Französisches Cup-Märchen

18. Januar 2020 09:40; Akt: 18.01.2020 09:47 Print

Sie reisen 18'000 km – für ein Cupspiel

von Erik Hasselberg - JS Saint-Pierroise nimmt als Meister der Insel La Réunion am französischen Cup teil – und sorgt dort gerade für Furore.

Nach dem Einzug in den Sechzehntelfinal: Die Spieler von JS Saint-Pierre feiern ausgelassen. (Video: Youtube/Clicanoo)

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Rund 700 Kilometer östlich von Madagaskar und etwa 200 Kilometer von Mauritius entfernt liegt La Réunion. Die kleine Insel im indischen Ozean bildet politisch ein Übersee-Département sowie eine Region Frankreichs. Und sie beheimat in der Hafenstadt Saint-Pierre mit Jeunesse Sportive Saint-Pierroise den erfolgreichsten Fussballverein der Insel – der gerade auf dem europäischen Festland für Überraschung sorgt.

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Wie weit geht der Weg für die Inselfussballer noch?

Dass der Amateurverein durchaus Fussball spielen kann, hat er in seiner 70-jährigen Geschichte längst bewiesen. 21 Landesmeistertitel, davon seit 2015 fünf Titel in Folge sowie der elfmalige Gewinn des Landespokals zeugen vom Erfolg des Vereins, der mit YB-Stürmer Guillaume Hoarau oder dem französischen Nationalspieler Dimitri Payet bekannte Gesichter ausbildete. Nun ist es den «Störchen» gelungen, auch fernab ihrer Heimat Geschichte zu schreiben. Anfang Januar besiegte der Club im französischen Cup Chamois Niort 2:1 und schaffte es damit als erst zweiter Verein überhaupt aus Übersee, den Sechzehntelfinal zu erreichen.

«Das ist historisch»

Beim «Coupe de France» nehmen jedes Jahr über 7000 Teams teil, darunter auch die Meister und Pokalsieger der Übersee-Départements, sprich den ehemaligen Kolonien Frankreichs. Guadeloupe und Martinique zählen dazu, aber auch La Réunion. Und nach dem sensationellen Sieg Saint-Pierres zierten für einmal nicht Pogba, Neymar oder Kylian Mbappé die Titelseite der französischen Sport-Tageszeitung «L'Équipe», sondern die jubelnden Inselspieler und ihre mitgereisten Fans.

«Das ist historisch, einfach aussergewöhnlich», sagte Yves Etheve, Präsident des Ligasystems von La Réunion, «L'Équipe». «Das geht über den Fussball hinaus. Es ist eine grossartige Werbung für unseren Sport, aber auch für unsere Insel.» Auch Florent Sinama-Pongolle zeigte sich begeistert. Der frühere Stürmer des FC Liverpool begann und beendete seine Karriere in Saint-Pierre, bestritt 2008 gar ein Länderspiel für Frankreich. «Das Grösste, was du im Fussball schaffen kannst, ist, Spuren zu hinterlassen, die auch für zukünftige Generation noch sichtbar sind.»

Anreise eine Woche vor Anpfiff

Am Samstag um 13 Uhr trifft der Club aus der Hafenstadt in der Runde der letzen 32 nun auf den Viertligisten SAS Épinal. Für das Cupspiel mussten die Spieler unter der Woche einen über zehnstündigen Flug überstehen, rund 9000 Kilometer trennen Saint-Pierre und das in den Vogesen gelegene Épinal. Durch die frühe Anreise soll möglicher Jetlag verhindert werden. «Es ist nicht einfach, alle zwei Wochen für ein Spiel eine solche Reise zu unternehmen, aber wir schätzen die Zeit, die wir in Frankreich verbringen dürfen», sagt Mittelfeldspieler Elliot Grandin. «Wir sind zusammen im Hotel, bereiten uns während einer Woche auf das Spiel vor, aber so weit weg ist das nicht immer einfach.»

Alles andere als einfach ist auch die Anreise der Fans. Nichtsdestotrotz schafften es Hunderte vor wenigen Wochen, den Weg nach Niort auf sich zu nehmen, ja sogar das Stadion in Rauch zu hüllen.

Für das Spiel ihres Lebens werden die Spieler auch in Épinal auf jede Unterstützung angewiesen sein. Elliot Grandin sagte der BBC: «Für die Insel ist das bereits Fussballgeschichte, aber wir werden alles tun, um es auch in die nächste Runde zu schaffen.»

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • ST am 18.01.2020 10:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Fussballmärchen

    Einfach nur geil! Deshalb liebe ich den Fussball!

  • Tom Minder am 18.01.2020 12:04 Report Diesen Beitrag melden

    Alle verblendet?

    In fast jedem Beitrag findet jemand einen Bezug zur Klimahysterie, einfach grässlich.

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  • Balz Sommer am 18.01.2020 13:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ja und wird weiter gehen.

    Wow wie die Leute sich aufregen das alle und jeder herumfliegt. Omg

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Mfala am 18.01.2020 14:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    So ungerecht

    Und haben warscheinlich ein sehr kleines Gehalt oder Bezahlen sogar beitrag um diese LEIDENSCHAFT ZU TEILEN. Nicht wie unsere verwöhnten Fussballer hier die kein einzigen Schritt laufen.

  • Balz Sommer am 18.01.2020 13:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ja und wird weiter gehen.

    Wow wie die Leute sich aufregen das alle und jeder herumfliegt. Omg

    • Manu-L am 18.01.2020 20:12 Report Diesen Beitrag melden

      @Balz Sommer

      Und es nervt wirklich nur noch. Kein Wunder mag die niemand.

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  • Dani am 18.01.2020 13:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ja und.

    Uiuiui da hätte die Gretalein freude an der Umweltschützerin !!

  • Tom Minder am 18.01.2020 12:04 Report Diesen Beitrag melden

    Alle verblendet?

    In fast jedem Beitrag findet jemand einen Bezug zur Klimahysterie, einfach grässlich.

    • Josef Rusch am 18.01.2020 14:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Tom Minder

      Und Sie kommten es nicht lassen das Thema Klima zu nennen.

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  • Sünnelianbeter 1291 am 18.01.2020 11:32 Report Diesen Beitrag melden

    Bravo

    Die Franzosen mit ihren Kolonien trugen und tragen massiv zur Überbevölkerung Europas und somit vorallem auch unserer Eidgenossenschaft bei. Mit solchen angeblich Märchenhaften Story fördert man dies noch. Immer und immer mehr Dichtestress, Traurige Zeiten.

    • Leo am 18.01.2020 11:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Sünnelianbeter 1291

      Ach und die Engländer/Deutschen Holländer?

    • Manu-L am 18.01.2020 20:05 Report Diesen Beitrag melden

      @Sünnelianbeter 1291

      Spanien und Portugal hatten auch ordentlich Kolonien.

    • Peter B. am 20.01.2020 16:47 Report Diesen Beitrag melden

      @Sünnelianbeter 1291

      Tönt nach einen typischen SVP Sympatisanten, der keine Freude am Leben hat, sondern einfach nur ein einziges Thema kennt. Neben bei noch zu erwähnen, dass auch Italien Kolonien hatte.

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