die verpasste Entscheidung: Rodriguez verschiesst den Penalty. (Quelle: SRF)

Am Ende reicht es. Auch, weil die Iren für Seamus Colemans Handspiel doppelt bestraft werden. Der Verteidiger muss für sein penaltyreifes Hands mit Gelb-Rot vom Feld. Und gegen zehn Iren bringt die Schweiz endlich einmal eine Führung über die volle Zeit. Ja, sie schiesst für einmal sogar in der Nachspielzeit ein Tor, anstatt eines zu kassieren. Edimilson Fernandes ist es, der den Ball in der 93. und letzten Minute via einem irischen Innenverteidiger ins Tor drischt.


Die Entscheidung: Edimilson Fernandes trifft zum 2:0. (Quelle: SRF)

Die Schweizer haben damit in dieser Qualifikation für die Europameisterschaft 2020 alles in den eigenen Füssen. Zwei Siege in den letzten beiden Spiele gegen Georgien und Gibraltar – und die Schweiz wird an der Endrunde dabei sein. Die Schweiz erreicht dieses Ziel gegen Irland mit einer starken Startphase – und einer zweiten Halbzeit, in der sie die Kontrolle über die Partie gegen spielerisch limitierte Iren unverständlicherweise komplett verliert. Verdient ist der 2:0-Sieg trotzdem. Weil Irland gegen vorne einfach gar nichts zustande bringt. Und weil sich die Schweiz mit der Führung für einen starken Beginn selber belohnt.

Petkovic vertraut der gleichen Aufstellung

Das 1:0 in der 16. Minute entspringt der Mentalität, dem grossen Willen der Schweizer. Admir Mehmedi legt nach einem gewonnenen Ball quer. Danach schliesst Haris Seferovic aus 20 Metern direkt ab. Es ist ein platzierter Flachschuss. Aber es hilft schon auch, dass da kein Kasper Schmeichel im Tor steht wie gegen Dänemark, sondern Randolph, der sein Geld beim Fünftletzten der zweiten englischen Liga verdient. Den Treffer darf Vladimir Petkovic auch Bestätigung für seine Aufstellung sehen. Der Schweizer Nationaltrainer schickt von Beginn weg die selben Spieler aufs Feld, die schon beim 0:1 in Dänemark begonnen haben.


Die frühe Führung: Seferovic trifft in der 16. Minute zum 1:0. (Quelle: SRF)

Er setzt damit erneut auf die Dreierkette in der Abwehr, mit der die Schweiz zuletzt in vier Spielen bloss einmal gewonnen hat – gegen Gibraltar. Und Petkovic wird diesmal dafür belohnt, dass er seine Mannschaft hoch angreifen lässt. Beim 1:0 ist es Manuel Akanji, der nachsetzt und den zweiten Ball hoch, für einen Innenverteidiger sogar extrem hoch gewinnt. Es ist der Moment, in dem alles nach einem souveränen Sieg aussieht. Dass die Schweizer danach nachlassen, dass sie die 24'000 im Stadion nochmals bangen lassen, ist am Ende egal. Für einmal hat die Schweiz nicht stark gespielt, dafür hat sie drei Punkte gewonnen.

Fussball

(fra)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • ST am 15.10.2019 23:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    HOPP SCHWIZ

    Auch wenn das wider ein geknorze war, denke ich dass die Schweiz nun durch ist. Wir sollten mal aufhlren ständig zu meckern und Stolz sein, dass wir als kleines Land so oft wichtigen Turnieren dabei sind

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  • Toni am 15.10.2019 20:32 Report Diesen Beitrag melden

    Komisch

    Ich habe irgendwie mehr sympathien für irland.

  • Neuer Malik am 15.10.2019 21:19 Report Diesen Beitrag melden

    Super Start und jetzt bis zum Schluss

    Starker Start der Schweizer. Gut hat Haris den Treffer gemacht!!! Wohoo...!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • ditco am 16.10.2019 11:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    shaqiri muss zuruck

    ohne Shaqiri läuft nicht rund ab.

  • Eidgenosse1291 am 16.10.2019 10:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Noch nicht besänftigt

    Wieder sind es die "Nichtschweizer" die sich auf Provokationen und fast Tätlichkeiten einlassen anstatt Leistung auf den Platz zu bringen... Das Spiel als solches war okay aber ich traue dem Braten noch nicht für die letzten zwei Spiele?? Bin erst wieder Nati-Fan wenn sie Georgien und Gibraltar haushoch und mit Top-Einstellung fürs Schweizer Kreuz besiegen....

  • martin86 am 16.10.2019 10:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    bitte

    Bitte Beni Turnheer wieder einstellen

  • Promaex am 16.10.2019 10:43 Report Diesen Beitrag melden

    Es hat gereicht zum Schluss.......

    Schlussendlich zählt das Endresultat im Fussball. Ob sich dazu gezittert oder nicht spielt für die meisten keine Rolle, aber........ Das Umfeld ist eben doch ein wichtiger Faktor, also liebe Schweizer arbeitet noch ein wenig an dem dann wird alles besser..... Teamgeist, nicht alles Einzelmasken, Konstanz, nicht der Ort und Ehrgeiz etwas erreichen zu wollen..... Die Einheit gewinnt als Ganzes....

  • Gypos am 16.10.2019 10:26 Report Diesen Beitrag melden

    @ ST

    Lieber also die Identifikation opfern, dass man dann an den Turnieren mitmachen kann? Seltsame Vorstellungen eines Fans. Mit dieser Art teilen Sie sich aber eher in einen Modefan ein. Halten Sie auch dann zur Mannschaft, wenn weniger Secondos dabei sind und die Schweiz länger nicht an den Turnieren sind?