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13. Juli 2018 22:15; Akt: 14.07.2018 12:28 Print

Shaqiris Transfer zu den Reds ist fix

Xherdan Shaqiris Wechsel von Stoke City zum FC Liverpool ist perfekt. Der Basler wird dort einen schweren Stand haben.

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Was sich abgezeichnet hatte, wurde am Freitagabend Tatsache. Xherdan Shaqiri spielt zukünftig für den FC Liverpool. Der Traditionsclub aus der Premier League gab dies offiziell bekannt. Der Schweizer Nationalspieler wird mit der Nummer 23 bei den Reds auflaufen.


«Ich will hier besser werden, mit den Besten spielen und Titel gewinnen», wird Shaqiri auf der Club-Homepage zitiert. «Ich bin sehr glücklich hier zu sein. Es ist ein grosser Klub mit einer grossartigen Geschichte, grossen Spielern und einem fantastischen Coach.»

Nach dem Abstieg von Stoke City aus der Premier League hatte der 74-fache Nationalspieler beschlossen, sich einen neuen Club zu suchen. Shaqiri kann den Verein aus den Midlands dank einer Ausstiegsklausel im Kontrakt verlassen. Gemäss «Daily Mail» soll Liverpool für den Stürmer eine Ablösesumme von rund 17 Millionen Franken bezahlen. Offiziell sind es 17 Millionen Franken. Auch andere Clubs sollen sich für den Spieler mit kosovarischen Wurzeln interessiert haben.

Mehr Optionen für Klopp

Mit Shaqiris Zuzug erweitert Liverpool-Coach Jürgen Klopp seine Optionen in der Offensive. Der in Augst BL aufgewachsene Rechtsaussen befindet sich zwar in der Blüte seiner fussballerischen Karriere. An der WM in Russland stellte er im Gruppenspiel gegen Serbien seine Qualitäten unter Beweis. Nach 58 Minuten zirkelte der Ex-Basler den Ball ans Lattenkreuz, und in der 90. Minute vollendete er einen schnellen Vorstoss mit seinem platzierten 2:1, das der Schweiz letztlich den Sieg – und dann auch den Achtelfinal-Einzug – einbrachte.

Ein überaus wichtiger Treffer: Xherdan Shaqiri schiesst im WM-Gruppenspiel gegen Serbien das 2:1 und die Schweiz in der 90. Minute ins Glück. (Video: SRF/Tamedia)

Anstehen hinter den Stars

Doch an der Anfield Road wartet die grösste Herausforderung seiner bisherigen Profilaufbahn auf Shaqiri. Denn auf seiner Position ist die Konkurrenz mit dem ägyptischen Stürmerstar Mohamed Salah riesig. Auch den Senegalesen Sadio Mané kann Klopp als rechten Angreifer einsetzen, und als hängende Spitze ist der Brasilianer Roberto Firmino in der Mitte kaum zu verdrängen. Daher muss der Ex-Basler damit rechnen, dass er bei den Reds vorerst nicht viel Einsatzzeit erhalten wird. Im prall gefüllten englischen Fussballkalender müssen sich seine neuen internen Mitstreiter zwischendurch zwar auch mal erholen, dennoch dürfte «Shaq» nicht oft der Startelf angehören.

Böse Zungen behaupten gar, Shaqiri käme weder in Ligapartien noch im FA Cup geschweige denn in der Champions League zu Einsätzen und könne froh sein, wenn er in Ligacup-Spielen nicht auf der Bank sitze. Doch vielleicht belehrt sie der 169 cm grosse Rechtsaussen eines Besseren, und er wächst im Trikot der Reds über sich hinaus, wenn er seine Chance erhält. Kann sich Shaqiri allerdings nicht durchsetzen, muss er in Liverpool wohl beissen. Seit dem Saisonende in der Premier League wurde der Schweizer Söldner auch mit Southampton in Verbindung gebracht, wo sein Ex-Coach Mark Hughes das Team betreut. Bleibt zu hoffen, dass es der 26-Jährige eines Tages nicht bereut, seinem ehemaligen Trainer gefolgt zu sein.

Wieder im Haifischbecken

Allerdings ist es für den flinken «Shaq» nichts Neues, sich in einem Haifischbecken über Wasser halten zu müssen. Nachdem er sich im FC Basel in die 1. Mannschaft hochgekämpft hatte und während dreier Saisons (ab 2009/10) zum vielversprechenden Angreifer (in der Super League erzielte er 18 Tore in 92 Spielen) und Vorbereiter (19 Vorlagen) gereift war, zog es ihn im Sommer 2012 zum FC Bayern München. Beim deutschen Serienmeister wurde er in der Bundesliga 52-mal eingesetzt (11 Tore/10 Vorlagen). Ab Januar 2015 lieh ihn Bayern an Inter Mailand aus. In der Serie A traf er bei 15 Einsätzen jedoch nur einmal.

Die Mailänder verpflichteten Shaqiri im Juli 2015 fix, ehe er keine zwei Monate später für eine Ablöse von 17 Millionen Euro zu Stoke wechselte. Mit den «Potters» bestritt der von der in Hergiswil ansässigen ESHA Sportmarketing GmbH beratene Profi insgesamt 84 Spiele in der Premier League und konnte sich 15 Treffer sowie gleich viele Assists gutschreiben lassen. Mit 26 Einsätzen (3 Tore) in der Champions League bringt der Schweizer auch Königsklasse-Erfahrung mit nach Liverpool. Als Nationalspieler debütierte er im März 2010 während eines Freundschaftsspiels in St. Gallen gegen Uruguay (1:3). Im selben Jahr konnte er an der WM in Südafrika im letzten Gruppenspiel (0:0 gegen Honduras) seinen ersten Ernstkampf bestreiten (12. eingewechselt für Benjamin Huggel). Im rot-weissen Dress gelangen ihm 21 Treffer, wobei sein Traumtor per Fallrückzieher an der EM 2016 in Frankreich im Achtelfinal gegen Polen genauso unvergessen bleibt wie der Jubel mit der Doppeladler-Geste nach seinem jüngsten Torerfolg.

Eine unvergessliche Augenweide: An der EM 2016 gleicht Xherdan Shaqiri im Achtelfinal gegen Polen per Fallrückzieher zum 1:1 aus. (Video: SRF/Tamedia)

Fussball

(ddu/fal/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • nati fan am 13.07.2018 17:34 Report Diesen Beitrag melden

    verpfuschte karrierenplanung

    wird wohl seine letzte chance sein im Ausland..... die kohle stimmt. den kampf aufnehmen, beissen und sich durchsetzen war noch nie seine stärke. bin gespannt, was kloppo mit ihm macht. talent ist da. Selbstüberschätzung auch. wenn die demut kommt, wäre massiv mehr möglich. we will see. in 2 jahren beendet er seine karriere beim fcb, da reicht sein talent locker

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  • kurt gut am 13.07.2018 18:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    no way

    er wird in Liverpool nicht in der ersten Manschaft spielen. Da geht ja bekanntlich die Post anders ab.

  • Dede am 13.07.2018 17:29 Report Diesen Beitrag melden

    reicht nicht

    er war bei den besten Clubs aber den Durchbruch wird er NIE schaffen

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Shefqet Krasniqi am 14.07.2018 14:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Why?

    Unglaublich unsympathischer Mensch dieser Shakiri. Aber es geht ja um Fussball, doch da versteh ich diesen Hype auch nicht. Reds zu gross zu gut für den kleinen.

  • Franz B am 14.07.2018 12:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Completely Overrated!

    Meist überschätzter Spielrr der Schweiz. Wird bald wieder nur zweite Wahl sein...

    • Doma am 14.07.2018 15:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Franz B

      Nächstes bänkli wärmen

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  • Roli Müller am 14.07.2018 12:19 Report Diesen Beitrag melden

    positiv

    Ich habe die verschiedenen Kommentare durchgelesen. Ich finde es schade, dass man dem jungen Fussballer nicht mehr Sympathien entgegen gebracht hat. Er hat beim FCB eine gute Figur gemacht. Aber eben weil er FCB-Spieler war haben ihn die andern Club-Fans in der Schweiz negativ beurteilt. Schade, man gab ihm keine Chance sich positiv zu entwickeln. Nun hat er das Image eines schlechten Fussballer. Ich persönlich habe ihn positiv gesehen.

    • Faktencheck am 14.07.2018 16:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Roli Müller

      Ach... wieder mal ist alles andere schuld, dass sich der arme überbewertete Spieler nicht entwickeln konnte. Er allein hat die Verantwortung und muss halt auch was tun dafür! Und wenn nicht mehr in ihm drin ist, dann ist das eben so.

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  • Placido am 14.07.2018 12:13 Report Diesen Beitrag melden

    Denken muss mann auch

    Bei Klopp müssen alle Spieler angreifen und verteidigen. Shaqiri ist in diese Taktik verloren.

    • Phil Dill am 14.07.2018 13:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Placido

      Und das wissen sie weil? Sie auch trainer eines englischen traditionsvereins sind und klopp, im gegensatz zu ihnen keine ahnung hat?

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  • Realist am 14.07.2018 12:10 Report Diesen Beitrag melden

    Hand aufs Herz:Wer in der Haut von Herrn

    Shaqiri hätte das Angebot nicht angenommen? Liverpool ist ein Buben Traum. Gönnen wir den ihm und ich wünsche ihm viel Glück und Erfolg!