Kampf um die Barrage

20. April 2012 09:08; Akt: 20.04.2012 09:08 Print

Sion-Konkurrenten bleiben skeptisch

Der FC Sion erhält keine Punkte zurück. In der Tabelle scheint Klarheit zu herrschen. Die Walliser müssen in die Barrage, GC und Lausanne können aufatmen. Oder doch nicht?

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GC-Trainer Uli Forte will noch nicht an eine vorzeitige Rettung glauben. (Bild: Freshfocus)

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«Wenn das wirklich so ist», sagt Uli Forte skeptisch zum Urteil, dass Sion keine Punkte zurückerhält. «In dieser, gelinde gesagt, komischen Saison glaube ich nichts mehr!» Der neue GC-Trainer bleibt trotz Gerichtsurteil zum Nachteil des FC Sion und zum Vorteil seiner Mannschaft vorsichtig. Forte mag noch nicht an die definitiv gebannte Abstiegsgefahr glauben. Sion, bleibt es bis zum Saisonende bei der aktuellen Rangierung in der Tabelle, muss in die Barrage und den Ligaerhalt in der Super League gegen den Zweiten aus der Challenge League verteidigen.

Die letzte Hoffnung für die Walliser: Sie holen die zehn Punkte Rückstand, die sie von Lausanne und vom rettenden achten Rang trennt, noch auf. Bei sechs verbleibenden Runden und noch 18 möglichen Punkten ein nicht unmögliches, aber auch nicht sehr wahrscheinliches Unterfangen. Zumal Sion-Boss Christian Constantin mit dem Gang vor die Zivilgerichte statt vor den Sportgerichtshof ein Eigentor geschossen hat, wie sich nun herausstellt.

Klagen gegen Sion vor dem CAS noch hängig

Beim internationalen Sportgericht (CAS) ist noch die Klage der Superligisten Basel, Thun Luzern und Lausanne hängig, die Forfait-Niederlagen eingeklagt haben, nachdem Sion nicht qualifizierte Spieler in diesen Partien eingesetzt hatte. Das CAS könnte den Klubs nun nach dem Urteil des Obergerichts Recht zusprechen und die Punkte zurückgeben.

Im Fall von Lausanne wären das sechs Punkte mehr auf das Konto. Ein Entscheid - aus notabene Lausanne, wo das oberste Sportgericht seinen Sitz hat – wird nicht vor Mitte Mai erwartet. Die Waadtländer wären somit aus dem Schneider und Sion müsste sich auf die Spuren von GC heften, das derzeit 11 Punkte (bei einem Spiel weniger) vor den Wallisern liegt. Und so ist die Eingangs erwähnte Skepsis von Forte «ich glaube gar nichts mehr» umso verständlicher.

Forte bleibt trotz Urteil skeptisch

Forte: «Wenn das so wäre – ich betone wenn, dann könnten wir die verbleibenden sieben Spiele gelassen angehen. Aber die ganze Sache tangiert unsere tägliche Arbeit am Trainingsplatz sowieso in keiner Weise. Wir sind dem Klub, unseren Supportern und Fans verpflichtet – egal was passiert. Ich habe schon nach meinem ersten Training am Montag gesagt, dass die Mannschaft das Potenzial, das unbestritten in ihr steckt und die Spieler in den letzten Monaten nicht abgerufen haben, ausschöpfen und auf den Platz bringen wollen.» Das will Forte und GC schon am Samstag auswärts in Thun beweisen. Unabhängig davon, was in den Gerichtssälen noch passiert.

(ete)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Theo Keller am 21.04.2012 11:27 Report Diesen Beitrag melden

    Punkteabzug

    Leider falsch! Falls Lausanne, Thun und Luzern die Spiele forfait gewinnen, werden Sion nochmals 13 Punkte abgezogen. Damit käme Sion auf Null Punkte und alle wären aus dem Schneider.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Theo Keller am 21.04.2012 11:27 Report Diesen Beitrag melden

    Punkteabzug

    Leider falsch! Falls Lausanne, Thun und Luzern die Spiele forfait gewinnen, werden Sion nochmals 13 Punkte abgezogen. Damit käme Sion auf Null Punkte und alle wären aus dem Schneider.

    • Gilmore Taikx am 22.04.2012 08:48 Report Diesen Beitrag melden

      Punkteabzug

      Falsch, bei 3, hier 4 Forfait-Niederlagen=Abstieg laut Reglement. Doch im Grunde haben alle Fussballverbände CH, FIFA, UEEFA, Klub Fehler gemacht. CC badet es heute aus. Verlierer ist bisher sogar die Kuscheljustiz. Recht haben ist nicht gleich Recht bekommen. Fragwürdige Entscheide beim bisherigen Geschehen. Der Sport verkommt aus finanzieller Gier und unersättlichen Machtspielen, hat nichts mehr mit den Ereignissen auf dem Rasen zu tun. Sitten bleibt deshalb aus sportlicher Sicht 2ter. Vielleicht ist es an der Zeit, sich vom Fussballgeschehen in den obersten Ligen fernzuhalten.

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